Nach Arsenal-Spiel Köln legt Protest gegen Uefa-Urteil ein

Der 1. FC Köln akzeptiert die Bestrafung durch die Uefa nach den Tumulten rund um das Europa-League-Spiel beim FC Arsenal nicht. Die Kölner Fans seien für die teilweise chaotischen Szenen am Einlass nicht verantwortlich gewesen, so der FC.

Fan-Stau Kölner Anhänger vor dem Arsenal-Stadion
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Fan-Stau Kölner Anhänger vor dem Arsenal-Stadion


Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat fristgerecht Berufung gegen die harte Strafe der Europäischen Fußball-Union nach den Vorfällen im Europa-League-Spiel beim FC Arsenal (1:3) eingelegt. "Auch nach eingehender Analyse der Urteilsbegründung ist für uns nicht nachvollziehbar, dass das Fehlverhalten einer kleinen Minderheit von Fans eine derart drastische Strafe gegen den Club nach sich ziehen soll", sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Zudem sei es aus Sicht des FC offensichtlich, dass Teile der Probleme rund um den Einlass durch ein mangelhaftes Konzept der Londoner Verantwortlichen verursacht wurden. Der FC hat fünf Tage Zeit, seine Berufung nun schriftlich zu begründen.

Die Uefa hatte den Tabellenletzten der Bundesliga zu einer Geldstrafe von 60.000 Euro verurteilt. Zudem haben die Kölner laut Uefa 30 Tage Zeit, Arsenal die durch die FC-Anhänger entstandenen Schäden zu ersetzen. Darüber hinaus darf der Bundesligist für das nächste Europacup-Auswärtsspiel keine Karten an seine Anhänger verkaufen - diese Strafe wurde allerdings für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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Aktuell rechnet der FC damit, unter Bewährung zu spielen. "Wir gehen davon aus, dass unsere Fans wie gegen Bate Borissow auch gegen Arsenal niemandem einen Anlass bieten, die Bewährung noch vor dem abschließenden Gruppenspiel in der Europa League bei Roter Stern Belgrad am 7. Dezember zu widerrufen", sagte Wehrle.

Dem FC werden Fan-Ausschreitungen, das Zünden von Feuerwerkskörpern, das Werfen von Gegenständen und Sachbeschädigungen vorgeworfen. Beim ersten Kölner Europacup-Spiel seit 25 Jahren hatten am 14. September 50 FC-Anhänger versucht, gewaltsam in einen Block einzudringen. Es gab eine Schlägerei im Block, zweimal wurden Bengalos gezündet. Unabhängig von diesem Vorfall war der Anpfiff aus Sicherheitsgründen um eine Stunde verschoben worden.

aha/sid



insgesamt 2 Beiträge
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aurichter 06.11.2017
1. Völlig überzogen
dieses Strafmaß, aber ist ja nur Köln. Die Kölner haben doch Recht mit der Anklage gegen den Londoner Club, die vermutlich wirklich total überfordert waren und jetzt den Schwarzen Peter weiterschieben wollen. Diese drakonischen Strafen wünscht man sich gelegentlich für türkische Vereine, die bei EL Spielen durch hemmungslose Fans hier in deutschen Stadien - von türkischen Stadien wollen wir gar nicht erst reden - für kopfschüttelnde Szenarien incl Pyrotechnick sorgen. Da passiert wenig bis gar nichts! Aber hier an den Kölnern ein Exempel statuieren. Wieder einmal typisch UEFA !
Levator 06.11.2017
2. Ist ja klar
"Auch nach eingehender Analyse der Urteilsbegründung ist für uns nicht nachvollziehbar, dass das Fehlverhalten einer kleinen Minderheit von Fans eine derart drastische Strafe gegen den Club nach sich ziehen soll"... Auch nach eingehender Analyse des Kölner-Fan-Verhaltens ist es für das breite Fußballpublikum nicht nachvollziehbar, warum ein Teil dieses aggressiven Personenkreises, einen gewissen Herrn Hopp öffentlich beleidigen und diffamieren darf und deswegen straffrei aus dem eigenen Stadion laufen darf, obwohl offiziell vom Verein bekannt. So macht es Sinn, liebe Kölner! Und vor allem: Liebe Kölner Verantwortliche!
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