2. Fußball-Bundesliga Bremen steigt auf, HSV geht in die Relegation

Jubel in Bremen: Werder folgt Schalke in die Bundesliga. Der HSV sicherte sich den Relegationsplatz und spielt dort gegen Hertha BSC. Ein Schalker traf aus 60 Metern ins Tor, Toptorjäger Simon Terodde erzielte seinen 30. Saisontreffer.
Torjubel in Bremen: Zurück in der Bundesliga

Torjubel in Bremen: Zurück in der Bundesliga

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IMAGO/SASCHA JANNE / IMAGO/Sascha Janne

Werder Bremen spielt in der kommenden Saison wieder in der Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Ole Werner feierte am 34. Spieltag der zweiten Liga einen Sieg gegen Jahn Regensburg und sicherte sich Platz zwei und damit den direkten Aufstieg. Den Relegationsplatz ergatterte der Hamburger SV, der dank eines Siegs in Rostock Darmstadt auf Distanz hielt. Der HSV trifft nun in den beiden Entscheidungsspielen auf Hertha BSC.

Die vielversprechendste Ausgangslage hatten die Bremer, die mit einem Sieg oder einem Unentschieden den direkten Aufstieg aus eigener Kraft klarmachen konnten. Schon früh ging Werder in Führung, Toptorjäger Marvin Ducksch legte den Ball für Niclas Füllkrug ab, der erst den linken Innenpfosten und dann ins Tor traf (10. Minute). Nach der Halbzeit wackelte Werder ein wenig, doch Angreifer Ducksch beruhigte mit seinem 21. Saisontreffer die Nerven der Bremer Fans.

Der Hamburger SV hat die Chance, nach vier Jahren in der zweiten Liga wieder in die Bundesliga zurückzukehren. In Rostock zeigte sich der HSV zunächst nicht in Topform, die Gastgeber gingen bereits in der 13. Minute in Führung. Danylo Sikan tankte sich durch den Strafraum und legte auf Nico Neidhard ab, der aus kurzer Distanz einschieben konnte.

Nach dem Seitenwechsel gelang den Hamburgern durch ein Kopfballtor von HSV-Toptorjäger Robert Glatzel der Ausgleich (50.). Und dann war es Sebastian Schonlau, der zur HSV-Führung ins Tor köpfte (75.). Der eingewechselte Mikkel Kaufmann erzielte mit einem Traumtor das 3:1. Hansa gelang noch der Anschlusstreffer, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Nun trifft der HSV in der Relegation auf die Hertha.

Der erste Treffer im Aufstiegskampf fiel in Darmstadt. In der zweiten Spielminute traf Tim Skarke nach einer Ecke per Kopf. Auch in der Folge wollten die Gastgeber nichts anbrennen lassen, was ihren Part im Kampf um den Aufstieg anging. Bereits in Hälfte eins überrannten die Lilien ihre Gäste aus Paderborn förmlich, konterten sich zu zwei weiteren Toren durch Luca Pfeiffer bereits in Hälfte eins.

Zunächst erhöhte Pfeiffer nach einem schnellen Einwurf und einer passgenauen Flanke in den Fünfmeterraum (25.) in der 38. Spielminute staubte er dann zum Doppelpack ab. Die Darmstädter hatten damit früh ihren Job erledigt, ließen auch in der zweiten Hälfte nichts mehr anbrennen. Reichen sollte es dennoch nicht.

Schalke begab sich beim 1. FC Nürnberg früh auf Meisterschaftskurs. Und wie! Rodrigo Zalazar sah noch aus der eigenen Hälfte, dass Nürnbergs Torwart Carl Klaus weit vor dem eigenen Tor stand. Also zog er aus knapp 60 Metern einfach mal ab – und der Ball landete hinter dem verdutzten Keeper im Netz (15.). In einem darüber hinaus recht chancenarmen Duell kickten die beiden Vereine in der Folge freundlich den Ball hin und her.

97 Sekunden lang wackelte die Meisterschaft der zweiten Liga für die Schalker noch einmal, als Lukas Schleimer den Ausgleich für Nürnberg erzielte, dann war es Schalkes Toptorjäger Simon Terodde, der mit seinem 30. Saisontor für die Entscheidung sorgte.

Weitere Ergebnisse im Überblick:

Heidenheim vs. Karlsruher SC 2:0 (2:0)
St. Pauli vs. Fortuna Düsseldorf 2:0 (0:0)
Hannover 96 vs. FC Ingolstadt 3:2 (1:1)
SV Sandhausen vs. Holstein Kiel 3:1 (3:0)
Dynamo Dresden vs. Erzgebirge Aue 0:1 (0:0)

bka/sak
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