Frauen-WM 2011 Fifa sperrt Nationalspielerin Äquatorialguineas

Erst für Spanien, dann für Äquatorialguinea: Stürmerin Jade Boho wollte für zwei Nationen Länderspiele bestreiten - und wurde nun von der Fifa für zwei Monate gesperrt. Somit verpasst die 25-Jährige die Weltmeisterschaft in Deutschland.

Spielerinnen Äquatorialguineas: Emiliana für Jade Boho nachnominiert
dapd

Spielerinnen Äquatorialguineas: Emiliana für Jade Boho nachnominiert


Hamburg - Die Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland hat ihren ersten kleinen Skandal: Jade Boho, Nationalstürmerin Äquatorialguineas, wurde von der Fifa für zwei Monate und somit auch für die WM gesperrt. Die 25-Jährige spielte in der jüngeren Vergangenheit bereits für die spanische Nationalmannschaft. Ein Verbandswechsel und damit der Einsatz für Äquatorialguinea ist laut Fifa-Statuten nicht zulässig.

Die Fifa-Abteilungsleiterin Tatjana Haenni hatte schon am Wochenende der "FAZ" bestätigt, dass Boho A-Länderspiele für Spanien bestritten hat. Nun bestätigte die Fifa die Sperre offiziell. Bisher war lediglich bekannt, dass die 25-Jährige 2004 bei der U19-Europameisterschaft für Spanien gespielt hatte. Beim Turnier in Finnland hatte Jade Boho mit dem Führungstreffer im Finale gegen Deutschland großen Anteil am 2:1-Erfolg ihrer Mannschaft gehabt.

Für die gesperrte Jade Boho durfte der WM-Debütant aus Afrika die Spielerin Emiliana nachnominieren. Äquatorialguinea absolviert am Mittwoch (15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Augsburg gegen Norwegen sein erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft.

Schon vor dem Turnier war die Mannschaft verdächtigt worden, sich regelwidrig Vorteile verschafft zu haben. So gab es unbewiesene Vorwüfe von Nigeria, dass in der Qualifikation Männer für Äquatorialguinea gespielt hätten. Der Verband hatte anschließend die Schwestern Bilinguisa und Salimata Simpore nicht für das Turnier nominiert.

Zudem gab es Zweifel, ob die Einbürgerungen von insgesamt sieben Brasilianerinnen den Fifa-Regeln entsprechen. Diese müssten, um für Äquatorialguinea spielberechtigt zu sein, entweder Vorfahren aus dem Land haben oder mindestens fünf Jahre dauerhaft in dem Land leben. Nach Informationen der "FAZ" sollen Beobachter des afrikanischen Fußballs stark daran zweifeln, dass diese Vorraussetzungen erfüllt sind.

leh/dpa

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Seite 1
krafts 29.11.2010
1.
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland? 2011 messen sich die besten Frauenteams der Welt. Kann das deutsche Team seinen Titel erfolgreich verteidigen? Wird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Ich gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Kanzla87 29.11.2010
2.
Zitat von kraftsIch gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Aus welchem Grund?
Rockker, 29.11.2010
3.
Ein Wettbwerb aus der Kategorie *EIKS, aber dank den deutschen Medien wird er gehypt zu dem nächsten unsänglichen "Sommermärchen" wo die deutsche NM, alle Gegner sowieso mit 22:0 schlagen wird... *Eigentlich Interessiert Keine Sau
Flosse, 29.11.2010
4. Zu wünschen wäre es...
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland? 2011 messen sich die besten Frauenteams der Welt. Kann das deutsche Team seinen Titel erfolgreich verteidigen? Wird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Die Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
CaptainSubtext 29.11.2010
5. !
Zitat von FlosseDie Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
mmmmh. Wenn die Damenelf noch nicht mal in der Lage ist gegen eine Vereins-B-Jugend zu gewinnen, wieso.....?
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