Weitere Ferrari-Niederlage Barrichello muss sich Hans geschlagen geben

Da kann Rubens Barrichello noch so viel fluchen. Wie jeder Formel-1-Fahrer hat auch der Ferrari-Pilot die neue Kopf- und Nackenschutztechnik zu benutzen. Er müsse sich wohl oder übel mit Hans anfreunden, gestand Michael Schumachers brasilianischer Teamkollege.


Rubens Barrichello: "Wie ein Interview mit einem defekten Mikrofon"
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Rubens Barrichello: "Wie ein Interview mit einem defekten Mikrofon"

Mailand - "Ich kann nicht verstehen, warum wir zu etwas gezwungen werden, was körperliche Schmerzen verursacht. Das ist doch ein Witz", klagte Barrichello in der "Gazzetta dello Sport". Er fühle sich bei der Arbeit im Cockpit stark eingeschränkt, so der Brasilianer. "Das ist, als wenn man ein Interview mit einem defekten Mikrofon machen müsste. Aber alle Diskussionen bringen nichts. Ich muss damit leben."

Anfang der Woche hatte der Automobil-Weltverband Fia endgültig entschieden, dass der vorgeschriebene Kopf- und Nackenschutz Hans (Head and Neck Support) für alle Fahrer verpflichtend sei. Barrichello war vergangenes Wochenende beim Großen Preis von Malaysia ohne Hans Zweiter geworden, nachdem die Rennkommissare ihm eine Ausnahmegenehmigung erteilt hatten.

Beim Saisonstart in Melbourne zwei Wochen zuvor hatte Barrichello das Sicherheitssystem für sein Ausscheiden verantwortlich gemacht. Bis zum Großen Preis von Brasilien am 6. April will Ferrari ein passendes Hans-System für den 30-Jährigen finden. Derzeit wird ein Modell mit doppeltem Sicherheitsband getestet.

Der englische Minardi-Pilot Justin Wilson musste wegen Lähmungserscheinungen im Arm nach dem Rennen in Sepang sogar in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Hans soll schuld gewesen sein. Die Bänder des Sicherheitssystems hatten sich verschoben und bei Wilson einen Nerv eingeklemmt.



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