Spitzenspiele in der 2. Liga HSV gewinnt Nordderby gegen Hannover in der Nachspielzeit – Darmstadt überholt Paderborn

Die besten vier Mannschaften in Liga zwei spielten am Freitagabend gleichzeitig. Ransford Königsdörffer schoss den HSV zum Sieg im Nordderby, während Darmstadt das Spiel in Paderborn drehte.
Ransford Königsdörffer (l.) schoss den HSV mit einer Einzelaktion in der Nachspielzeit zum Sieg

Ransford Königsdörffer (l.) schoss den HSV mit einer Einzelaktion in der Nachspielzeit zum Sieg

Foto:

Stuart Franklin / Getty Images

Der Hamburger SV bleibt Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga. Bei Hannover 96 gewann der HSV durch ein spätes Tor des eingewechselten Ransford Königsdörffer 2:1 (1:1). Im Parallelspiel gelang dem SV Darmstadt 98 ein 2:1-Auswärtserfolg beim SC Paderborn, wodurch die beiden Klubs die Tabellenränge tauschten. Darmstadt ist nun mit 21 Punkten Zweiter hinter dem HSV (24), Paderborn Dritter (19). Hannover (17) steht weiterhin auf Rang vier.

Das Derby zwischen den beiden norddeutschen Klubs war das 100. Pflichtspielduell seit 1945. Die Partie hatte gerade erst begonnen, als HSV-Linksverteidiger Miro Muheim unbedrängt ausrutschte und dadurch den Ball an Sei Muroya verlor. Der Japaner konnte ins freie Tor schießen, weil Torhüter Daniel Heuer Fernandes sich während des Hamburger Ballbesitzes weit draußen positioniert hatte (4. Minute).

Die Gäste bestimmten trotz des frühen Rückstandes das Spiel. Einen ersten Abschluss hatte Robert Glatzel, dessen Kopfball aber zu zentral auf das Tor kam (7.). Beim 1:1 hätte der Mittelstürmer zum Einschuss bereitgestanden. 96-Verteidiger Julian Börner kam ihm aber zuvor, als er die flache Flanke von Moritz Heyer abwehren wollte, stattdessen aber ins eigene Tor grätschte (15.).

Hamburg war klar überlegen, mit bis zu 70 Prozent Ballbesitz und mehr Strafraumszenen. Richtige Großchancen gab es aber kaum. Die besten Gelegenheiten vergaben Sonny Kittel aus spitzem Winkel (66.) und der eingewechselte Ransford Königsdörffer (86.). Letzterer verhinderte mit einer starken Einzelaktion in der Nachspielzeit noch ein Remis. Im Konter dribbelte er mit dem Ball aus der eigenen Hälfte bis zum gegnerischen Strafraum, wo er mit einem Flachschuss in die linke Ecke das 2:1 für den HSV erzielte (90.+2). Für Hannover riss eine Serie von sechs unbesiegten Spielen in Folge.

Auch in Paderborn fiel bereits in der vierten Minute das erste Tor. Für die Gastgeber traf Robert Leipertz nach einem langen Ball von Uwe Hünemeier hinter die Darmstädter Abwehr. Nur wenig später hätte der SCP auf 2:0 erhöhen können, als Patric Pfeiffer mit einem Foul an Dennis Srbeny einen Elfmeter verursachte. Doch Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen hielt den Schuss von Marvin Pieringer in die linke Ecke. Auch den Nachschuss von Julian Justvan wehrte er ab (8.).

Stattdessen kamen die Gäste zum Ausgleich durch Braydon Manu. Nach einem abgeblockten Fernschuss flankte Tobias Kempe in den Strafraum, wo Manu einen Flugkopfball zeigte (10.). Und Darmstadt drehte das Spiel sogar, erneut durch einen Kopfball nach Vorarbeit von Kempe, der einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld zum langen Pfosten flankte, wo Jannik Müller per Kopf die 2:1-Führung erzielte (24.).

Paderborn hatte mehr Spielanteile und mehr Torabschlüsse als die Gäste, die eher auf Konterchancen lauerten. Pieringer verfehlte den Ausgleich (51.), Julian Justvan zirkelte den Ball kurz darauf ebenfalls nur knapp rechts am Tor vorbei (59.).

mrk
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.