Julian Nagelsmann 28-Jähriger wird Chefcoach bei Hoffenheim

Huub Stevens trainiert ab sofort die Profis von 1899 Hoffenheim - ein Kurzzeitengagement. Denn ab der kommenden Saison soll der 28-jährige Julian Nagelsmann übernehmen, derzeit Coach der U19.

1899-Coach Nagelsmann: "Wir möchten für mutige Entscheidungen stehen"
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1899-Coach Nagelsmann: "Wir möchten für mutige Entscheidungen stehen"


"Wir möchten für mutige Entscheidungen stehen", sagte Manager Alexander Rosen am Dienstag. Die jüngste Entscheidung von 1899 Hoffenheim dürfte als solche durchgehen. Bei der Vorstellung von Huub Stevens als neuem Trainer der Profis wurde gleichzeitig der Abschied des 61-Jährigen beim Bundesligisten verkündet.

Stevens wird nach dem Ende der laufenden Saison dem erst 28 Jahre alten Julian Nagelsmann Platz machen. Der derzeitige U19-Trainer der Hoffenheimer hatte im vergangenen Jahr mit den Junioren die deutsche Meisterschaft gewonnen und in diesem Jahr mit seinem Team das Finale erreicht.

"Der Julian befindet sich momentan bei der Trainerausbildung zum Fußballlehrer", sagte Sportchef Rosen. "Für uns war klar, dass wir dem Jungen eine Perspektive geben wollen. Er ist seit 2006 Trainer und passt einfach zu unserem Weg." Dies sei mit Stevens so abgesprochen. "Wir sind von seiner Qualität überzeugt, auch von seiner Autorität. Julian Nagelsmann ist die Zukunft, Huub Stevens ist die Gegenwart", sagte Rosen.

Nagelsmann erklärte in einer 1899-Pressemitteilung: "Ich freue mich sehr auf diese reizvolle Aufgabe und bedanke mich schon jetzt für das in mich gesetzte Vertrauen und die Chance." Er erhält einen ab 2016 gültigen Vertrag mit einer Laufzeit bis 2019.

Im Video: Die nächste Rettungsmission für Stevens

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chp/dpa/sid



insgesamt 16 Beiträge
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Seite 1
Karbonator 27.10.2015
1.
Ob das mutig ist oder übermütig, wird sich dann nächste Saison zeigen.
LariFariMogelzahn 27.10.2015
2. Wie soll das klappen?
Wie soll denn das klappen, wenn ein 28jähriger bspw. einem erfahrenen um 5 Jahre erfahrenerem Kevin Kuranyi Anweisungen geben soll und der aber meint etwas anderes sei besser. Autorität qua Amt kann zwar funktionieren, lässt aber dann die Unzufriedenheit wachsen, zumal Nagelsmann ganz offensichtlich nicht viel Erfahrung in der Bundesliga haben kann. Da muss er schon eine besondere Führungskraft sein (damit er seine Ansichten überzeugend rüberbringen kann) und ein ziemlich guter Theoretiker sein (um seine fehlende BuLi-Erfahrung wettzumachen). Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass das gutgeht. Ich lass mich aber gerne überraschen.
polemiak 27.10.2015
3. Hans Meyer 2.0
Dieses Experiment muss nicht zwangsläufig schiefgehen. Hans Meyer war sogar noch ein Jahr jünger als besagter Kollege heute ist, als Meyer seine Trainerlaufbahn begann. Und so ganz schlecht war er nie, weder bei seiner ersten Station in Jena noch später irgendwann. Trotzdem darf man dem Herrn Nagelsmann viel Glück wünschen - er wird es brauchen.
walter_de_chepe 27.10.2015
4. Nachfragen
In dem Artikel steht gar nichts. Es fehlen alle Hintergründe. Wo hat der Junge gespielt? Wie lange hat er gespielt? Warum wurde er so jung Trainer - lag es an Verletzungen? Usw.
nikioko 27.10.2015
5. Das kann schon gehen...
"Wie soll denn das klappen, wenn ein 28jähriger bspw. einem erfahrenen um 5 Jahre erfahrenerem Kevin Kuranyi Anweisungen geben soll und der aber meint etwas anderes sei besser." Genauso wie es bei Jürgen Klopp klappt, der als Spieler nicht mehr gerissen hat als ein paar Jahre zweite Liga mit Mainz und dann den Weltklassespielern Anweisungen gibt. Trainer ist etwas anderes als Spieler und wer als Spieler gut war, muss es nicht als Trainer sein, siehe Lothar Matthäus. Oder umgekehrt, wie bei Klopp. Letztlich ist der Trainer der Taktiker und der Spieler der Ausführende. Und wenn der Spieler anerkennt, dass er vielleicht technisch besser ist, der Trainer aber der bessere Taktiker, dann klappt das auch.
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