Bundesliga 1899 Hoffenheim trennt sich von Trainer Gisdol

Nur Platz 17 in der Bundesliga: 1899 Hoffenheim hat auf die sportliche Krise reagiert und sich von Trainer Markus Gisdol getrennt. Nachfolger wird Huub Stevens.

Trainer Markus Gisdol: Schluss in Sinsheim
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Trainer Markus Gisdol: Schluss in Sinsheim


Fußballbundesligist 1899 Hoffenheim hat sich von Trainer Markus Gisdol getrennt. Die Nachfolge wird Huub Stevens antreten. Der 61-jährige Niederländer erhält einen Vertrag bis Saisonende. Das gab die TSG offiziell bekannt. Zuvor hatten bereits "Sky Sport News HD" und der "Kicker" darüber berichtet.

"Natürlich ist uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Wir waren nach den ersten Gesprächen sofort davon überzeugt, dass Huub Stevens die optimale Lösung ist", sagte Sportchef Alexander Rosen in einer Pressemitteilung.

"Ich freue mich auf die Aufgabe, nur meine Frau ist nicht ganz so begeistert. Aber die kennt mich und weiß, dass es mich wieder juckt", sagte Stevens dem Kölner "Express": "Bei der Mannschaft scheint es derzeit eine Blockade zu geben. Ich werde nun versuchen, eine bestimmte Lockerheit in die Truppe zu bekommen. Die Saison ist noch lang, daher mache ich mir keine Sorgen um den Klassenerhalt."

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Von Rangnick bis Stevens: Hoffenheims Trainer in der Bundesliga
Für Stevens ist Hoffenheim bereits seine achte Station in der Bundesliga nach zweimal Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Köln, Hamburger SV und zuletzt zweimal VfB Stuttgart. Sein Vertrag bei den Schwaben war im Sommer nicht verlängert worden. Der VfB holte damals Alexander Zorniger, der nun wie die TSG ebenfalls im Abstiegskampf steckt. Hoffenheim steht mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Am Freitag hatte das Team 0:1 gegen den Hamburger SV verloren.

Gisdols Vertrag war im Frühjahr verlängert worden und läuft noch bis zum 30. Juni 2018. Der 46-Jährige hatte sein Amt im April 2013 zusammen mit Rosen angetreten und den Klub vor dem Abstieg gerettet.

Bereits am Sonntagabend hatte Hoffenheim Geschäftsführer Peter Rettig freigestellt. Neu in die Führungsspitze des Klubs rückt Peter Görlich, der neben der Kommunikation das neu definierte Feld "Sport & Innovation" verantworten wird. Rettig habe eine geplante Umstrukturierung in der Führungsetage nicht mittragen wollen. Wohl, weil dabei seine Kompetenzen beschnitten worden wären.

chp/ham/dpa



insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
Karbonator 26.10.2015
1.
Stevens? Na, das kommt aber überraschend, finde ich. :) Aber gerne. Sympathischer als Gisdol ist er allemal. Ob er der Mannschaft auch helfen, wird sich dann zeigen...
treime 26.10.2015
2. Gut genug...
...für meine arme, gescholtene Fortuna wird Gisdol doch wohl sein? Einen fähigen Manager brauchen wir in Düsseldorf auch noch. Unser Duo hat es fertiggebracht, nach passablen, offensiven Spielen mit knappen Niederlagen, überhastet den Kampf um den Klassenerhalt auszurufen. Das hat die Mannschaft noch mehr verunsichert. Den Rettig nehmen wir dann auch direkt! Gibts noch bundesligataugliche Manager am Markt? Bitte an Fortunas Aufsichtsrat melden! Vorstand haben wir aktuell keinen Vorsitzenden. Danke!
troy_mcclure 26.10.2015
3. Bloß nicht Stevens
Bloß nicht Stevens, der rettet die vielleicht noch. Lieber ein Slomka oder Skibbe.
crewmitglied27 26.10.2015
4. Stevens ist doch...
"sportlicher Beirat des Aufsichtsrates" auf Schalke. Wie kann er da zwei Vereinen loyal gegenüber stehen. Wäre das nicht so als wäre er im Marketing bei Panasonic und Vertriebsleiter bei Sony?
Wunderläufer 26.10.2015
5. Oje
Die Trennung war zu erwarten. Schade, denn ich finde Gisdol sehr sympathisch und er hat auch gut zur Mannschaft gepasst. Anscheinend konnte der Verkauf von Firmino und Modeste nicht adäquat kompensiert werden.
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