2. Fußball-Bundesliga Aufstiegsfavorit überrollt Absteiger

Der TSV 1860 München hat den zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren. Die 60er deklassierten dabei Absteiger Hansa Rostock, dessen Fehlstart nach der Niederlage perfekt ist. Freiburg unterlag in Dresden, Alemannia Aachen setzte sich in letzter Sekunde gegen den Karlsruher SC durch.


Torschütze Agostino (M.): Kollegen bedanken sich für zwei Treffer
DPA

Torschütze Agostino (M.): Kollegen bedanken sich für zwei Treffer

Die "Löwen" siegten im ersten Heimspiel in der Allianz-Arena völlig verdient 4:1 (2:0) und setzten sich damit an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Schon nach 117 Sekunden ließ der Australier Paul Agostino die 51.200 Fans in Münchens neuem Fußball-Tempel zum ersten Mal jubeln, als er eine Flanke seines neuen Sturmpartners Stefan Reisinger zum 1:0 verwandelte. In der 16. Minute war Agostino erneut zur Stelle, als Hansa-Torhüter Mathias Schober einen Schuss von Reisinger nach einer schönen Einzelleistung abprallen lassen musste.

Beide Male sah die Rostocker Hintermannschaft nicht gut aus. Für die weiteren Treffer der Sechziger sorgten Nemanja Vucicevic in der 60. Minute und der eingewechselte Michal Kolomaznik in der 78. Minute, auch der Rostocker Ehrentreffer ging bei einem Eigentor von Rodrigo Costa (88.) auf das Konto der Gastgeber.

Freiburg patzt in Dresden

Der SC Freiburg hat ebenso wie Hansa Rostock einen Rückschlag im Kampf um den Wiederaufstieg erlitten. Die Breisgauer kassierten eine 0:2 (0:0)-Niederlage bei Dynamo Dresden und büßten nach dem mühsamen 2:1-Auftaktsieg gegen Wacker Burghausen die ersten Punkte ein. Dagegen knüpften die Sachsen an ihre Heimstärke aus der Vorsaison an und holten den 8. Sieg aus den letzten 9 Spielen im Rudolf-Harbig-Stadion.

Freiburgs Torhüter Walke (l.): Viel beschäftigt, zweimal überwunden
DPA

Freiburgs Torhüter Walke (l.): Viel beschäftigt, zweimal überwunden

Vor 18.047 Zuschauern sorgten die Neuzugänge Marco Vorbeck (48.) und Dennis Cagara (53.) mit ihren Treffern kurz nach dem Seitenwechsel für die Entscheidung. In einer guten Zweitligapartie waren die Sachsen die engagiertere Mannschaft. Der Bundesliga-Absteiger aus Freiburg präsentierte sich dagegen über weite Strecken harmlos und leistete sich viel zu viele Fehler. So führte ein Schnitzer von Abwehrspieler Boubacar Diarra auch zum Dynamo-Führungstreffer.

Besser machte es Alemannia Aachen. Mittelfeldspieler Laurentiu Reghecampf bewahrte den Aufstiegsanwärter vor einem Fehlstart. Der Rumäne bescherte den Schwarz-Gelben mit einem Freistoßtor in der Nachspielzeit einen 2:1 (0:0)-Sieg gegen den Karlsruher SC und damit nach der Auftaktniederlage bei Erzgebirge Aue (1:2) die ersten Punkte in der laufenden Saison.

"Wir haben heute morgen noch ein paar Freistöße geschossen. Ich habe meinen Jungs erklärt, dass sie flach ablegen und mit Vollspann schießen sollen. Das hat geklappt", freute sich Aachens Trainer Dieter Hecking. Neuzugang Sascha Rösler hatte die Gastgeber zunächst in Führung gebracht (54.), Karlsruhes Sean Dundee sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich per Handelfmeter (83.). Reiner Plaßhenrich hatte zuvor den umstrittenen Strafstoß verschuldet.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.