Frauenfußball-WM Zwei Nordkoreanerinnen positiv auf Doping getestet

Der Frauenfußball-WM droht ein Dopingskandal: Zwei Spielerinnen der nordkoreanischen Nationalmannschaft sind positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Als Folge bestellte die Fifa das gesamte Team nach dem letzten Gruppenspiel zum Dopingtest.

Team Nordkorea: Auf dem Weg zur Gruppen-Dopingkontrolle
dapd

Team Nordkorea: Auf dem Weg zur Gruppen-Dopingkontrolle


Hamburg - Der nächste Dopingfall bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft: In den Dopingproben zweier nordkoreanischer Spielerinnen sind verbotene Substanzen entdeckt worden. Die betroffenen Fußballerinnen wurden nach der positiven A-Probe kurzfristig aus der Aufstellung für das letzte Gruppenspiel der Nordkoreaner gegen Kolumbien (0:0) gestrichen. Nach dem Abpfiff mussten alle 19 verbliebenen Spielerinnen des Kaders zur Dopingkontrolle erscheinen.

"Das ist ein einmaliger Vorgang bei Weltmeisterschaften. Aber wenn es zwei positive Proben in einer Mannschaft gibt, schreiben die Regularien dieses Prozedere vor", sagte Dr. Jiri Dvorak, der Chefmediziner des Weltfußballverbandes Fifa.

Die betroffenen Spielerinnen waren nach den ersten beiden Partien gegen die USA (0:2) und Schweden (0:1) getestet worden. Die Proben wurden in einem Labor der Welt-Anti-Doping-Agentur in Kreischa untersucht und anschließend an das Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln unter Leitung von Professor Dr. Wilhelm Schänzer weitergereicht. Man habe eine zweite Meinung einholen wollen, sagte Dvorak: "Heute ist ein sehr trauriger Tag." Vom nordkoreanischen Trainerstab oder Verband gab es am Mittwochabend noch keine Stellungnahme zu dem Vorfall.

Schon der zweite Dopingfall bei der Fußball-WM in Deutschland

Es ist bereits der zweite Dopingfall im laufenden Turnier: Eine am 25. Juni durchgeführte A-Probe der kolumbianische Torhüterin Yineth Varon hatte ebenfalls ein positives Ergebnis erbracht, es erfolgte eine provisorische Sperre. Die Spielerin hat nach Angaben des kolumbianischen Verbandes inzwischen die Öffnung der B-Probe beantragt. "Die Information wird momentan untersucht. Erst wenn Klarheit herrscht, möchte ich darüber sprechen. Wir werden uns zu gegebener Zeit äußern", sagte Kolumbiens Trainer Ricardo Rozo.

Für Nordkorea ist die WM ohnehin bereits nach der Vorrunde beendet. Das Team konnte sich in der Gruppe C nicht durchsetzen und wurde Dritter hinter Schweden und den USA, die sich beide für das Viertelfinale qualifiziert haben.

bka/sid/dpa

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krafts 29.11.2010
1.
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland? 2011 messen sich die besten Frauenteams der Welt. Kann das deutsche Team seinen Titel erfolgreich verteidigen? Wird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Ich gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Kanzla87 29.11.2010
2.
Zitat von kraftsIch gehe mal davon aus, dass die Frauen-WM auch im eigenen Land nicht mit der von 2006 vergleichen kann. Auch bei vielen Fußballinteressierten wird sich das Interesse ziemlich in Grenzen halten.
Aus welchem Grund?
Rockker, 29.11.2010
3.
Ein Wettbwerb aus der Kategorie *EIKS, aber dank den deutschen Medien wird er gehypt zu dem nächsten unsänglichen "Sommermärchen" wo die deutsche NM, alle Gegner sowieso mit 22:0 schlagen wird... *Eigentlich Interessiert Keine Sau
Flosse, 29.11.2010
4. Zu wünschen wäre es...
Zitat von sysopVom Sommermärchen 2006 schwärmen die Fans noch heute. Was bringt die nächste Fußball-WM in Deutschland? 2011 messen sich die besten Frauenteams der Welt. Kann das deutsche Team seinen Titel erfolgreich verteidigen? Wird die Stimmung so ausgelassen sein wie 2006?
Die Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
CaptainSubtext 29.11.2010
5. !
Zitat von FlosseDie Stimmung wird wohl kaum so ausgelassen sein wie 2006, weil es auch einfach viel kleinere Stadien sind. Das Medieninteresse wird da sein, aber ob die Fans so mitziehen? Zu wünschen wäre es. Ich fände es übrigens auch klasse, wenn mal die Herren-N-11 gegen die Damen-N-11 spielen würde. Vor vier Jahren waren die Frauen zumindest spielerisch überlegen...
mmmmh. Wenn die Damenelf noch nicht mal in der Lage ist gegen eine Vereins-B-Jugend zu gewinnen, wieso.....?
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