Zweite Liga Meier trifft in der Nachspielzeit - St. Pauli gewinnt Spitzenspiel gegen Union

Was für eine Schlussphase: Der FC St. Pauli sah gegen Union Berlin lange wie der sichere Sieger aus, kassierte dann jedoch zwei Tore in 85 Sekunden - und gewann am Ende doch noch.

St. Paulis Alex Meier (3.v.l)
DPA

St. Paulis Alex Meier (3.v.l)


Der FC St. Pauli hat im zweiten Pflichtspiel des Jahres den ersten Sieg gefeiert. Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga setzte sich das Team von Trainer Markus Kauczinski mit 3:2 (2:0) gegen Union Berlin durch und ist nun mit 37 Punkten Tabellenzweiter hinter dem Stadtrivalen Hamburger SV (40). Union rutscht nach der zweiten Saisonniederlage auf Platz vier ab.

Mann des Abends war Alexander Meier, den St. Pauli vor vier Wochen und nach der Verletzung von Henk Veerman zurückgeholt hatte. Zwischen 2002 und 2003 hatte Meier am Millerntor seine ersten Schritte im Profibereich gemacht, ehe er über den Hamburger SV bei Eintracht Frankfurt landete. Für die Hessen machte Meier 379 Pflichtspiele, er erzielte 137 Tore, sie nannten ihn "Fußball-Gott".

Im Spiel gegen Union lief die vierte Minute der Nachspielzeit, als Schiedsrichter Guido Winkmann nach einem Foul von Suleiman Abdullahi an Christopher Buchtmann auf Strafstoß für St. Pauli entschied. Meier trat an und verwandelte sicher zum 3:2, es war sein zweiter Treffer an diesem Abend - und der Schlusspunkt einer aufregenden Schlussphase.

Zehn Minuten zuvor hatte der FC St. Pauli noch mit 2:0 geführt und bereits wie der sichere Sieger ausgesehen. Sami Allagui mit einem Fernschuss aus gut 30 Metern (23.) und Meier per Kopf nach einer Ecke von Marvin Knoll (62.) hatten die Tore für die Hamburger erzielt. Für Meier war es im fünften Zweitligaspiel gegen Union bereits sein fünftes Tor.

Was folgten, waren 85 Sekunden, die Union beinahe gereicht hätten, um doch noch einen Punkt zu holen: Erst traf Grischa Prömel nach Vorlage von Sebastian Andersson (84.), und als kurz darauf der eingewechselte Abdullahi auch noch das 2:2 erzielte (86.), jubelten für einige Minuten nur noch die Gäste aus Berlin.

Alles deutete nun auf ein Unentschieden hin, doch dann verursachte ausgerechnet Abdullahi einen Elfmeter - und es blieb Meier vorbehalten, für den letzten Treffer des Abends zu sorgen.

tbe/sid



insgesamt 4 Beiträge
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rainer82 05.02.2019
1. Ein absolut geiles Fußballspiel!
Hochdramatisch, kämpferisch, von beiden Mannschaften offensiv geführt, - beste Werbung für den Fußball. Kein Taktieren, sondern beide Mannschaften spielten volles Risiko. Allaguis Tor zum 1:0 aus 27 m wird in die Auswahl zum "Tor des Monats" kommen. Meiers Einstand bei seiner Rückkehr nach Hamburg mit gleich zwei Toren: einfach genial. Berlin gleichwertig, streckenweise sogar überlegen und unbestritten das reifere Team. Die Stimmung am Millerntor bombastisch... und immer fair. Toller Support durch die Berliner und die Hamburger Fans. Keine Hassgesänge und immer fair. Vorbildliche Gäste und Gastgeber. Und auch die Verlierer stolz auf ihre Leistung und das zu Recht. Danke für einen grandiosen Abend!
heinrich.busch 05.02.2019
2. Elfmeter?
Das war ein Schirigeschenk.
don_leonardo_al_dente 05.02.2019
3. Amfg
Na, da hat die Eintracht Glück, dass sie momentan kein Stürmerproblem hat.
peterherzi 05.02.2019
4. Fußballgott
aus dem kalten Norden gekommen, bei der Eintracht zum Fußballgott gereift und jetzt darf er wieder bei Pauli Entwicklungshilfe leisten. Danke Alex
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