2. Bundesliga Acht Tore im Topspiel - HSV distanziert VfB Stuttgart

Hamburg hält Kurs auf die erste Liga. Durch den Sieg gegen Stuttgart bleibt der HSV Spitzenreiter der zweiten Liga. Arminia Bielefeld hat die Schwaben derweil überholt.
Sonny Kittel traf zur Hamburger Führung

Sonny Kittel traf zur Hamburger Führung

Foto: Frank Molter/dpa

Hamburger SV - VfB Stuttgart 6:2 (3:1)

Der Hamburger SV hat das Topspiel der 2. Bundesliga gegen den VfB Stuttgart gewonnen. Der Tabellenführer besiegte den Zweitplatzierten 6:2 und vergrößerte den Abstand auf den VfB auf vier Punkte.

Erst 13 Minuten waren gespielt, als Stuttgarts Maxime Awoudja Hamburgs Jeremy Dudziak mit einem leichten Kontakt im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sonny Kittel zur Führung für den HSV (14. Minute). Auch beim zweiten Gegentreffer sah Awoudja nicht gut aus. Bakery Jatta setzte sich im Zweikampf gegen den Verteidiger durch, lief allein mit dem Ball auf Torhüter Gregor Kobel zu und traf zum 2:0 (24.). Schiedsrichter Deniz Aytekin schaute sich nach Protesten der Stuttgarter die Fernsehbilder des Zweikampfs von Jatta gegen Awoudja an, erkannte aber kein Foul. Der Treffer zählte.

Der VfB war bis dato zu keiner Großchance gekommen, doch nach einem Eckstoß traf Nicolás González per Kopf zum Anschluss (33.). Der Spielstand hielt nicht lange. Denn infolge eines Hamburger Konters hob Christoph Moritz den Ball von der Grundlinie auf den linken Pfosten, aus kurzer Distanz köpfte Kittel das 3:1 (36.). Diskussionen gab es um das 4:1 für den HSV. Nach einem Eckstoß unterlief Gonzalo Castro ein Eigentor. Schiedsrichter Aytekin wollte das Tor wegen eines vorangegangenen Fouls Jattas an Torwart Kobel zunächst nicht geben, entschied mithilfe des Videoassistenten aber doch auf einen regulären Treffer (56.). Die Entscheidung war durchaus strittig.

Die Vorentscheidung war das aber noch nicht, denn kurz darauf verkürzte Silas Wamangituka aus kurzer Distanz auf 2:4 (63.). Sogar der vermeintliche Anschlusstreffer gelang dem VfB, doch erneut griff der Videoassistent ein. Da González den Ball vor dem Treffer mit dem Arm mitgenommen hatte, zählte der Treffer nicht (69.). Dann sorgte der HSV aber doch für die Vorentscheidung, Martin Harnik drückte den Ball gegen seinen Ex-Verein zum 5:2 über die Linie (76.). Kurz vor Schluss gelang Adrian Fein das 6:2 (90.+1).

Dynamo Dresden - Arminia Bielefeld 0:1 (0:0)

Der VfB rutschte in der Tabelle vom zweiten auf den dritten Platz ab, weil Verfolger Arminia Bielefeld bei seinem Spiel in Dresden punktete. Andreas Voglsammer erzielte nach einer schönen Kombination der Bielefelder per Kopf den Siegtreffer (63.). Dresden bejubelte zwar in der 78. Minute den vermeintlichen Ausgleich, aber der Treffer zählte nicht, da der Ball zuvor im Toraus gewesen war. Bielefeld steht dank des Erfolgs auf dem zweiten Platz, zwei Punkte hinter dem HSV.

Karlsruher SC - Hannover 96 3:3 (1:2)

Gleich zwei Elfmeter gab Schiedsrichter Guido Winkmann beim Spiel des KSC gegen Hannover - wobei beide Mannschaften davon profitierten. Kurz nach Hendrik Weydandts Führungstreffer für die 96er (6.) zeigte der Schiedsrichter erstmals auf den Punkt. Karlsruhes Kyoung-rok Choi hatte Marcel Franke mit einem Schuss an der Hand getroffen, den Strafstoß verwandelte Wanitzek zum Ausgleich (8.). Kurz vor der Pause gab es wieder Elfmeter, dieses Mal hatte Damian Roßbach Hannovers Stürmer Marvin Duksch umgestoßen. Ducksch selbst traf per Elfmeter zur 2:1-Führung (44.).

In der zweiten Hälfte gelang Daniel Gordon per Kopfball der Ausgleich (77.). Das 3:2 für Hannover schoss Weydandt in der Nachspielzeit (90.+3), doch erneut glich der KSC dank Gordon aus (90.+5). Dann wurde es kurios: Torwart Ron-Robert Zieler schlug wütend nach dem Ball, erwischte dabei jedoch Gordon und sah dafür die Gelb-Rote Karte (90.+6).

ptz
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