2. Liga Ingolstadt steigt in die Bundesliga auf

Der FC Ingolstadt spielt in der kommenden Saison erstklassig. Mit einem Erfolg gegen RB Leipzig ist den Bayern auch die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Dahinter bleibt es spannend. Aalen steigt ab.

AP/dpa

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Der FC Ingolstadt ist erstmals in die Bundesliga aufgestiegen. Die Bayern gewannen gegen RB Leipzig 2:1 (1:1) und machten damit auch die Meisterschaft klar. Sie sind der 54. Klub in der höchsten deutschen Spielklasse.

Mathew Leckie glich per Elfmeter (45.+1 Minute) aus, Stefan Lex sorgte für den umjubelten Siegtreffer (77.). Dominik Kaiser hatte die Leipziger bereits in der vierten Minute in Führung gebracht.

Die Ingolstädter taten sich wie schon in der vergangenen Woche gegen den VfL Bochum (1:3) schwer, den Aufstieg perfekt zu machen. Leipzigs Führungstreffer durch Kaiser verunsicherte das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl, das glücklich zurück in die Partie kam: Nach einem zu harten Eingreifen von Anthony Jung an Lex gab es Elfmeter für den FCI. Leckie verwandelte sicher. In der zweiten Hälfte waren die Ingolstädter der Führung nahe, die dann Lex in der Schlussphase auch erzielte. Hinter den Ingolstädtern bleibt es aber spannend.

Darmstadt 98 büßte seine gute Ausgangslage trotz einer 0:1-Niederlage in Fürth nicht ein. Marco Stiepermann erzielte den einzigen Treffer per Freistoß (61.), die "Lilien" verloren auch noch Abwehrchef Romain Brégerie mit einer Gelb-Roten Karte.

Weil aber Kaiserslautern in Aue nicht über ein 0:0 hinauskam, bleiben die Darmstädter auf einem direkten Aufstiegsplatz. Der Karlsruher SC siegte dank den beiden Toren von Rouwen Hennings (43. und 87.) 2:0 (1:0) bei Eintracht Braunschweig und steht momentan auf dem Relegationsrang. Am letzten Spieltag kommt es damit zu einem echten Finale. Darmstadt als Zweiten trennt vom Vierten Kaiserslautern nur ein Punkt.

Klare Botschaft auf St. Pauli: "Klassehalten"
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FC St. Pauli - VfL Bochum 5:1 (2:1)
Freude am Kiez: Die Hamburger haben durch einen 5:1-Erfolg gegen den VfL Bochum ihre gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt verteidigt. Der Ex-St.-Paulianer Michael Gregoritsch schockierte den FC mit dem frühen 0:1 (4.). Doch zwei Freistöße drehten die Partie: Zunächst traf Lennart Thy (34.), dann Marcel Halstenberg (45.+2). Nach dem Seitenwechsel lief es noch besser für den FC St. Pauli, Christopher Buchtmann erhöhte nach einem Fehler von Bochums Anthony Losilla schnell auf 3:1 (49.), Thy sorgte mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung (52.). Waldemar Sobota krönte die Leistung von St. Pauli, das nun auf dem 14. Platz steht, noch mit dem 5:1 in der 83. Minute.

1860 München - 1. FC Nürnberg 2:1 (0:1)
Auch der andere Traditionsklub feiert: Die Münchner kamen aber schwer in die Partie, Danny Blum vergab für die Nürnberger zweimal die mögliche Führung, die Niklas Stark doch noch erzielte (45.). Blum war diesmal der Vorbereiter. In der zweiten Hälfte wurden die Sechziger stärker, kamen durch Guillermo Vallori zum Ausgleich (56.). Ein verwandelter Elfmeter von Daniel Adlung lässt die Hoffnungen von 1860 auf den Klassenerhalt weiter leben (72.). Die Münchner haben mit dem Sieg die Abstiegsplätze verlassen.

VfR Aalen - 1. FC Heidenheim 2:4 (1:2)
Trauer dagegen in Aalen: Der VfR steht als erster Absteiger in die Dritte Liga fest. Im Derby gegen den 1. FC Heidenheim brachte Abwehrchef Oliver Barth die Aalener zwar in Führung (12.), doch der Aufsteiger konnte noch in der ersten Hälfte die Partie zu seinen Gunsten wenden. Marc Schnatterer glich aus (39.), Florian Niederlechner sorgte mit einer Einzelleistung für das 1:2 (44.). Wütend kamen die Aalener aus der Kabine und schafften direkt den Ausgleich: Orhan Ademi traf (48.). Ein strittiger Elfmeter an Niederlechner, den Yannick Leipertz in der 76. Minute verwertete, besiegelte den Abstieg des VfR. Niederlechner selbst traf zum 2:4 in den Schlussminuten.

SV Sandhausen - Fortuna Düsseldorf 0:2 (0:1)
Der SVS ist zurück im Klassenkampf. Zunächst hatte die DFL dem Klub aufgrund von Lizenzproblemen drei Punkte abgezogen, nun verloren die Sandhäuser auch noch gegen die Fortuna. Erwin Hoffer köpfte das 1:0 für die Gäste (18.), Michael Liendl beendete in der Nachspielzeit (90.+2) endgültig die Negativserie der Fortuna mit sechs Spielen ohne Sieg.

FSV Frankfurt - Union Berlin 1:3 (1:1)
Auch die Frankfurter müssen weiter um den Klassenerhalt kämpfen, rutschten sogar bis auf den Relegationsplatz ab. Maximilian Thiel sorgte mit seinem vierten Saisontor für die Union-Führung (10.). Dem Treffer war ein folgenschwerer Fehler von Tom Beugelsdijk im Aufbau vorausgegangen. Edmond Kapllani glich nach einer Ecke per Kopf in der 24. Minute aus. Weil Frankfurts Odise Roshi zunächst zweimal an Pfosten und Latte scheiterte und im Gegenzug Martin Kobylanski traf (63.), gewann aber Union, für das Damir Kreilach noch der Endstand gelang (81.).

zaf



insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
zinedine02 17.05.2015
1. ich freue mich schon...
...auf dieses Duell: Ingolstadt-Hoffenheim
dhbean 17.05.2015
2. Glückwunsch Ingolstadt....
....alles Gute in der ersten Liga und Beileid an die Zuschauer in der Allianz Arena, die sich den Weg hätten sparen können um diese Art von Betrug erleben zu müssen. Unfassbar was da in der 86ten Minute passiert ist. Geld schiesst nicht nur Tore, es verhindert sie auch.
frank_w._abagnale 17.05.2015
3. Sympathischer Aufsteiger.
Herzlichen Glückwunsch nach Ingolstadt an diesen sympathischen Aufsteiger. Verein und Fans werden eine Bereicherung für die Bundesliga sein. Bezeichnend auch wie der friedlich der "Platzsturm" nach dem Spiel verlief. Diszipliniert und einfach nur von Freude bestimmt. Kaum auszudenken, was in einer ähnlichen Situation bei den Krawallfans der sogenannten Traditionsvereine aus dem Osten und Westen der Republik passiert wäre.
kascnik 17.05.2015
4. Unglaublich
wir schaffen es doch noch!Der KSC ist einfach nichts für schwache Nerven. Jetzt ist sogar der Direktaufstieg drin. Zu Kommentar 3, ohne Worte, einfach nur daneben.
petruz 17.05.2015
5. Beileid an die Bundesliga
Der nächste Werksverein tritt ein, schon Nr. 4. Nächstes Jahr RB, dann sind 1/3 Vereine in der Liga, die ohne Werk/Mäzen im Hintergrund garnicht existieren könnten. Traurig und Beginn des Niedergangs der Premiummarke Bundesliga.
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