Zweitliga-Fehde 1860 München "erstaunt" über Kritik von St. Paulis Sportchef

St.-Pauli-Sportchef Rettig hatte das Verhalten von 1860-München-Investor Ismaik beim Spiel am Wochenende öffentlich angeprangert. Das will dieser offenbar nicht auf sich sitzen lassen - der Verein keilt zurück.

Pauli-Sportchef Andreas Rettig
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Pauli-Sportchef Andreas Rettig


Fußball-Zweitligist TSV 1860 München fühlt sich vom FC St. Pauli ungerecht behandelt. "Die Löwen sind über den Stil des FC St. Pauli höchst erstaunt", hieß es in einer Stellungnahme der "Löwen" am Montagabend. "Solch ein Interview auf den vereinseigenen Medien zu veröffentlichen, zeugt weder von kollegialem Umgang noch von gegenseitigem Respekt."

St.-Pauli-Sportchef Andreas Rettig hatte nach dem 2:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft bei 1860 München am Samstag einInterview auf der Vereinshomepage veröffentlicht. Darin beschrieb er, wie angeblich VIPs des FC St. Pauli während des Spiels aufgefordert worden waren, ihre Plätze in unmittelbarer Nähe von 1860-Investor Hasan Ismaik zu verlassen, da sie gejubelt hatten. Rettig sagte, das Verhalten der Löwen-Verantwortlichen der letzten Wochen sollte "auch dem letzten Fußballfan in Deutschland die Augen geöffnet haben und sollte all denen, die nach Investoren schreien, Mahnung und Warnung zugleich sein."

Die unterschiedlichen Auffassungen der beiden Klubs seien kein Thema für die Medien, sondern sollten auf direktem Weg besprochen werden und intern bleiben, entgegnete nun 1860 München. "Aus diesem Grund haben wir uns trotz der Wiedergabe von falschen Informationen über die Vorkommnisse beim Hin- und beim Rückspiel nicht zu einer Gegendarstellung entschlossen, sondern uns unmittelbar an die Verantwortlichen des FC St. Pauli gewendet."

kry/dpa



insgesamt 53 Beiträge
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jal1988 06.03.2017
1. Liebe Sechziger
Bitte tut doch der Fußballwelt einen Gefallen und steigt einfach ab. Dann finden die wöchentlichen Peinlichkeiten wenigstens nicht mehr ganz so oft den Weg in die Presse. Am Anfang war es ja noch irgendwie unterhaltsam, aber mittlerweile ist es nur noch anstrengend und verursacht Kopfschütteln.
chiefseattle 06.03.2017
2. Jubeln?
Das mit dem Jubeln will man nun direkt klären. Ob der Scheich dabei ist?
micheleyquem 06.03.2017
3. Als wäre die Bundesliga nicht schon schlimm genug...
... nun proviliert sich auch die Zweite mit einem ganz den fussballerischen Leistungen angemessen Niveau. Ich wusste gar nicht, dass die sogar zahlende Zuschauer haben, mögen diese Leute denn keinen richtigen Fussball?
Crom 06.03.2017
4.
Zitat von chiefseattleDas mit dem Jubeln will man nun direkt klären. Ob der Scheich dabei ist?
Welcher Scheich? Nicht jeder reiche Araber ist automatisch ein Scheich.
kommentar52 06.03.2017
5. Nicht das erste Mal
Wenn es wie von Herrn Rettig beschrieben vorgefallen ist, ist es nicht das erste Mal, dass auf Anweisung von Herrn Ismaik Vertreter der Gastmannschaft zurecht gewiesen wurden. Das kann ich bezeugen, da selber dabei gewesen vor ein paar Spielzeiten in München.
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