Drei Teilausschlüsse DFB bestraft 1. FC Köln hart für Zuschauervergehen

In drei Bundesliga-Heimspielen muss der 1. FC Köln ohne einen Teil seiner Zuschauer auskommen. Das ist die Bestrafung des DFB für die Ausschreitungen einiger Kölner Fans in Mönchengladbach. Dazu kommen weitere Sanktionen.
Kölner Fans in Mönchengladbach: Geldstrafe und personalisierte Tickets

Kölner Fans in Mönchengladbach: Geldstrafe und personalisierte Tickets

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Hamburg - Der 1. FC Köln ist für die Ausschreitungen seiner Fans nach dem Derby bei Borussia Mönchengladbach hart bestraft worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilte den Bundesligisten zu drei Zuschauer-Teilausschlüssen und 200.000 Euro Geldstrafe, von denen 120.000 Euro in infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen zu investieren sind. Ein Geisterspiel ohne Zuschauer blieb den Kölnern damit allerdings erspart.

Die Maßnahmen gibt der DFB anhand eines Auflagenkatalogs vor. Zudem darf der Verein bis zum Saisonende nur noch personalisierte Eintrittskarten zu Auswärtsspielen ausgeben.

Der Zuschauerausschluss betrifft die Spiele gegen 1899 Hoffenheim (12. April), Bayer Leverkusen (26. April) und Schalke 04 am 32. Spieltag (8. bis 10. Mai). Die Stehplatzbereiche der Blöcke S3 und S4 im Unterrang der Südtribüne müssen leer und geschlossen bleiben.

Etwa 30 Personen in weißen Overalls hatten nach der Derbyniederlage in Mönchengladbach (0:1) am 14. Februar den Platz gestürmt. Es kam zu Jagdszenen auf dem Feld, Handgreiflichkeiten mit der Polizei und den Ordnungskräften. Zwei Randalierer wurden festgenommen, ein Polizist wurde verletzt.

Der 1. FC Köln entzog der Ultra-Gruppierung "Boyz" daraufhin den Fanklub-Status und schloss sie aus der AG Fankultur aus. Zudem sprach der Verein 45 Stadionverbote aus, von denen inzwischen sechs wieder aufgehoben sind. Schon im Vorjahr war der 1. FC Köln auf Bewährung zu einem Teilausschluss der Fans in zwei Fällen verurteilt worden.

chp/sid
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