Dresden vor dem Zweitliga-Abstieg Dynamo ist platt - und Verteidiger Löwe attackiert die DFL

Team-Quarantäne, verspäteter Re-Start, sieben Spiele in 19 Tagen: Dynamo Dresden steht nach der nächsten Pleite in Kiel vor dem Abschied aus Liga zwei. Retten kann sich das Team nur noch mit zwei Siegen - und viel Glück.
Knackpunkt gegen Kiel: Dresden musste nach einem Platzverweis für Jannik Müller in Unterzahl spielen

Knackpunkt gegen Kiel: Dresden musste nach einem Platzverweis für Jannik Müller in Unterzahl spielen

Foto:

Frank Molter/ dpa

Dynamo Dresden muss sich auf den Gang in die dritte Liga einstellen. Am 32. Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga verlor der Tabellenletzte 0:2 (0:1) bei Holstein Kiel. Emmanuel Iyoha erzielte kurz vor der Pause die Führung (45. Minute), Lion Lauberbach sorgte für die Entscheidung (80.).

Als Schlusslicht hat Dynamo (28 Punkte) fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, den der Karlsruher SC (33) mit dem deutlich besseren Torverhältnis belegt. Für eine Rettung benötigt Dresden zwei Siege in den verbleibenden zwei Partien. Doch auch das könnte zu wenig sein. Parallel ist Dynamo auf entsprechende Ergebnisse der Abstiegskonkurrenten aus Karlsruhe und Wiesbaden angewiesen.

Nach dem Spiel kritisierte Dresden-Profi Chris Löwe die Deutsche Fußball Liga in einem emotionalen Interview bei Sky. "Glauben Sie ehrlich, dass sich einer von denen in der DFL, Christian Seifert oder wer auch immer, eine einzige Sekunde Gedanken macht, was in unseren Köpfen vorgeht? Wir zahlen den Preis." Seine Kritik dürfte vor allem auf das straffe Dresdner Programm nach der Saison-Fortsetzung abgezielt haben.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Hinter Dynamo liegen strapaziöse Wochen. Das Team konnte wegen mehrerer Covid-19-Fälle und einer angeordneten Mannschaftsquarantäne erst verspätet in die Saison-Fortsetzung starten. Die Folge war ein dichter Spielplan - und ein Kraftakt. Der Auftritt in Kiel war bereits die siebte Partie innerhalb von 19 Tagen. Das Ergebnis: ein Sieg, ein Remis, fünf Niederlagen.

Dabei hatte Dynamo durchaus erfolgreich ins neue Jahr gefunden. In den sieben Partien im Jahr 2020 vor der Corona-Unterbrechung holte der Hinrundenletzte elf Punkte, in einer Zwischentabelle vom 19. bis 25. Spieltag hätte das den achten Platz bedeutet.

In Unterzahl in Not geraten

In Kiel kam Dynamo gut in die Partie, doch das Team spielte ab der 39. Minute in Unterzahl - Jannik Müller flog mit Gelb-Rot vom Platz. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war Dresden zwar noch bemüht, aber auch unterlegen. Kiel steht nach dem elften Saisonsieg im Liga-Mittelfeld auf Platz neun.

Die nächste Partie bestreitet Dresden am Sonntag in Sandhausen, anschließend hat das Team erstmals seit dem Re-Start kein Spiel unter der Woche. Erst nach sechs Ruhetagen am 28. Juni wartet das letzte Saisonspiel gegen den VfL Osnabrück.

Hier finden Sie alle Zweitliga-Spieltage und die Tabelle.

jan
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.