1860 München Lauth nach Ellbogencheck für vier Spiele gesperrt

1860 München muss in den kommenden Wochen auf Benjamin Lauth verzichten. Der Stürmer wurde für einen Ellbogencheck im Spiel gegen den VfR Aalen vom DFB-Sportgericht für vier Spiele gesperrt.

1860-Kapitän Lauth: Sperre vom DFB-Sportgericht
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1860-Kapitän Lauth: Sperre vom DFB-Sportgericht


Hamburg - Wegen eines Ellbogenchecks ist Benjamin Lauth vom Fußball-Zweitligisten 1860 München zu einer Sperre von vier Spielen verurteilt worden. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) habe den Angreifer wegen einer "Tätlichkeit gegen den Gegner in der Form des krass sportwidrigen Verhaltens" bestraft, teilten die Münchner am Mittwoch mit.

Am vergangenen Freitag hatte Lauth beim VfR Aalen bei einem Zweikampf seinen Gegenspieler Marcel Reichwein mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen - nach Lauths Angaben ohne Absicht. Der Schiedsrichter hatte die Szene übersehen. Auf Basis der Fernsehbilder nahm jedoch der Kontrollausschuss Ermittlungen auf und verurteilte den 31-Jährigen nun. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt.

chp/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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PeterPan95 05.12.2012
1. Mal wieder mit 2erlei Maß gemessen
Ohne die Szene gesehen zu haben: Ich find es ja sehr gut, dass solche Schweinereien und Körperverletzungen hart bestraft werden. Ob das nun Absicht ist oder nicht, der Ellbogen hat nunmal nix auf Höhe der (gegnerischen) Nase zu suchen. Was mich aber mal wieder total nervt ist die Ungerechtigkeit, mit der solche Sachen sanktioniert werden. Wenn der Schiri so etwas sieht und nicht als vorsätzliche Tätlichkeit wertet (was recht selten ist im Verhältnis zu den Taten), bekommt der Spieler maximal ne gelbe Karte. In solchen Fällen folgt keine weitere Sanktion - auch wenn später deutlich wird wie brutal das Ganze war. Wenn der Schiri es aber nicht bemerkt, wird so etwas bestraft wie eine rote Karte. Da wünsche ich mir den Mut des Sportgerichts, in krassen Fällen auch mal den Schiedsrichter zu korrigieren. Dass der ein Mensch ist und Fehler macht - akzeptiert. Dass sich aber die Sportgerichtsbarkeit weigert die Fehler zu korrigieren, ist für mich an vorsätzliche Unfairnis. Für alle die jetzt schreien, dass dann viel mehr Spiele am "grünen Tisch" entschieden würden: Gebt dem vierten Offiziellen endlich Zugriff auf die Kamerabilder, dann kann er das vor Ort entscheiden und hat endlich was Sinnvolles zu tun. Das ist im "modernen" Zeitverzögerungs-Fußball mit 20 High-Tech-Kameras pro Spiel kein großer Aufwand und würde viele Probleme auf einmal lösen.
steellynx 05.12.2012
2.
Warum nicht machen wie beim Hockey? Videobeweis, ja. Aber man darf nur solange einen verlangen, wie man damit Recht behält. Danach ist die Möglichkeit dahin.
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