Training in Imola Schumacher fährt erneut hinterher

Von der groß angekündigten Aufholjagd des Weltmeisters war beim freien Training zum Grand Prix von San Marino nicht viel zu sehen. Michael Schumacher hatte einen deutlichen Rückstand auf den Silberpfeil-Piloten Pedro de la Rosa, der Tagesbestzeit fuhr.


Weltmeister Schumacher: Warten auf bessere Zeiten
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Weltmeister Schumacher: Warten auf bessere Zeiten

Imola - Schumacher fuhr im ersten freien Training zum 4. von 19 WM-Läufen nur auf Platz sechs. Der Ferrari-Pilot lag in der Gesamtwertung der beiden Stunden in 1:22,025 Minuten 1,541 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten de la Rosa im McLaren-Mercedes. Platz zwei sicherte sich bei strahlendem Sonnenschein der britische BAR-Honda-Pilot Jenson Button in 1:21,052 Minuten.

Der Spanier de la Rosa, der mit 1:20,484 Minuten die Tagesbestzeit aufstellte, kommt als Testfahrer im dritten McLaren-Mercedes nur am Freitag zum Einsatz. Das Rennen am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) bestreitet Alexander Wurz. Der Österreicher (1:22,174), der den verletzten Juan Pablo Montoya ersetzt, wurde Achter, sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen (1:21,704) belegte Rang drei. "Ein guter Auftakt, aber kein Grund, davon auf den Sonntag zu schließen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, "ich sehe uns hier nicht als Siegkandidaten."

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Ferraris Pleitenserie

Es ist das Heimspiel für Ferrari und traditionell ein gutes Pflaster für den Weltmeister. Doch auch beim Training zum Grand Prix von San Marino fährt Michael Schumacher hinterher. Die angekündigte Aufholjagd - nur heiße Luft?

Michael Schumacher, der die vergangenen drei Jahre in Imola siegte und dort ingesamt schon sechsmal gewinnen konnte, blieb beim Test für das Ferrari-Heimspiel am Sonntag zudem knapp hinter WM-Spitzenreiter Fernando Alonso. Der spanische Renault-Pilot fuhr im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in 1:21,899 Minuten auf Rang fünf.

"Wir sind ganz gut sortiert", sagte Schumacher dennoch, "wir haben ein gutes Auto und ein gutes Paket, es geht ziemlich eng zu." Im Vorwege des ersten Grand Prix dieser Saison auf europäischem Boden hatte der 36-Jährige angekündigt, eine Aufholjagd zu starten. "Die WM beginnt für mich in gewisser Weise hier", sagte Schumacher, "ich hoffe, dass wir zurückschlagen können."

Testsieger de la Rosa: Im Rennen nicht dabei
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Testsieger de la Rosa: Im Rennen nicht dabei

In der WM-Gesamtwertung liegt der siebenmalige Champion nach dem schlechtesten Saisonstart seiner F1-Karriere mit nur zwei Punkten 24 Zähler hinter Alonso. Der 23-Jährige, der diese Saison schon zweimal gewinnen konnte, sieht das Weltmeisterteam beim Rennen im Vorteil: "Ferrari ist Favorit." Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello aus Brasilien freilich wurde in 1:22,048 nur Siebter.

Der wegen einer Nackenzerrung leicht gehandicapte Nick Heidfeld wurde im BMW-Williams mit 1:23,086 Minuten trotz eines neuen Motors nur 14. Ralf Schumacher (1:23,466), der seit seinem ersten Grand-Prix-Sieg auf dem 4,933 Kilometer langen Kurs 2001 in Imola immer punkten konnte, landete im Toyota auf Platz 16.



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