Drei Teilausschlüsse DFB bestraft 1. FC Köln hart für Zuschauervergehen

In drei Bundesliga-Heimspielen muss der 1. FC Köln ohne einen Teil seiner Zuschauer auskommen. Das ist die Bestrafung des DFB für die Ausschreitungen einiger Kölner Fans in Mönchengladbach. Dazu kommen weitere Sanktionen.

Kölner Fans in Mönchengladbach: Geldstrafe und personalisierte Tickets
DPA

Kölner Fans in Mönchengladbach: Geldstrafe und personalisierte Tickets


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Der 1. FC Köln ist für die Ausschreitungen seiner Fans nach dem Derby bei Borussia Mönchengladbach hart bestraft worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte den Bundesligisten zu drei Zuschauer-Teilausschlüssen und 200.000 Euro Geldstrafe, von denen 120.000 Euro in infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen zu investieren sind. Ein Geisterspiel ohne Zuschauer blieb den Kölnern damit allerdings erspart.

Die Maßnahmen gibt der DFB anhand eines Auflagenkatalogs vor. Zudem darf der Verein bis zum Saisonende nur noch personalisierte Eintrittskarten zu Auswärtsspielen ausgeben.

Der Zuschauerausschluss betrifft die Spiele gegen 1899 Hoffenheim (12. April), Bayer Leverkusen (26. April) und Schalke 04 am 32. Spieltag (8. bis 10. Mai). Die Stehplatzbereiche der Blöcke S3 und S4 im Unterrang der Südtribüne müssen leer und geschlossen bleiben.

Etwa 30 Personen in weißen Overalls hatten nach der Derbyniederlage in Mönchengladbach (0:1) am 14. Februar den Platz gestürmt. Es kam zu Jagdszenen auf dem Feld, Handgreiflichkeiten mit der Polizei und den Ordnungskräften. Zwei Randalierer wurden festgenommen, ein Polizist wurde verletzt.

Der 1. FC Köln entzog der Ultra-Gruppierung "Boyz" daraufhin den Fanklub-Status und schloss sie aus der AG Fankultur aus. Zudem sprach der Verein 45 Stadionverbote aus, von denen inzwischen sechs wieder aufgehoben sind. Schon im Vorjahr war der 1. FC Köln auf Bewährung zu einem Teilausschluss der Fans in zwei Fällen verurteilt worden.

chp/sid



insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
petruz 12.03.2015
1. hart?
finde das sehr glimpflich.
petruz 12.03.2015
2. nur 2 blöcke gesperrt
nicht der ganze unterrang! laut fc homepage.
Herbert Werner 12.03.2015
3. Frage
Was kann eigentlich ein Verein unternehmen, um zu verhindern, dass irre Chaoten in einem fremden (!) Stadion randalieren? Ohne Hausrecht, ohne eigene Ordungskräfte. Appelle an diese Irren? Das sind keine Fans, denen das Wohl des Vereins am Herzen liegt. Die wollen Krawall und sonst garnix. Hier helfen nur saftige Strafen gegen solche Strolche, die man idendifizieren kann. Wenn die Ersten Geldstrafen in 5-stelliger Höhe bekommen ist Ruhe. Vorher nicht.
_spiegelvorhalter 12.03.2015
4. Asoziale hüben wie drüben
Als Unternehmer hafte ich für meine Subunternehmer mit, das macht auch Sinn. Aber warum ein Fußballverein für das Fehlverhalten einiger Irrer haften soll, die er nicht beauftragt hat zu erscheinen, und die er schon gar nicht zu deren unsinnigen Treiben animiert hat, das verstehe wer will. Es handelt sich nicht einmal um Menschen mit gleichen Interessen (Wohlergehen des Vereins), was der verursachte Schaden eindrucksvoll belegt. Daher sind es auch keine _Fans_ im ursprünglichen Sinne, vermutlich nichtmal Vereinsmitglieder. Und was ist überhaupt passiert? Ein paar Verkleidete sind in einem Fußballstadion bis zur Mittellinie gelaufen, dort hat sie der Mut verlassen und sie sind wieder zurück gerannt. Zwei Polizeibeamte mit leichten Prellungen (auweia!), marginaler materieller Schaden. Dafür eine drakonische Bestrafung des falschen. Danke DFB, setzen, sechs weil asozial!
eisenfuss66 12.03.2015
5. Wo ist die Härte?
Ich kann die Härte der Bestrafung für den 1.FC Köln nicht erkennen. Es ist ja nicht das erste mal, dass der FC und seine Fans extrem negativ aufgefallen sind. Und bisher hat der Verein nichts dagegen getan. Da wären ein bis zwei komplette Geisterspiele angesagt gewesen.
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