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17. September 2002, 10:21 Uhr

Schumacher-Manager Weber

"Die Summe ist utopisch"

Bei dem 150 Millionen Euro schweren Angebot von Ferrari an Michael Schumacher scheint es sich um ein Windei zu handeln. Manager Willi Weber jedenfalls glaubt nicht, dass die Italiener dem fünfmaligen Weltmeister wirklich soviel für eine Vertragsverlängerung geboten haben.

Willi Weber und Michael Schumacher: "Man darf alles nicht so ernst nehmen"
DPA

Willi Weber und Michael Schumacher: "Man darf alles nicht so ernst nehmen"

Stuttgart - "Ich würde mir wünschen, diese Nachricht wäre wahr. Doch die Summe ist utopisch", sagte Weber den "Stuttgarter Nachrichten". Das italienische Blatt "Tuttosport" hatte berichtet, Ferrari-Präsident Luca Montezemolo habe Michael Schumacher die Traumsumme von 150 Millionen Euro offeriert, wenn dieser seinen 2004 auslaufenden Vertrag um zwei Jahre verlängern würde.

Das wäre fast das Doppelte von Schumachers ohnehin schon fürstlichem Jahresgehalt von knapp 40 Millionen Euro. Schumacher würde somit ab 2005 inklusive Werbegeldern und den Einnahmen aus der eigenen Fanartikel-Kollektion geschätzte 100 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Damit würde er Golfstar Tiger Woods als Nummer eins der Geldrangliste ablösen.

"Ich kenne die italienischen Medien, da darf man alles nicht so ernst nehmen", sagte Weber, der nach eigenem Bekunden nie auf die Idee kommen würde, solche Summen für seinen Klienten zu verlangen. "Ich habe immer gesagt: Michael ist der beste Pilot, also soll er auch die beste Bezahlung erhalten. Aber ich würde nie einen so hohen Betrag fordern."

Ohnehin sei es noch zu früh für Vertragsverhandlungen, so Weber. Erst im Sommer nächsten Jahres soll über eine Verlängerung des Kontraktes verhandelt werden. Neben Michael Schumacher betreut der 60-Jährige auch dessen Bruder Ralf, der für den deutsch-britischen Rennstall BMW-Williams fährt.

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