Trainerwechsel bei Arminia Bielefeld Saibene geht, Neuhaus kommt

Zehn Spiele ohne Sieg waren zu viel: Jeff Saibene ist nicht mehr Trainer von Arminia Bielefeld. Mit Uwe Neuhaus präsentierte der Zweitligist wenige Stunden später einen Nachfolger.

Uwe Neuhaus
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Uwe Neuhaus


Der ehemalige Trainer von Dynamo Dresden, Uwe Neuhaus, ist neuer Coach von Arminia Bielefeld. Der 59-Jährige erhält einen Vertrag bis Juni 2020, ebenso wie der neue Co-Trainer Peter Németh.

Neuhaus trainierte gemeinsam mit Németh bis Ende August den Ligakonkurrenten Dynamo Dresden. Nachdem der Klub in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen gescheitert war, musste das Trainergespann gehen. Neuhaus war seit Juli 2015 bei Dynamo und trainierte zuvor unter anderem Union Berlin.

Nur wenige Stunden vor der offiziellen Verkündung der Nachfolge hatte sich Arminia von Trainer Jeff Saibene und Co-Trainer Carsten Rump getrennt.

Die Arminia kam am Sonntag über ein 1:1 (0:0) gegen den Tabellenvorletzten Sandhausen nicht hinaus und ist mit 15 Punkten aktuell 14. Das Team hatte seit zehn Pflichtspielen nicht mehr gewonnen.

Der 50-jährige Saibene hatte den Trainerposten in Bielefeld im März 2017 übernommen und den Klub vor dem Abstieg bewahrt. Die vergangene Saison beendete die Arminia als Tabellenvierter. "In dieser Spielzeit ist die erhoffte sportliche Entwicklung leider ausgeblieben. Wir sehen das Erreichen unserer Ziele als gefährdet an", schreibt Samir Arabi, Arminia-Geschäftsführer Sport auf der Webseite des Klubs.

Über die Verpflichtung von Neuhaus und Németh schrieb Arabi: "Wir sind überzeugt, dass wir die aktuell sportlich schwierige Situation gemeinsam meistern werden."

ngo/sid

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insgesamt 4 Beiträge
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troy_mcclure 10.12.2018
1. Schade
Er war schon in der Schweiz recht gut und auch Bielefeld hat unter ihm ansehnlichen und lange Zeit auch erfolgreichen Fußball gespielt. Ich denke, er hätte die Wende geschafft
bristolbay 10.12.2018
2. Klümpchen-Verein
Es ist schon erstaunlich, wie sich dieser Verein überhaupt über Wasser halten kann und wie er es sich leistet, diese 2 Trainer zu bezahlen. Denen steht doch das Wasser bis Oberkante Unterlippe. Die jetzige Situation ist nicht dem Trainer geschuldet. Wenn man wie dieser Verein sich mehr mit fehlendem Geld beschäftigen muss und durch den Verkauf des Stadions immer noch mehr recht und schlecht am Limit des Überziehungskredits von Tag zu Tag lebt, dann bleibt halt eine vernünftige Saisonplanung für den Kader aus. Da werden Kredite nachgelassen und Unternehmen aus der Region pusten etwas Sauerstoff in diesen fast leblosen Körper, warum? Wenn die Stadt oder die Sparkasse hier Millionen versenken, dann müssten doch eigentlich Kontrollgremien mal nachsehen. Kein Geld für Investitionen in Schulen und Infrastruktur, aber Subventionierung geldgeiler Profis. Haben die investierenden Unternehmen auch eine soziale Einstellung für ihre Mitarbeiter? Ich persönlich wünsche mir, dieser Verein würde in die Bezirksliga verschwinden. Aus einem ganz einfachen Grund, dann würde die Titelseite der NW mit erfolgreichen Vereinen aus der Region bestückt, es gibt ja noch den FC Paderborn im Fussball und die Vereine Minden und Lemgo in der Handball-Bundesliga, aber über die werden auf den letzten Seiten unter Ferner liefen berichtet.
charleston_master 11.12.2018
3. @bristolbay
Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen wurde Bielefeld eben NICHT mit Steuergeldern gepimpt. Vor allem im Vergleich zu den Vereinen, denen die Kommunen ein ganzes Stadion oder dessen Ausbau mitfinanziert haben. Das war bei Arminia mitnichten der Fall. Die Stadt Bielefeld hat ausschließlich Kredite gegeben, die mit dem Stadionverkauf zurückgezahlt wurden, und über die Zinsen sogar noch Gewinn erwirtschaftet. Abgesehen davon, dass alleine die Spieler horrende Summen an Einkommenssteuer bezahlen, die der Stadt auch wieder zurückfließen. Und die Unternehmen werden schon wissen, worin sie ihr Geld investieren. Und ja - sie haben sehr wohl eine soziale Einstellung zu ihren Mitarbeitern. Zumindest von der Firma Dr. Oetker ist das sehr bekannt. Das bisschen, was die zum Kauf des Stadions zugeben müssen, zahlen die Unternehmen aus der Portokasse, das sind Peanuts. Und die Tageszeitungen berichten nun mal nicht über das, was Sie gerne wünschen, sondern über das, was am meisten nachgefragt wird. Und wenn man sich in der NW oder im WB die "Hitparaden" der meistgelesenen Artikel anschaut, so sind die Arminia-Berichte grundsätzlich ganz vorne.
bristolbay 13.12.2018
4. Auch mit blau-weißer Brille ist es ein Klümpchen-Verein
Zitat von charleston_masterIm Gegensatz zu vielen anderen Vereinen wurde Bielefeld eben NICHT mit Steuergeldern gepimpt. Vor allem im Vergleich zu den Vereinen, denen die Kommunen ein ganzes Stadion oder dessen Ausbau mitfinanziert haben. Das war bei Arminia mitnichten der Fall. Die Stadt Bielefeld hat ausschließlich Kredite gegeben, die mit dem Stadionverkauf zurückgezahlt wurden, und über die Zinsen sogar noch Gewinn erwirtschaftet. Abgesehen davon, dass alleine die Spieler horrende Summen an Einkommenssteuer bezahlen, die der Stadt auch wieder zurückfließen. Und die Unternehmen werden schon wissen, worin sie ihr Geld investieren. Und ja - sie haben sehr wohl eine soziale Einstellung zu ihren Mitarbeitern. Zumindest von der Firma Dr. Oetker ist das sehr bekannt. Das bisschen, was die zum Kauf des Stadions zugeben müssen, zahlen die Unternehmen aus der Portokasse, das sind Peanuts. Und die Tageszeitungen berichten nun mal nicht über das, was Sie gerne wünschen, sondern über das, was am meisten nachgefragt wird. Und wenn man sich in der NW oder im WB die "Hitparaden" der meistgelesenen Artikel anschaut, so sind die Arminia-Berichte grundsätzlich ganz vorne.
Nur einige Fakten aus der von Ihnen so geschätzten NW: Beitrag NW 9.11.2018 Stadt Bielefeld erlässt 1 Mio. an Zinsen !!!, erwartet aber nach dem Stadioverkauf die Zahlung von 2 Mio. Beitrag NW 12.11.2018 .....In Verhandlungen mit allen Gläubigern ........ sowie die Sparkasse Bielefeld und die Volksbank Gütersloh-Bielefeld waren bereit, auf Teile ihrer Forderungen zu verzichten unter der aufschiebenden Bedingung, dass mit den Erlösen aus dem Stadionverkauf alle Restschulden getilgt werden. Es ist also städtisches Geld verplemmpert worden und es sind ja noch die ursprünglichen Kredite rückzuzahlen. In der jetzigen Situation und bei einem möglichen Abstieg, wo soll das Geld herkommen? Gleiches gilt für Kredite der Sparkasse und der Volksbank. Ob die Unternehmen all das aus der Portokassen zahlen ist mir nicht bekannt, Gerry Weber ist aber ein sehr negatives Beispiel, nach außen den großen Spender machen und die eigene Hütte brennt. Ausbaden haben es heute die AN, Verlust von Arbeitsplätzen und Kürzung der Einkommen. Von den "horrenden" Einkommensteuer fließt auch nur ein Teil in die Kassen der Stadt, vorausgesetzt, alle Spieler wohnen auch in Bielefeld. Bei den Kenntnissen der Vermittler werden bestimmt der ein oder andere Spieler ein Steuersparmodell haben, aber das wissen weder Sie noch ich. Gäbe es hier in OWL einen Wettbewerb zwischen Zeitungen, dann sähe die Situation auch anders aus, so aber macht die NW halt mal ein bisschen Werbung für Ihr Sposoring und bring die alltäglichen Wasserstände halt auf der ersten Seite. Kann damit aber zwischenzeitlich leben, klappe gleich um. Sicherlich sind Sie als Fan dieses Vereins angebissen, aber seien Sie versichert, über mittleres bis unteres Niveau 2 BL wird es nicht hinausgehen. Alleine der Verschleiß an Trainer spricht Bände und kostet Geld, das woanders sinnvoller wirken könnte.
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