2. Fußball-Bundesliga Nach 14 sieglosen Partien – St. Pauli gewinnt durch Treffer in der Nachspielzeit

Zuletzt hatte der FC St. Pauli am 2. Spieltag gegen Heidenheim gewonnen, nun gab es einen späten Dreier bei Hannover 96. Die Gäste bejubelten einen 17-Jährigen, die Gastgeber ärgerten sich über Schiedsrichter Storks.
Spieler des FC St. Pauli bejubeln den zweiten Saisonsieg

Spieler des FC St. Pauli bejubeln den zweiten Saisonsieg

Foto: Martin Rose / Getty Images

Großer Ärger bei Hannover 96 über Schiedsrichter Sören Storks: In der 85. Minute war 96-Angreifer Hendrik Weydandt beim Stand von 2:2 von Gäste-Torhüter Dejan Stovanovic im Strafraum von den Beinen geholt worden. Doch Storks und sein Team entschieden: kein Strafstoß. Doch es kam noch schlimmer für die Gastgeber: Drei Minuten später sah Jaka Bijol Gelb-Rot (diesmal eine korrekte Entscheidung), und in der Nachspielzeit traf der 17-jährige Igor Mantanovic zum 3:2 für den FC St. Pauli.

Rodrigo Zalazar (2. Minute) und der Ex-Schalker Guido Burgstaller (10.) hatten für eine rasche 2:0-Führung der Gäste gesorgt, Genki Haraguchi mit einem Doppelpack innerhalb von zwei Minuten (53. und 55.) ausgeglichen.

Der FC St. Pauli hat mit 13 Punkten zwar weiterhin den vorletzten Tabellenplatz inne, aber Anschluss zu den davor platzierten Teams SV Sandhausen und Eintracht Braunschweig (je 14 Zähler) gefunden. Hannover 96 ist weiterhin Sechster.

Der VfL Bochum steht vorübergehend an der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Dank zweier Treffer von Robert Tesche holten die Bochumer gegen 1. FC Nürnberg den vierten Sieg in Folge und zogen mit 32 Punkten am Hamburger SV vorbei. Der bisherige Spitzenreiter könnte mit einem Erfolg am Montag (20.30 Uhr, TV: Sky) gegen den VfL Osnabrück auf Platz eins zurückkehren.

Manuel Schäffler brachte den Klub, der in diesem Jahr noch sieglos ist, in Führung (29.). Robert Zulj glich schnell aus (31.). Tesche (73./83.) sicherte mit zwei Toren den Bochumern den fünften Heimsieg in Folge.

Mit 30 Punkten belegen die Düsseldorfer nun den dritten Platz hinter dem VfL Bochum und Hamburger SV. Dawid Kownacki (24.) erzielte das 1:0 für die Gäste, die die reifere Spielanlage zeigten. Kenan Karaman (82.) und Thomas Pledl (89.) machten alles klar.

Nach tollem Zuspiel von Alfredo Morales stürmte Kownacki allein auf das Tor der Sachsen zu, spielte Torwart Martin Männel aus und schob zum Führungstor ein. In der vierten Minute hatte Florian Krüger eine gute Torchance für die Gastgeber zum 1:0, aber Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier parierte stark.

Der Bundesliga-Absteiger wirkte abgeklärter in seinen Angriffsaktionen. Der FC Erzgebirge agierte vielfach fahrig im Passspiel und ermöglichte so Düsseldorf immer wieder Möglichkeiten durch schnelles Umschaltspiel.

mfu/sid
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