1. FC Nürnberg Bewährungsstrafe für Passfälscher Stoilov

Der Fußballprofi Stoicho Stoilov vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg ist wegen Urkundenfälschung zu einer Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden.


Stoicho Stoilov (r.): Wirklich nichts gewusst?
DPA

Stoicho Stoilov (r.): Wirklich nichts gewusst?

Nürnberg - Darüber hinaus verhängte das Amtsgericht Nürnberg gegen Stoilov am Montag eine Geldbuße von 70.000 Mark. Nach Ansicht des Gerichts war der heute 30-jährige Bulgare im Juni 1999 mit einem gefälschten griechischen Pass nach Deutschland eingereist.

Beim Ausländeramt der fränkischen Stadt hatte sich Stoilov mit der Fälschung eine Aufenthaltsgenehmigung für EU-Bürger erschlichen. Die Urkundenfälschung war im April von der Nürnberger Ausländerbehörde entdeckt worden.

Stoilov mimte den Unschuldigen

Stoilov selbst will von der Fälschung seines Passes nichts gewusst haben. Das Dokument sei von seinem früheren bulgarischen Verein Liteks Lowetsch ausgestellt worden. Er habe gedacht, er sei von einer griechischen Familie adoptiert worden, hatte Stoilov in der Verhandlung glaubhaft machen wollen.

Die Vereinsspitze des 1. FC Nürnberg sieht mit dem Urteil das Vertrauensverhältnis zu ihrem Spieler nicht zwangsläufig belastet. Vor einer endgültigen Stellungnahme wolle sich der Verein aber noch juristisch beraten lassen, erklärte eine "Club"-Sprecherin am Montag. In der laufenden Spielzeit war Stoilov mit bislang fünf Einsätzen nicht über den Status eines Ersatzspielers hinausgekommen.



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