Schumacher unter Druck Räikkönen soll Vorvertrag bei Ferrari haben

Ein Wechsel von Michael Schumacher zu McLaren Mercedes wird immer wahrscheinlicher. Sein Konkurrent Kimi Räikkönen besitzt laut einem Zeitungsbericht bereits einen Vorvertrag bei Ferrari. Der Finne dementiert diese Meldung allerdings.


McLaren-Pilot Räikkönen: "Die bessere Wahl"
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McLaren-Pilot Räikkönen: "Die bessere Wahl"

Hamburg - "Warum sollte ich auch nur über einen Wechsel nachdenken? Ich bin in einer Situation, von der die meisten Formel-1-Fahrer nur träumen können", ließ Räikkönen über seinen Arbeitgeber Mercedes mitteilen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug bestreitet den Vorvertrag ebenfalls. "Das stimmt absolut nicht, da ist garantiert nichts dran. Kimi hat keinen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben", sagte Haug dem "sid". Auch Ferrari-Sprecher Luca Colajanni wies den Bericht zurück: "Wir haben schon zwei Fahrer für die WM-Saison 2006 unter Vertrag, und es ist viel zu früh, bereits jetzt Gespräche über 2007 zu führen."

Die "Bild"-Zeitung hatte mit Berufung auf eine "absolut sichere Quelle" gemeldet, dass Räikkönen einen Vorvertrag bei Ferrari ab 2007 unterschrieben hat. Demnach habe es die ersten Gespräche über einen Wechsel des Finnen von McLaren Mercedes zum italienischen Konkurrenten bereits im vergangenen Jahr gegeben, im Mai sei dann endgültig Einigkeit über einen Vertrag erzielt worden. Räikkönens Vertrag mit seinem Rennstall läuft Ende 2006 aus.

Durch die Meldung bekamen auch die Spekulationen um einen Wechsel von Michael Schumacher zu Mercedes neue Nahrung, denn der Vertrag des 36-Jährigen bei Ferrari läuft im kommenden Jahr aus. Schumacher will angeblich eine Erhöhung seiner Bezüge von derzeit 35 Millionen Euro pro Jahr auf 40 Millionen sowie die Zusage, keine Aufbauarbeit mehr leisten zu müssen, sondern umgehend sportlichen Erfolg zu haben. Auch Schumachers Manager Willi Weber hatte gestern mehr Gehalt für den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister gefordert.

Ein Wechsel zu McLaren Mercedes, dem derzeit schnellsten Team der Formel 1, könnte dem siebenmaligen Champion beides bescheren. Ferraris Teamchef Jean Todt gilt zudem als Fan Räikkönens, seine Sympathie für den Finnen hatte der Franzose zuletzt im April bekundet. "Auch wenn diese Aussage nicht sehr respektvoll gegen Fernando Alonso ist: Ich halte einen jungen Mann, der für ein deutsch-englisches Team fährt, für die bessere Wahl", so Todt.

Unterdessen beruft sich das Internet-Magazin www.grandprix.com auf Insiderinformationen, die besagen, dass Schumacher nach Ablauf seines Vertrages 2006 ganz von der Formel-1-Bühne abtreten wird, sollte Räikkönen trotz seines Dementi zu Ferrari wechseln. Ferrari habe dann mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen zwei junge Fahrer, die dem Idealbild von Todt entsprechen würden, spekuliert das Magazin. Für Schumacher wäre folglich kein Platz mehr.

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Kimi Räikkönen: Mit Schampus und Schäferhund

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