Zweite Liga Arminia wieder ganz oben, VfB patzt erneut

Ein Doppelschlag von Torjäger Fabian Klos beschert Bielefeld die erneute Tabellenführung. Verfolger VfB Stuttgart verliert in Sandhausen, dabei steht Mario Gómez mit drei Abseitstoren im Mittelpunkt.

Fabian Klos (links) ist der Mann des Tages bei Arminia Bielefeld - mal wieder
DPA

Fabian Klos (links) ist der Mann des Tages bei Arminia Bielefeld - mal wieder


Darmstadt 98 - Arminia Bielefeld 1:3 (0:0)

Arminia Bielefeld hat die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga erobert und macht den Favoriten aus Hamburg und Stuttgart weiter mächtig Konkurrenz. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus gewann zum Abschluss des 15. Spieltags beim SV Darmstadt 98 und zog damit am Hamburger SV vorbei, der am Freitag in Osnabrück gepatzt hatte.

Vor 13.898 Zuschauern war einmal mehr Stürmer Fabian Klos der Matchwinner für die Ostwestfalen. Klos sorgte mit einem Doppelschlag (48. und 49. Minute) für die Vorentscheidung nach der Halbzeit. Das Anschlusstor von Tobias Kempe (71.) kam zu spät, Andreas Voglsammer (90.+2) sorgte kurz vor Schluss für den Endstand.

SV Sandhausen - VfB Stuttgart 2:1 (2:0)

Einen erneuten Rückschlag im Kampf um die Rückkehr in die 1. Liga musste der VfB Stuttgart hinnehmen, der beim SV Sandhausen seine dritte Auswärtspleite in Folge kassierte. Nach 44 Sekunden lag der VfB bereits zurück: Nachdem Kevin Behrens den Ball an die Latte geköpft hatte, staubte Aziz Bouhaddouz ab. Der Marokkaner legte aus ähnlich kurzer Distanz seinen sechsten Saisontreffer nach (24.).

Ex-Nationalspieler Mario Gómez jubelte nach einem Fallrückzieher über das vermeintliche Anschlusstor, doch Schiedsrichter Harm Osmers nahm den Treffer nach Videobeweis wegen Abseits zurück (45.+3). Am Ende standen für Gómez sogar drei Abseitstore zu Buche. Lediglich der Handelfmeter von Silas Wamangituka (89.) zählte.

1. FC Heidenheim - SpVgg Greuther Fürth 1:0 (0:0)

Auch ein verschossener Handelfmeter der SpVgg Greuther Fürth hat dem 1. FC Heidenheim den Sprung auf Platz vier ermöglicht. Die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt setzten sich gegen Fürth durch. Dank des Kopfballtreffers von Stürmer Tim Kleindienst (63. Minute) und der besseren Tordifferenz steht der Klub vor dem FC Erzgebirge Aue (beide 23 Punkte).

Die Fürther von Trainer Stefan Leitl blieben im siebten Auswärtsspiel nacheinander ohne Sieg und sind Elfter. In der Schlussphase nahm Schiedsrichter Frank Willenborg einen Platzverweis nach Videostudium zurück und zeigte Fürths Tobias Mohr lediglich die Gelbe Karte. Auch das vermeintliche 2:0 von Jonas Föhrenbach (90.+1) zählte nach der Sichtung der Szene am Bildschirm wegen einer Abseitsstellung nicht.

aha/dpa/sid



insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Lichtenbruch 01.12.2019
1. Es bwürde mich
persönlich sehr freuen, wenn Arminia Bielefeld nach über 10 Jahren wieder in 1. Bundesliga aufsteigen würde.
eurosinga 01.12.2019
2. Das würde mich auch freuen
Zitat von Lichtenbruchpersönlich sehr freuen, wenn Arminia Bielefeld nach über 10 Jahren wieder in 1. Bundesliga aufsteigen würde.
Und für den VfB freuts mich auch. Jeder Punkt, den dieser selbsternannte Aufstiegsaspirant Nr. 1 nicht gewinnt, ist ein guter Punkt. Klinsmann wird schon gewusst haben, warum er nicht dorthin gegangen ist.
didohaun 01.12.2019
3. VfB so kein Aufstiegsaspirant
Wiedermal hatte der VfB solidem Fußballhandwerk, gepaart mit Einsatzwillen und Kampfgeist, nichts entgegen zu setzen. Wiedermal wurde schwach verteidigt, was den zielstrebig agierenden Sandhäusern sogar noch fast die drei zu null Führung zur Pause gebracht hätte. Wiedermal hatte man bis dahin ausreichend Chancen selbst Tore zu erzielen, scheiterte jedoch, weil die Aktionen nicht zwingend genug waren. In den entscheidenden Momenten eben nicht im Abseits zu stehen, dazu gehört halt ein gewisses Gespür und Umsicht, was so ein erfahrener Stürmer wie Gomez doch haben sollte. Dreimal aus knappem Abseits zu treffen spricht für sich. Mit zunehmenen Spielverlauf verfestigte sich der Eindruck, dass die Stuttgarter Mannschaft kein Tor erzielen wird, wie lange das Spiel auch noch dauern mag. Es brauchte dann schon einen dieser Videobeweise, der den VfB per Handelfmeter nochmal heran brachte. Die zuvor leichtfertig verplemperte Partie konnte jedoch nicht mehr gerettet werden, weshalb sich der Abwärtstrend beim Aufstiegsfavoriten fortsetzt. Die Spielweise der rot-weißen wird ihrem Potential in keinster Weise gerecht, was in allererster Linie dem Trainer anzulasten ist. Vielleicht braucht Timo Walter ja noch ein Jahr mehr, um der zusammen gewürfelten Truppe offensives Kombinationsspiel beizubringen, da er ja nicht besonders erfahren ist. Ein direkter Wiederaufstieg wird so wohl kaum zu machen sein. Mann kann nur auf eine bessere Rückrunde hoffen, wo dan hoffentlich der eine oder andere Langzeitverletzte wieder mit dabei sein kann.
suvmutti 01.12.2019
4. @1: Arminias
Wiederaufstieg in die erste Liga nach zehn Jahren wäre umso spannender, sollte Paderborn es schaffen dort zu bleiben, damit alle Welt sehen kann wie ein ostwestfälisches Lokalderby ausgefochten wird
pirx64 01.12.2019
5. Oh, wie ist das schön
Oh, wie ist das schön, den xxxxxx VfB verlieren zu sehen, so schön, so schön!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.