WM-Sieg mit Williams Nico Rosberg will es dem Vater nachmachen

Sein Vater Keke war mit dem gleichen Team bereits 1982 Formel-1-Weltmeister. Nun will Nico Rosberg die Familientradtion fortsetzen. Bei der Präsentation des neuen Williams-Boliden zeigte sich der 20-Jährige schon äußerst selbstbewusst.


Grove - "Ich wäre kein richtiger Rennfahrer, wenn der WM-Titel nicht mein Ziel wäre. Ich will versuchen der Beste zu sein und zu gewinnen", sagte Rosberg heute bei der Vorstellung des neuen FW 28 im Werksmuseum des Rennstalls im englischen Grove. Für das Team zu fahren, bei dem sein Vater vor 24 Jahren Weltmeister wurde, sei etwas ganz besonderes, sagte der Pilot.

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Williams-Präsentation: Nico und Keke

Von den Team-Verantwortlichen wird Rosberg, der vergangenes Jahr souverän die GP2-Rennserie gewonnen hat, hoch gelobt. "Er ist schon sehr reif für sein Alter und hat über 400 Rennen absolviert, das ist sehr bemerkenswert. Er ist ein Pfund für die Zukunft und ich hoffe, dass wir ihm weiterhelfen können, sich zu entwickeln", erklärte Teamdirektor Patrick Head. "Es sieht sehr gut aus, was er macht", pflichtete Frank Williams bei. Der Teamchef hat für die kommende Saison hohe Erwartungen: "Wir wollen unter die Top drei der Konstrukteurswertung." Die Briten gewannen neun Team-WM-Titel ein und feierten 113 Grand-Prix-Siege. "Wir wollen vor einigen anderen liegen", betonte Head.

Stammfahrer neben Rosberg ist der Australier Mark Webber. Erster Testpilot ist der Österreicher Alexander Wurz, der von McLaren-Mercedes zu Williams kam. Er wird auch im Training am Freitag vor den Grand-Prix-Wochenenden den dritten Williams-Wagen fahren. Zweiter Testpilot ist der Inder Narain Karthikeyan.

Der Williams-Rennstall hatte sich nach der vergangenen Saison von Partner BWM getrennt und fährt nun mit Cosworth-Motoren. Äußerlich folgt der FW 28 den Trends, die bereits bei den Präsentationen von Toyota, BMW-Williams, Honda und Ferrari deutlich wurden: Auf Grund des neuen V8-Motors, der weniger Platz benötigt, ist auch der neue Williams noch taillierter. Der Frontflügel ist ähnlich wie beim neuen Wagen von McLaren-Mercedes geschwungen. Auffällig sind zwei Flügel an den Seitenkästen.



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