Beierlorzer neuer Trainer beim FSV In neun Tagen von Köln nach Mainz

Achim Beierlorzer hat kurz nach seiner Freistellung beim 1. FC Köln einen neuen Job. Sein schneller Wechsel nach Mainz sei eine "kuriose Situation", sagt der Trainer.

Achim Beierlorzer
Bongarts/Getty Images

Achim Beierlorzer


Am 9. November war Achim Beierlorzer als Trainer beim 1. FC Köln freigestellt worden, nun hat er einen Vertrag beim Bundesliga-Konkurrenten Mainz 05 unterschrieben. Man habe sich mit dem 51-Jährigen auf eine Zusammenarbeit bis 2022 geeinigt, teilte der FSV am Montag mit.

"Sicherlich ist dies eine kuriose Situation im Fußball: Vor einer Woche war ich noch Trainer in Köln, nun werde ich in Mainz als Chefcoach vorgestellt", wird Beierlorzer zitiert. "In diesem Geschäft kann es manchmal schnell gehen, besonders wenn es einfach passt." Die Fußballphilosophie der Mainzer decke sich mit seiner eigenen.

Mainz 05 hatte seinen Trainer Sandro Schwarz am 10. November freigestellt. Der 41-Jährige trug die Verantwortung für zwei FSV-Negativrekorde innerhalb einer Woche. Auf die höchste Liga-Niederlage bei RB Leipzig (0:8) war gegen Aufsteiger Union Berlin die achte Saison-Niederlage (2:3) gefolgt, so viele hatte es nach elf Spieltagen noch nie gegeben. Der FSV ist Drittletzter.

Bereits am vergangenen Freitag hatte der 1. FC Köln mitgeteilt, dass der Vertrag mit Beierlorzer aufgelöst worden sei. Dadurch konnte der Trainer seinen neuen Job in Mainz antreten.

Beierlorzer arbeitete seit 2017 als Trainer des Zweitliga-Aufsteigers Jahn Regensburg. Das Team führte er mit offensivem Fußball zweimal in die obere Tabellenhälfte der 2. Bundesliga. Vor der laufenden Saison zahlte dann der 1. FC Köln 700.000 Euro Ablöse für den Trainer. Nach nur sieben Punkten in elf Spielen stellte der FC seinen Coach aber frei. Der Klub hat noch keinen neuen Trainer vorgestellt.

Zum Wiedersehen zwischen Beierlorzer und dem 1. FC Köln kommt es am 26. Spieltag Mitte März, dann empfängt Mainz den FC.

ptz



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
feuerfloh 18.11.2019
1. Vorhersage
Morgen lesen wir dann, dass Sandro Schwarz als neuer Trainer in Köln vorgestellt wird, nachdem man festgestellt hat, dass Verein und Trainer die gleich Fußballphilosophie haben. Es ist schon ein lustiges Geschäft...
tairen 18.11.2019
2. Gratulation Mainz
Mainz hat damit einen großen Schritt zum Titel "Meister der Inkompetenz" gemacht...Bravo. Ein Trainer der gerade erst entlassen wurde und einen Söldner-Truppe, die sich kein Stück mit dem Verein identifiziert, was soll da denn bitte schief gehen? Die Antwort? Garnichts! Deswegen gibt man dem Trainer einen Vertrag bis 2022. Hoffentlich gilt der auch für die 2. Bundesliga.
schehksbier 18.11.2019
3. Unterhaltsam
sind dann stets die Sprüche um das neue Arbeitsverhältnis: Der Sportdirektor betont, welch außergewöhnliche Kompetenz der neue Trainer aufweist usw. usw. - der Trainer stellt heraus, welch großer Traum mit der Arbeit im neuen Verein wahr wird usw. usw. Die Manuskripte für das Geschwurbel könnten die Mainzer doch nach Köln weiterreichen, sie würden dann einfach erneut vorgetragen - auffallen würde das wohl kaum...
sevenharper 18.11.2019
4.
Zitat von tairenMainz hat damit einen großen Schritt zum Titel "Meister der Inkompetenz" gemacht...Bravo. Ein Trainer der gerade erst entlassen wurde und einen Söldner-Truppe, die sich kein Stück mit dem Verein identifiziert, was soll da denn bitte schief gehen? Die Antwort? Garnichts! Deswegen gibt man dem Trainer einen Vertrag bis 2022. Hoffentlich gilt der auch für die 2. Bundesliga.
Ich verstehe nicht warum dieser Begriff "Söldner-Truppe" immer wieder gebraucht wird. Was soll das bedeuten? Das die Spieler bezahlt werden? Das sind sie ja. Und zwar in jedem profi Verein. Bei profi Vereinen gibt's eben selten Spieler die aus der eigenen Stadt stammen (oder Umgebung). Wie viele solcher Spieler sich mit dem Verein identifizieren ist auch sehr fraglich. Wahrscheinlich nur in den ganz jungen Jahren. Und zum Trainer. Ja, es ist immer ein "maybe" dabei. Gestern Flop, Heute (vielleicht) Top. Es ist schwer einen Trainer zu finden der nicht irgendwo entlassen wurde.
kopi4 18.11.2019
5. Kölner Inkompetenz....
700 000 Ablöse an Regensburg, eine fixe Auflösung des Vertrags( Vulgo: Schöne Abfindung für Beierlorzer) und vier Tage später landet der bei Mainz. War auch 2017 nicht lustig als Stöger, Sonntags entlassen, am Donnerstag beim BVB vorgestellt wurde. Wer beim FC entlassen wird leider offensichtlich nicht an großen Trennungsschmerz.
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