2. Fußball-Bundesliga Stuttgart verteidigt Tabellenführung, Bielefeld trifft fünfmal

Der VfB war gegen Fürth nicht das bessere Team, bleibt aber dennoch auf Platz eins. Grund zur Freude hatte auch Bielefeld - die Arminia ist nach ihrem Sieg vorerst Zweiter.

Daniel Didavi musste sich nach seinem Führungstor erst einmal am Pfosten festhalten
Thomas Kienzle / DPA

Daniel Didavi musste sich nach seinem Führungstor erst einmal am Pfosten festhalten


VfB Stuttgart - Greuther Fürth 2:0 (1:0)

Stuttgart ist auch nach dem siebten Spieltag Tabellenführer der Zweiten Liga. Der VfB gewann zu Hause gegen Greuther Fürth allerdings etwas glücklich. Daniel Didavi kurz nach Anpfiff (2. Minute) und Philipp Förster kurz vor Ende der Partie (82.) trafen für die Gastgeber. Greuther Fürth steht nach der Niederlage vorerst auf Rang sieben.

Nach dem frühen Rückstand waren die Gäste über weite Strecken das bessere Team. Havard Nielsens Abschluss klärte Torwart Gregor Kobel (8.), Tobias Mohr traf nur die Unterkante der Latte (29.). Kurz vor der Pause vergab Philipp Klement dann die Riesenchance zum 2:0 (43.). Auch in den zweiten 45 Minuten blieb Fürth mindestens ebenbürtig. Mohr traf nun nach der Latte auch noch den Pfosten (57.).

Wehen Wiesbaden - Arminia Bielefeld 2:5 (1:3)

Bielefeld bleibt neben Stuttgart das einzige ungeschlagene Team in dieser Zweitliga-Saison. In Wiesbaden traf die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus fünfmal. Cebio Soukou (20.), Joan Simun Edmundsson (43.), Andreas Voglsammer (52.) und zweimal Fabian Klos (34./73.) erzielten die Tore für die Gäste, die damit vorerst Zweiter sind. Für Wiesbaden traf Manuel Schäffler (4. und 56.) doppelt. Wehen bleibt nach der Niederlage Tabellenschlusslicht.

SV Sandhausen - VfL Bochum 1:1 (0:0)

In Sandhausen sah es lange nach dem ersten Saisonsieg des VfL Bochum aus, am Ende musste der VfL sich aber mit einem Punkt begnügen. Silvere Ganvoula hatte sein Team zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison in Führung gebracht (57.), aber zwei Minuten vor Schluss traf Aziz Bouhaddouz. Bochum bleibt Vorletzter, Sandhausen steht auf dem geteilten fünften Platz.

1. FC Nürnberg - Karlsruher SC 1:1 (1:1)

Nürnberg hat trotz Überlegenheit nur unentschieden gegen Karlsruhe gespielt. Johannes Geis brachte die Franken in der 24. Minute per Foulelfmeter in Führung. Manuel Stiefler glich per Schuss in den Winkel aus (40.). Nach der Pause verpasste der Gastgeber unter anderem in Person von Michael Frey (61.) und Robin Hack (67.) gute Gelegenheiten für ein zweites Tor. Nürnberg ist vorerst Tabellenzehnter, der KSC liegt auf Rang acht.

svs



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didohaun 21.09.2019
1. Zu Stuttgart-Fürth
Wiedermal brauchte die Walter-Truppe Fortunas Zuneigung, um den erwarteten Heimsiegs über eine überraschend gute Kleeblatt-Elf einzufahren. Trotz Blitzstart konnte der frisch gebackene Tabellenführer der 2. BL zu keiner Zeit das Spiel kontrollieren, was besonders an der bemerkenswerten Laufleistung der Gäste, aber auch eigenem Unvermögen in Abwehr und Spielaufbau zu verdanken war. Obwohl die Fürther insgesamt viermal das Aluminium trafen, hatte der VfB mehr echte Tormöglichkeiten, meist durch Konterangriffe. Da hätte man effektiver sein müssen, um den Gästen frühzeitig den Giftstachel zu ziehen. Da Walter mit Gomez und Algadui zwei routinierte Goalgeter auf der Bank hatte, fragt man sich, warum er nicht auf einen der beiden in Halbzeit zwei zurückgegriffen hat. In Regensburg hat das ja bereits ganz gut geklappt. Meine persönliche Erkenntnis aus diesem Spiel ist, dass es auch dieser neu formatierte VfB Mannschaft, wie bereits all die Jahre zuvor, nach wie vor an aggressivem Vorwärtsverteidigen und körperlichen Durchsetzungsvermögen mangelt. Was damit gemeint ist, haben die Gäste aus Fürth heute lehrbuchhaft vorgeführt. Das immer wieder hervorgehobene technische Potential der Stuttgarter zeigte wiedermal kaum. Um es besser zur Geltung zu bringen, müsste mehr Laufbereitschaft und Passqualität Einzug halten. Falls das nicht bald gelingt, wird es schwer bis Saisonende in den Auftstiegsrängen zu verbleiben. Von BL1-Reife ganz zu schweigen. Die nächste, wohl noch schwerere Hürde in Bielefeld, wird so nicht zu nehmen sein.
duerrmi 21.09.2019
2. zu VfB vs. Fürth
Ja, Fürth war insgesamt bestimmt nicht schlechter. Ja, Stuttgart wurde den eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Der VfB-Sieg geht aber in Ordnung. Zwar hat Stuttgart keine Aluminiumtreffer gehabt, aber auch einige hochprozentige Chancen die man kläglich vergeben hat. Außerdem wurde ein Handelfmeter, warum auch immer, nicht gegeben. Hinzu kommt, dass Fürth gefühlt keine Minute im Spiel hatte, in dem es kein Foul verursachte. Grundsätzlich ist das in Ordnung und gehört dazu. Jedoch war es teilweise sehr unsportlich. Symbolisch kann man da denn (Nicht-) Sportkameraden Seguin nennen, der Gonzalez mit Vorsatz ins Krankenhaus getreten hat. Gott sei Dank gibt es Gerechtigkeit: Segui selber musste später auch verletzt vom Platz. Eine Verletzung gönne ich niemandem, aber wenn es einen "Richtigen" gibt, dann war er erst heute.
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