2. Fußball-Bundesliga Kaiserslautern springt auf Platz zwei, Braunschweig bleibt punktlos

Tag der Aufsteiger in Liga zwei: Der 1. FC Kaiserslautern feiert den nächsten Sieg, in Magdeburg entscheidet ein Platzverweis das Spiel. Braunschweigs Niederlage kann selbst ein Elfmetertöter nicht verhindern.
Sprungkraft aus der Pfalz: Terrence Boyd köpfte Kaiserslautern in Führung

Sprungkraft aus der Pfalz: Terrence Boyd köpfte Kaiserslautern in Führung

Foto: Uwe Anspach / dpa

In der 2. Fußball-Bundesliga waren am Sonntag alle drei Aufsteiger im Einsatz – und fuhren dabei sehr unterschiedliche Ergebnisse ein: Der 1. FC Kaiserslautern ist nach einem 2:1-Heimsieg (1:0) gegen den FC St. Pauli punktgleich mit Tabellenführer Jahn Regensburg Zweiter im Unterhaus. Dem 1. FC Magdeburg wird bei der 1:2-Heimniederlage (1:1) gegen Holstein Kiel ein Strafstoß zum Verhängnis. Auch Eintracht Braunschweig erlebte einen Elfmeter gegen sich, Verursacher Jasmin Fejzić parierte ihn – das 0:1 (0:0) gegen den SV Darmstadt 98 aber konnte er Braunschweiger Torwart nicht verhindern.

Für Träume von einem Durchmarsch in die Bundesliga ist es wohl noch zu früh, der Saisonstart ist dem 1. FC Kaiserslautern aber eindrucksvoll gelungen. Gegen die feldüberlegenen Gäste vom FC St. Pauli gingen die »Roten Teufel« früh in Führung: Ex-Nationalspieler Erik Durm flankte nach schöner Doppelpass-Kombination vom rechten Flügel, im Strafraum stieg Terrence Boyd am höchsten und köpfte mit seinem zweiten Saisontreffer das 1:0 (9. Minute).

St. Pauli musste das Spiel nun machen, die größeren Chancen ergaben sich aber für die Lauterer: Erneut Boyd traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten (66.), Kenny Prince Redondo (86.) sorgte für die Vorentscheidung. Der Anschlusstreffer von Jakov Medić nach einem Eckball (88.) kam für St. Pauli zu spät. Mit sieben Punkten aus drei Spielen steht Kaiserslautern in der Momentaufnahme auf einem direkten Aufstiegsplatz, Spitzenreiter bleibt aufgrund der besseren Tordifferenz aber Jahn Regensburg.

Auch Holstein Kiel ist in der laufenden Zweitligasaison noch ungeschlagen. Nach zwei Remis zum Auftakt folgte in Magdeburg der erste Sieg: Nach einem Eckball erzielte Marco Komenda per Abstauber die Führung (17.) gegen den Aufsteiger, der sich kurz vor der Halbzeitpause in eine Drangphase hineinspielte und durch Jason Ceka zum verdienten Ausgleich kam. Wieder zugunsten der Kieler kippte die Partie nach der Pause, als der bereits verwarnte Jamie Lawrence gegen Kiels Steven Skrzybski im Strafraum zu spät in den Zweikampf kam. Die Folge: Platzverweis, Elfmeter und die erneute Kieler Führung durch Benedikt Pichler (59.), die die Gäste in Überzahl problemlos über die Zeit brachten.

Eintracht Braunschweig fehlten gegen Darmstadt nur wenige Minuten bis zum ersten Punktgewinn der Saison. Verdient wäre er nicht gewesen: Die Darmstädter waren die klar bessere Mannschaft und hätten durch einen Strafstoß in Führung gehen können. Jasmin Fejzić hatte Phillip Tietz gefoult. Allerdings gilt der Torhüter der Braunschweiger als Elfmeterspezialist – und lenkte Tietz’ Versuch vom Punkt an den Pfosten.

So war es an Oscar Vilhelmsson, die Partie zu entscheiden: Mit einem feinen Heber überlupfte der erst 18 Jahre alte Schwede Fejzić in den Schlussminuten (86.). Nach drei Niederlagen aus drei Spielen steht Braunschweig auf dem letzten Tabellenplatz.

cev
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