1. FC Nürnberg Geenen gibt klein bei

Auf Druck des Hauptsponsors entschuldigt sich Nürnbergs Manager Edgar Geenen für seine wüsten Spieler-Beschimpfungen.


FCN-Manager Edgar Geenen: "Meine Wortwahl war zu drastisch"
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FCN-Manager Edgar Geenen: "Meine Wortwahl war zu drastisch"

Nürnberg - "Ich möchte betonen, dass ich die Art und Weise, in der diese Aussagen gefallen sind, bedauere", sagte Geenen am Montag. Er habe zu keiner Zeit einen Spieler direkt angesprochen, sondern lediglich die Zustände beschrieben. Der Manager des Bundesliga-Aufsteigers hatte am vergangenen Donnerstag einen Teil der Nürnberger Profis unter anderem mit den Worten "Ihr seid Müll", "Ihr seid wie Lepra" und "Verpisst euch" beleidigt.

"Meine Wortwahl war zu drastisch. Besonders kann ich die Empörung des Aussätzigenhilfswerkes nachvollziehen, da ich selbst den größten Respekt vor diesen Krankheiten habe", ruderte Geenen zurück, "ich wollte niemanden diskriminieren und werde derartige Aussagen auch nicht wiederholen. Das werde ich gegenüber den Betroffenen auch zum Ausdruck bringen."

Hauptsponsor drohte mit Kündigung

Der Hauptsponsor des Bundesliga-Schlusslichts, der Personaldienstleister Adecco, hatte dem "Club" mit dem vorzeitigen Ausstieg aus dem mit 6,5 Millionen Mark pro Saison dotierten Vertrag gedroht. "Wir wollen mit solchen Äußerungen nicht in Verbindung gebracht werden. Das passt nicht in unsere Zeit, nicht in unser Land und nicht zu Adecco. Sollte der Verein keine vernünftige Lösung finden, müssen wir unser Engagement überdenken."

Der 1. FC Nürnberg betonte am Montag, dass eine Trennung von Geenen nie ein Thema gewesen sei. "Das stand und steht nicht zur Debatte. Wir werden auch in den kommenden Monaten hart daran arbeiten, dass der 1. FC Nürnberg das Saisonziel Klassenerhalt erreicht", erklärte Präsident Michael A. Roth. Zudem erklärte sich der 1. FC Nürnberg "unverändert überzeugt" von der Richtigkeit der in der Vorwoche beschlossenen Teilung des Kaders in eine A- und B-Gruppe.



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