Sauber-Rennstall Ärger mit Villeneuve

Mit der Verpflichtung von Jacques Villeneuve wollte Sauber zurück in die Erfolgsspur. Derzeit sieht es aber nach einem großen Missverständnis aus. Der Schweizer Rennstall und der Ex-Weltmeister haben Probleme miteinander.


Sauber-Pilot Villeneuve: "Nicht einfach, seinen Wünschen zu entsprechen"
AFP

Sauber-Pilot Villeneuve: "Nicht einfach, seinen Wünschen zu entsprechen"

Hamburg - "Die Philosophie von Villeneuve und die des Teams unterscheiden sich", sagte Teamchef Peter Sauber der Zeitschrift "Motorsport aktuell". Villeneuve konnte in den bisherigen drei Saisonrennen nicht überzeugen und blieb ohne WM-Punkte. "Wir bemühen uns, dass wir uns im Rahmen der technischen und finanziellen Möglichkeiten so annähern, dass beide Seiten zufrieden sind", so Sauber.

In der Formel 1 wird schon darüber spekuliert, dass Sauber sich bald wieder von Villeneuve trennen könnte. Der Kanadier, der 1997 Weltmeister wurde, gilt als sehr egozentrisch und wenig teamfähig. Zuletzt hatte der 34-Jährige bei Tests in Barcelona nur einen statt der zwei geplanten Tage fahren dürfen.

"Im zwischenmenschlichen Bereich gibt's keine Reibungen", stellte Sauber klar. Was Abstimmung und Fahrstil betrifft, müsse Villeneuve aber "dem Auto entgegen kommen", fordert Sauber. "Natürlich haben wir auch Verständnis für seine Wünsche. Es ist aber nicht einfach, diesen zu entsprechen."

Vergangene Saison hatte Villeneuve drei Rennen für Renault bestritten, kam aber nie in die Punkteränge. Zuvor war er ohne Vertrag, nachdem er sich von seinem langjährigen Rennstall BAR-Honda (1999 bis 2003) getrennt hatte. Bei seinem Titelgewinn fuhr Villeneuve für Williams.



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