1860 München - Frankfurt Häßler verhindert Heimpleite

Im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga ist Eintracht Frankfurt unter Rolf Dohmen auch in der dritten Partie ungeschlagen geblieben.


Thomas Häßler traf per Handelfmeter zum Ausgleich
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Thomas Häßler traf per Handelfmeter zum Ausgleich

München - Thomas Häßler bewahrte die Münchner "Löwen" vor einer Heimblamage. Neun Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte er mit einem Handelfmeter für den 2:2 (0:1)-Endstand. Vor 20.200 Zuschauern hatte die Eintracht nach Toren durch Chen Yang (22.) und Pawel Kryszalowicz (59.) bereits mit 2:0 geführt. Für den Münchner Anschlusstreffer sorgte Martin Max (72.). Die Eintracht blieb damit auch im dritten Spiel unter Sportdirektor und Aushilfscoach Dohmen unbesiegt.


Yangs toller Treffer


Der Teilerfolg für die Eintracht im Olympiastadion war auf Grund der größeren Spielanteile verdient. Mit einfachem, schnörkellosem Fußball wurde direkt nach vorn gespielt und das Tor von Münchens Keeper Simon Jentzsch immer wieder erheblich unter Druck gesetzt.

In der 19. Minute zirkelte Yang den Ball mit einem Drehschuss nur knapp neben den Pfosten, drei Minuten später sorgte er dann für die Führung. Einen weiten Abschlag von Dirk Heinen verlängerte Kryszalowicz, der sich gegen seinen überforderten Gegenspieler Achim Pfuderer durchsetzte, mit dem Kopf, und Yang versetzte den einige Meter vor seinem Tor stehenden Jentzsch mit einem 30-Meter-Schuss, der sich unter die Latte senkte.


Max traf zum 1:2


Die Aktionen der Gastgeber wirkten umständlich und behäbig. Häßler fand kaum Anspielstationen. Martin Max vergab zwei Chancen (12./48.) kläglich. Markus Schroth verpasste mit zwei Großchancen (57./58.) den Ausgleich. Im direkten Gegenzug traf Kryszalowicz nach einem Pass von Yang zur 2:0-Führung.

Doch als die Eintracht sich schon als Sieger wähnte, kippte das Spiel: Zunächst traf Max nur die Latte (69.), ehe er drei Minuten später per Kopf den Anschluss schaffte. In der umkämpften Schlussphase leistete sich dann der Frankfurter Alexander Schur ein völlig unnötiges Handspiel im Strafraum. Häßler ließ sich die Chance nicht entgehen.


1860 München - Eintracht Frankfurt 2:2 (0:1)
0:1 Yang (21.)
0:2 Kryszalowicz (58.)
1:2 Max (73.)
2:2 Häßler (81., Handelfmeter)
1860 München: Jentzsch - Zelic - Kurz (10. Tyce), Pfuderer (46. Ehlers) - Cerny (65. Agostino), Borimirow, Häßler, Stranzl, Bierofka - Max, Schroth
Frankfurt: Heinen - Rada - Kutschera, Kracht - Mutzel, Schur, Heldt (79. Bindewald), Preuß (59. Wimmer), Gebhardt - Kryszalowicz, Yang (90. Guie-Mien)
Schiedsrichter: Weiner (Hildesheim)
Zuschauer: 12.000
Gelbe Karten: Borimirow (5/1) - Yang (3), Mutzel (2), Schur (5/1)


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