Zweite Liga HSV feiert deutlichen Sieg in Nürnberg

Sieben Zugänge in der Startelf - und das sah schon ziemlich gut aus: Der Hamburger SV hat sich beim Bundesliga-Absteiger Nürnberg in starker Form präsentiert.

Jeremy Dudziak (links) kam vor der Saison vom Hamburger Stadtrivalen St. Pauli zum HSV
Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Jeremy Dudziak (links) kam vor der Saison vom Hamburger Stadtrivalen St. Pauli zum HSV


Der Hamburger SV hat in der neuen Saison der zweiten Fußball-Bundesliga erstmals gewonnen - und zwar deutlich. Am zweiten Spieltag setzte sich das Team von Trainer Dieter Hecking 4:0 (2:0) beim 1. FC Nürnberg durch. Jeremy Dudziak (12. Minute), Sonny Kittel (30.), Khaled Narey (72.) und Tim Handwerker per Eigentor (81.) erzielten die Treffer.

Es war ein überzeugender Auftritt der Hamburger, die sich in der Vorwoche noch zu einem späten Remis gegen den SV Darmstadt zitterten. Gegen den Bundesligaabsteiger aus Nürnberg durfte das Team dagegen früh jubeln: St.-Pauli-Zugang Dudziak brachte den HSV mit einem platzierten Schuss aus knapp 20 Metern in Führung. Auch Neuverpflichtung Kittel (vom FC Ingolstadt gekommen) traf aus der Distanz - wenn auch mit etwas Glück. Bei seinem Freistoßtreffer spekulierte der ehemalige HSV-Keeper Christian Mathenia auf die falsche Ecke und reagierte dann zu spät.

Mit sieben Zugängen in der Startelf blieb Hamburg auch in der zweiten Hälfte die gefährlichere Mannschaft. Bei einer Großchance des eingewechselten Khaled Narey verhinderte Mathenia noch mit einem starken Reflex das 0:3 (68.), vier Minuten später war der Torwart aber chancenlos. Das 4:0 kam nach einer sehenswerten Kombination zwischen Kittel und Adrian Fein (Leihgabe vom FC Bayern U23) zustande, am Ende der Aktion lenkte Handwerker eine scharfe Hereingabe von Fein ins eigene Tor.

Der HSV ist nun Dritter, Nürnberg steht weiter mit drei Punkten im Tabellenmittelfeld. Angeführt wird die zweite Liga vor ihrer ersten Unterbrechung vom Karlsruher SC und Erzgebirge Aue (jeweils sechs Punkte). Am kommenden Wochenende findet die erste Runde des DFB-Pokals statt: Nürnberg trifft im Auswärtsspiel auf Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt (9. August), die Hamburger müssen zum Drittligisten Chemnitzer FC (11. August). In der Vorsaison war der HSV erst im Pokal-Halbfinale an RB Leipzig gescheitert.

1. FC Nürnberg - Hamburger SV 0:4 (0:2)
0:1 Dudziak (12.)
0:2 Kittel (30.)
0:3 Narey (72.)
0:4 Handwerker (81., Eigentor)
Nürnberg: Mathenia - Margreitter, Erras, Sörensen - Sorg, Behrens, Jäger (36. Ishak), Handwerker - Medeiros (69. Kerk), Robin Hack (69. Palacios), Dovedan
Hamburg: Heuer Fernandes - Gyamerah, Jung, van Drongelen, Leibold - Fein - Hunt, Dudziak (75. Kinsombi) - Jatta (64. Narey), Hinterseer, Kittel (82. Jairo)
Schiedsrichter: Osmers
Gelbe Karten: Handwerker/Dudziak
Zuschauer: 44.497

jan



insgesamt 32 Beiträge
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critico66 05.08.2019
1. Deutlicher Sieg
des HSV. Die Taktik mit hungrigen Zweitligaspielern anstatt mit satten Erstlingskickern in die Zweitligasaison zu gehen, könnte aufgehen. Es bleibt aber nach dem zweiten Spieltag die Frage: War der HSV so gut oder der Club so schwach? Spätestens nach einem 6:0 gegen den KSC, haben wir Gewissheit.
spon1899 06.08.2019
2.
Hihi, das tut weh, ich weiß. Jetzt muss man doch gegen den KSC zu spielen. Der Fussballgott hat 2015 eben nicht vergessen. Kaum ein Spiel gewonnen und schon größenwahnsinnig werden. Schön zu sehen, dass solche Fans in Liga zwei rumturnen müssen. Das erdet ungemein.
Siebengestirn 06.08.2019
3. Ja, das war überzeugend.
Nürnberg wollte zuhause offensiv mitspielen. Das kam dem HSV entgegen. Der Aufstieg wird aber gegen viele tief stehende Mannschaften mit 2 eng gestaffelten Viererketten, manchmal auch hinten einer Fünferkette zu erspielen sein. Diese sind zwar schwer, aber mit Geschwindigkeit und über die Flügel zu "knacken". Ein schnelles Tor ist ebenfalls sehr wichtig. Das gelang gegen Nürnberg, nicht aber gegen Darmstadt. Mal sehen wie es weitergeht. Die Perspektive ist besser geworden.
payblack 06.08.2019
4. Freut mich für den HSV.
Die werden mit Hecking solide und steigen dann hoffentlich auf. Was mir aber fehlt: Keine Kommentare zum BVB Artikel über die Verfehlungen von Dickel/Owomoyela möglich? Keine Debatte, kein Kommentar, ist das BVB-Radio denn rechtsfreier Raum. Herr Ahrens, bitte dringend einen Leitartikel. Mehrfache und wiederholte Verfehlungen und denunzieren einer Nation, Verhöhnung von Namen, der Versuch Hitler zu imitieren vor laufendem Mikrofon im obigen Kontext. WO bleibt ihre Empörung? Bei Tönnies durften sie sich doch richtig austoben als der versuchte einen lustigen Spruch zu machen der in eine rassistische Aussage ausartete. Und jetzt kommt nichts von ihnen, gar nichts? Dürfen diese Personen weiter für den BVB arbeiten? Ich verlange Aufklärung.
dirtygary 06.08.2019
5. Größenwahn stirbt immer zuletzt
Die Hamburger werden sich noch umschauen wenn der harte Zweitligawinter kommt
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