Testpannen bei Red Bull Auch Ricciardo bleibt liegen

Red Bull hat bei den Tests in Jerez Probleme: Nachdem Weltmeister Sebastian Vettel seine ersten Versuche abgebrochen hatte, schaffte Teamkollege Daniel Ricciardo nicht einmal eine Runde. Motorenlieferant Renault räumte Schwierigkeiten mit der Technik ein.

Red-Bull-Fahrer Ricciardo: Nicht einmal eine Runde im neuen RB10
Getty Images

Red-Bull-Fahrer Ricciardo: Nicht einmal eine Runde im neuen RB10


Hamburg - Das Testdesaster von Weltmeister-Rennstall Red Bull hat sich am dritten Tag in Jerez fortgesetzt. Daniel Ricciardo konnte erst mit dreistündiger Verspätung auf die 4,428 Kilometer lange Strecke. Bis zurück an die Box schaffte es der 24 Jahre alte Teamzugang aber nicht. Der Australier musste den neuen RB10-Wagen mit rauchendem Heck nach nicht einmal einer Runde vorzeitig abstellen.

Teamkollege und Titelverteidiger Sebastian Vettel hatte wegen Problemen an dem Auto an seinen beiden Einsatztagen zuvor nur elf Runden geschafft. Außer einer falsch montierten Feder hatten Probleme am Hybridsystem ERS von Lieferant Renault für die langen Zwangspausen gesorgt.

Renault räumte Schwierigkeiten mit der Technik ein. "Es ist offensichtlich, dass wir Probleme haben", sagte Motorenchef Remi Taffin. "Man muss sich vorstellen, dass eine solche Antriebseinheit aus unzähligen Komponenten besteht. Wenn da eine ausfällt, dann ist nicht viel zu machen", sagte Taffin.

Angeblich hat Renault das fehlerhafte Teil bereits identifiziert und wird es austauschen. "Das gehört zum Testen dazu", so Taffin. Seit dieser Saison fährt die Formel 1 mit neuen Turbomotoren, die zusammen mit dem ERS eine komplexe Einheit bilden.

Während Renault Probleme hat, zeigten die beiden anderen Motorenhersteller bereits, wie es geht. Inklusive der Silberpfeile absolvierten die Autos mit den Mercedes-Motoren an den ersten beiden Tagen 248 Runden, die Ferrari-Boliden inklusive der Scuderia 138.

buc/dpa/sid



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