Zweite Liga Arminia wieder ganz oben, VfB patzt erneut

Ein Doppelschlag von Torjäger Fabian Klos beschert Bielefeld die erneute Tabellenführung. Verfolger VfB Stuttgart verliert in Sandhausen, dabei steht Mario Gómez mit drei Abseitstoren im Mittelpunkt.
Fabian Klos (links) ist der Mann des Tages bei Arminia Bielefeld - mal wieder

Fabian Klos (links) ist der Mann des Tages bei Arminia Bielefeld - mal wieder

Foto: Thomas Frey/ dpa

Darmstadt 98 - Arminia Bielefeld 1:3 (0:0)

Arminia Bielefeld hat die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga erobert und macht den Favoriten aus Hamburg und Stuttgart weiter mächtig Konkurrenz. Das Team von Trainer Uwe Neuhaus gewann zum Abschluss des 15. Spieltags beim SV Darmstadt 98 und zog damit am Hamburger SV vorbei, der am Freitag in Osnabrück gepatzt hatte.

Vor 13.898 Zuschauern war einmal mehr Stürmer Fabian Klos der Matchwinner für die Ostwestfalen. Klos sorgte mit einem Doppelschlag (48. und 49. Minute) für die Vorentscheidung nach der Halbzeit. Das Anschlusstor von Tobias Kempe (71.) kam zu spät, Andreas Voglsammer (90.+2) sorgte kurz vor Schluss für den Endstand.

SV Sandhausen - VfB Stuttgart 2:1 (2:0)

Einen erneuten Rückschlag im Kampf um die Rückkehr in die 1. Liga musste der VfB Stuttgart hinnehmen, der beim SV Sandhausen seine dritte Auswärtspleite in Folge kassierte. Nach 44 Sekunden lag der VfB bereits zurück: Nachdem Kevin Behrens den Ball an die Latte geköpft hatte, staubte Aziz Bouhaddouz ab. Der Marokkaner legte aus ähnlich kurzer Distanz seinen sechsten Saisontreffer nach (24.).

Ex-Nationalspieler Mario Gómez jubelte nach einem Fallrückzieher über das vermeintliche Anschlusstor, doch Schiedsrichter Harm Osmers nahm den Treffer nach Videobeweis wegen Abseits zurück (45.+3). Am Ende standen für Gómez sogar drei Abseitstore zu Buche. Lediglich der Handelfmeter von Silas Wamangituka (89.) zählte.

1. FC Heidenheim - SpVgg Greuther Fürth 1:0 (0:0)

Auch ein verschossener Handelfmeter der SpVgg Greuther Fürth hat dem 1. FC Heidenheim den Sprung auf Platz vier ermöglicht. Die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt setzten sich gegen Fürth durch. Dank des Kopfballtreffers von Stürmer Tim Kleindienst (63. Minute) und der besseren Tordifferenz steht der Klub vor dem FC Erzgebirge Aue (beide 23 Punkte).

Die Fürther von Trainer Stefan Leitl blieben im siebten Auswärtsspiel nacheinander ohne Sieg und sind Elfter. In der Schlussphase nahm Schiedsrichter Frank Willenborg einen Platzverweis nach Videostudium zurück und zeigte Fürths Tobias Mohr lediglich die Gelbe Karte. Auch das vermeintliche 2:0 von Jonas Föhrenbach (90.+1) zählte nach der Sichtung der Szene am Bildschirm wegen einer Abseitsstellung nicht.

aha/dpa/sid