2. Bundesliga KSC dreht Spiel gegen 1860, Nürnberg siegt spät

Die Löwen müssen weiter zittern: Trotz früher Führung unterlag 1860 beim Karlsruher SC. Der 1. FC Nürnberg hat einen großen Schritt Richtung Aufstieg gemacht. Kaiserslauterns Negativserie ist vorbei.

Enrico Valentini (r.) vom Karlsruher SC
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Enrico Valentini (r.) vom Karlsruher SC


Karlsruher SC - 1860 München 3:1 (3:1)

Sie führten früh 1:0, aber am Ende verlor 1860 München in Karlsruhe und verpasste damit die Chance, die Abstiegsplätze der 2. Liga zu verlassen. Sascha Mölders brachte die Löwen im Wildpark in Führung. Michael Liendl trat einen Freistoß von der rechten Seitenauslinie in den Fünfmeterraum. Der Winterzugang aus Augsburg reagierte schneller als die Karlsruher Abwehr und traf aus kurzer Distanz (14. Minute). Aber der KSC kam mit einer schönen Kombination zum Ausgleich. Nach Mohamed Gouaidas Außenristpass nach links gab Hiroki Yamada den Ball direkt in die Mitte. Dimitrios Diamantakos schloss aus zehn Metern ab (34.).

Noch vor der Pause hatten die Gastgeber das Spiel komplett gedreht. Manuel Gulde köpfte nach einer Ecke von Enrico Valentini in den linken Winkel (38.). Weitere zwei Minuten später kam Yamada im Münchner Strafraum zu Fall, nachdem er mit Christopher Schindler aneinandergeraten war. Schiedsrichter Michael Weiner entschied auf Foulelfmeter, den Valentini zum 3:1 verwandelte (40.).

FSV Frankfurt - FC Nürnberg 0:3 (0:0)

Im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga feierte der 1. FC Nürnberg einen hart umkämpften Auswärtssieg in Frankfurt und hat nun zehn Punkte Vorsprung auf Platz vier. Dabei hatte der FCN zunächst Pech, dass Schiedsrichter Timo Gerach ein Kopfballtor von Niclas Füllkrug wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannte.

Nach der Pause lenkte FCN-Keeper Patrick Rakovsky einen starken Schuss des 18-jährigen Taiwo Awoniyi an die Latte, den Nachschuss köpfte Yann Rolim knapp am Tor vorbei. In der 76. Minute gelang Füllkrug dann der Führungstreffer. Nach einer Ecke von Tim Leibold war Guido Burgstaller noch aus kurzer Distanz am Frankfurter Torwart André Weis gescheitert. Im zweiten Versuch drückte Füllkrug den Ball mit der Brust über die Linie. Drei Minuten vor dem Ende gelang Danny Blum die Entscheidung für den "Club". Von rechts zog er in die Mitte und traf mit links in die lange Ecke. Noch schöner war Blums Tor zum 0:3, das er in der 89. Minute mit einem Linksschuss in den linken Torwinkel erzielte.

FC Kaiserslautern - SV Sandhausen 2:0 (1:0)

Mit dem ersten Heimsieg im Jahr 2016 hat der FCK die Gäste aus Sandhausen in der Tabelle überholt und einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Roten Teufel haben durch den ersten Sieg nach zuvor fünf Niederlagen in Serie jetzt neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Nach einer schönen Passkombination durchs Zentrum brachte Ruben Jenssen die Gastgeber nach Zuspiel von Alexander Ring in Führung (6.).

Der SVS hatte nach der Pause die Chance, durch einen Freistoß zum Ausgleich zu kommen. Aber Marius Müller parierte den Standard von Thomas Pledl stark (63.). In der Nachspielzeit verschuldete Sandhausens Keeper Marco Knaller einen Foulelfmeter an Jón Dadi Bödvarsson. Der isländische Stürmer verwandelte selbst zum 2:0-Endstand.

rae



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walter_de_chepe 03.04.2016
1. Sportsprache
Ich höre zuviel "hat das Spiel gedreht". Wenn man bis zur 70. Minute 3:0 hintenliegt und dann noch 3:4 gewinnt, dann kann man zu recht sagen, man hat die Partie gedreht. Aber wenn man einmal nicht das erste Tor schießt und während der ersten 30 Minuten deshalb 15 Minuten einen Rückstand hat, dann ist "drehen" eine Übertreibung.
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