2. Bundesliga Bochum besiegt 1860, Aue punktet in Lautern

Spielerische Magerkost in Liga zwei: Die Fans in Bochum konnten immerhin den Siegtreffer gegen München bejubeln. Kaiserslautern trennte sich torlos von Aue, hier sorgte der Schiedsrichter für Unterhaltung.

Jubelnde Bochumer
DPA

Jubelnde Bochumer


VfL Bochum - 1860 München 1:0 (0:0)

Spielerisch boten beide Teams wenig. Nach zuletzt vier Auswärtsniederlagen in Folge war München darauf bedacht, defensiv stabil zu stehen. Über Kontersituationen sollte Torgefahr kreiert werden, doch zu oft verhinderten Unzulänglichkeiten im Passspiel, dass Umschaltaktionen konstruktiv ausgespielt werden konnten. Die aussichtsreichste Gelegenheit der Löwen bot sich Michael Liendl in der ersten Hälfte. Doch der Österreicher traf den Ball aus elf Metern nicht voll, nachdem sich Maximilian Wittek zuvor am linken Flügel durchgesetzt und den Ball in die Mitte gelegt hatte (38. Minute).

In der 77. Minute hatte die Defensive der Gäste dann das Nachsehen: Im Anschluss an einen Eckball kam der Ball zu Mittelfeldspieler Russell Canousse, der ihn anschließend aus dem Gewühl heraus im hohen Bogen an den Innenpfosten des Sechzig-Tores setzte. Reklamationen, dass die US-amerikanische Leihgabe aus Hoffenheim die Hereingabe mit der Hand gestoppt hatte, wurden nicht erhört. In der Folge versuchten die Löwen, ihr Offensivspiel zu intensivieren, der VfL konnte die Angriffe der Gäste jedoch verteidigen, sodass es beim 1:0 blieb. Bochum durfte sich damit über den ersten Sieg seit vier Spielen freuen und springt in der Tabelle zwischenzeitlich von Rang 13 auf den elften Platz, München bleibt 14.

FC Kaiserslautern - Erzgebirge Aue 0:0 (0:0)

Das Duell zwischen dem defensivstärksten und dem defensivschwächsten Team der Liga endete torlos. Die Heimmannschaft von Trainer Tayfun Korkut (13 Gegentore) bleibt damit seit nunmehr sieben Partien in Folge ungeschlagen, die vergangenen vier Partien endeten jedoch jeweils unentschieden. Aue (32 Gegentore) verkürzt dank des zweiten Punktgewinns aus den vergangenen sieben Begegnungen immerhin den Rückstand auf den KSC, der bereits am Freitag einen Punkt in Dresden erkämpft hatte, auf Relegationsrang 16 auf einen Zähler.

Die Gäste aus Aue traten mit einer Defensivtaktik an, gegen die die Hausherren kein probates Mittel fanden. Immer wieder fehlte es an Präzision beim letzten Pass oder an Durchschlagskraft im Abschluss, sodass sich der FCK in 90 Minuten keinerlei hochkarätige Torchancen erspielen konnte.

So sorgte der Referee kurz vor der Pause für den kuriosen Höhepunkt der Begegnung: Aues Cebio Soukou hatte fernab des Spielgeschehens FCK-Verteidiger Marcel Gaus geschubst, der daraufhin zu Fall kam. Schiedsrichter Benjamin Brandt sah die Aktion und sorgte mit seiner Reaktion für Verwirrung. Er zeigte Soukou die Gelb-Rote Karte - der war jedoch zuvor noch gar nicht verwarnt gewesen, Brandt hatte ihn offenbar mit Mitspieler Louis Samson verwechselt. Im Anschluss an eine kurze Diskussion klärte sich die Situation auf: Soukou sah Gelb und durfte weiterspielen.

lst



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