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28. April 2018, 17:23 Uhr

Fußballbundesliga

Kölns Abstieg ist besiegelt

Der 1. FC Köln erlebt eine Horrorsaison, den ersten Sieg gab es nach 17 Spielen. Nach der Niederlage in Freiburg steht fest: Der FC ist aus der Bundesliga abgestiegen.

Fußballbundesligist Köln spielt in der kommenden Saison in der Zweiten Liga. Nach dem 2:3 (0:1) beim SC Freiburg ist der FC nach 32 von 34 Spieltagen nicht mehr zu retten. Für Köln ist es der sechste Abstieg der Vereinsgeschichte.

Nach dem Abpfiff in Freiburg gingen Kölns Profis gesammelt in Richtung Gästefanblock. Dort wurde die Mannschaft vom FC-Anhang besungen und beklatscht. Schon in den vergangenen Wochen hatten die Fans das Team mit Zuneigung überschüttet. Dabei stand der Abschied aus der Bundesliga seit Wochen so gut wie fest.

Nun hat Köln Gewissheit nach einer Saison, die geprägt war von einem historischen Negativlauf samt anschließenden Formhochs, die viele FC-Fans immer wieder auf die Rettung hoffen ließen.

In die Spielzeit startete Europacup-Teilnehmer Köln mit 16 Spielen ohne Sieg, Trainer Peter Stöger und Sportdirektor Jörg Schmadtke mussten gehen. Unter Coach Stefan Ruthenbeck fing sich das Team zwar, in der Rückrundentabelle belegt es den zwölften Platz. Doch für den Klassenerhalt war das nicht genug.

Vor dem Spiel in Freiburg hatte der FC nur noch theoretische Chancen auf den Relegationsplatz. Wie eine Mannschaft, die an den Klassenerhalt glaubt, trat Köln dann zunächst auch nicht auf. Bereits nach einer Viertelstunde gerieten die Gäste in Rückstand, als Freiburgs Mike Frantz in den Strafraum flanken durfte; dort wurde SC-Stürmer Nils Petersen nicht entscheidend bedrängt, sein Kopfball landete zum 1:0 im Tor (14. Minute).

Christian Günter vergab die Chancen aufs zweite SC-Tor. Freiburgs Außenverteidiger traf den Ball bei einem Strafstoß so schwach, dass Kölns Torwart Timo Horn den Schuss sogar festhalten konnte (23.). Zuvor hatte Marco Höger Petersen gefoult. Petersen selbst traf dann in der zweiten Hälfte zum 2:0. Es war ein Tor, das es so in der Bundesliga nicht oft zu sehen gibt: Ein simpler Torwartabschlag landete nach einer Kopfballverlängerung im Lauf des Angreifers, der mühelos vollendete (52.).

So ganz kampflos wollte sich FC dann aber nicht geschlagen geben. Leonardo Bittencourt (81.) gelang der Anschlusstreffer, kurz darauf traf der 24-Jährige sogar zum Ausgleich (87.). Das war nicht der Schlusspunkt der Partie, sondern der Auftakt zu verrückten finalen Minuten: Erst vergaben Lucas Höler und Janik Haberer Chancen für Freiburg, auf der Gegenseite scheiterte Claudio Pizarro, dann fiel doch noch das 3:2 für die Gastgeber durch Höler.

Die erste Hälfte verschlafen, dann ein Comeback gefeiert, das aber nicht genügt hat: Ein wenig glichen diese 90 Minuten von Freiburg dem Kölner Saisonverlauf.

mon

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