2. Fußball-Bundesliga Freiburg siegt sich Richtung Erste Liga

Vorfreude im Breisgau: Der SC Freiburg hat sich auch vom FC Ingolstadt nicht aufhalten lassen und stürmt weiter zum Aufstieg. Der 1. FC Nürnberg macht im Windschatten Boden gut. Auch Fürth und Aachen sammelten Punkte. Duisburg muss die Hoffnungen dagegen wohl aufgeben.


Hamburg - Der SC Freiburg kann sich so langsam für die Erste Liga rüsten. Der 3:2-Sieg gegen den FC Ingolstadt am 28. Spieltag bescherte dem Tabellenführer einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf Relegationsplatz drei. Sechs Punkte hinter dem Team von Trainer Robin Dutt als neuer Zweiter steht der 1. FC Nürnberg (49 Punkte) nach einem 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Auch Greuther Fürth (48, 2:0 gegen Wehen-Wiesbaden) und Alemannia Aachen (45, 2:0 gegen den FSV Frankfurt) sind noch dabei im Rennen um die Aufstiegsplätze. Der MSV Duisburg (41) musste jedoch nach einem 2:3 gegen die TuS Koblenz abreißen lassen.

Freiburger Torschütze Idrissou (M.): Jubel im Breisgau
DPA

Freiburger Torschütze Idrissou (M.): Jubel im Breisgau

Der SC Freiburg festigte mit dem mühsamen Heimsieg gegen den Tabellenvorletzten seine Spitzenposition in der Zweiten Liga. Sechs Spieltage vor Saisonende ist für die Breisgauer der Aufstieg zum Greifen nah. Julian Schuster (9. Minute), Mohamadou Idrissou (15.) und Ivica Banovic (68.) trafen vor 16.800 Zuschauern für die Hausherren. Die Ingolstädter blieben trotz der Tore von Daniel Jungwirth (49./Foulelfmeter) und Steffen Wohlfahrt (56.) auch im elften Spiel in Serie ohne Sieg.

Freiburg drückte von Beginn an aufs Tempo. Schuster traf mit einem feinen Freistoß und legte kurz darauf für Idrissou das 2:0 auf. Danach versäumten es die Gastgeber trotz guter Chancen, ihre Führung auszubauen. Die Strafe folgte direkt nach der Pause: Zunächst nutzte Jungwirth ein Elfmeter-Geschenk von Schiedsrichter Florian Steuer, dann glich Wohlfahrt nach verunglücktem Rückpass von Banovic sogar aus. Doch Banovic bügelte seinen Fehler aus und sorgte per Kopf nach erneuter Vorlage des starken Schuster für die erneute Führung.

Dank seines fünften Sieges in Serie beim 2:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli eroberte Aufstiegsfavorit Nürnberg den zweiten Tabellenplatz und hat die direkte Rückkehr in die Erste Liga nun selbst in der Hand. Die Treffer für den über weite Strecken enttäuschenden "Club" erzielten vor der Erstliga-Kulisse von 46.780 Zuschauern Pascal Bieler (39. Minute) und Marek Mintal (64.). Nach ihrer zehnten Auswärtsniederlage müssen sich die Hamburger endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschieden.

Gegen die stark geschwächten Gäste taten sich die ideenlosen Hausherren lange schwer. Nach einem strammen Schuss von Timo Schultz hatte "Club"-Torhüter Raphael Schäfer sogar Glück (32.), dass der Ball von der Unterkante der Latte nicht ins Tor ging. Wenig später hatte St. Pauli erneut Pech (37.), als ein Treffer von Marius Ebbers wegen Abseits keine Anerkennung fand. Dafür machte es Bieler auf der anderen Seite besser und köpfte nach einer Ecke zur Führung ein.

Nach dem Wechsel sorgten zunächst die Gelb-Rote Karte für Gäste-Spieler Marcel Eger (55.) sowie die Rote Karte gegen Nürnbergs Isaac Boakye (56.) für Aufregung. Wenig später machte Mintal mit seinem 13. Saisontor alles klar.

Fürth bleibt dran

Für Greuther Fürth sorgte Cidimar (24. Minute) vor 6560 Zuschauern für den einzigen Treffer, der zum Sieg reichte. Wehen Wiesbaden hätte nach großem Kampf und großem Einsatz vor allem in der zweiten Halbzeit mehr als eine knappe Niederlage verdient gehabt, durch die ihre Hoffnungen auf den Klassenerhalt auf ein Minimum geschrumpft sind. Fürth, das noch einen Foulelfmeter vergab, konnte nicht überzeugen, brachte den Vorsprung mit viel Glück über die Zeit und beendete die Durststrecke nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie.

Auch Alemannia Aachen greift im Aufstiegskampf an. Nach dem 2:0 (0:0) vor 20.077 Zuschauern gegen den FSV Frankfurt und dem vierten Sieg nacheinander hat die Alemannia den Kontakt zu den Top-Plätzen wieder hergestellt. Benjamin Auer (51. Minute) mit seinem 13. Saisontreffer und Matthias Lehmann (81.) machten den Erfolg perfekt. Aachen erzielte durch Lehmann (4.) einen frühen Treffer, der allerdings wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Aufregung auch in der 7. Minute, als der Frankfurter Emil Noll Auer foulte, Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus aber nicht auf Strafstoß erkannte.

Für den MSV Duisburg ist der Aufstieg hingegen in weite Ferne gerückt. Das Team von Peter Neururer unterlag im Heimspiel gegen die TuS Koblenz 2:3 (1:1) und blieben auch im vierten Spiel in Folge ohne Sieg. Koblenz hingegen stoppte auswärts den Negativtrend mit zuletzt zwei Niederlagen und verbuchte drei wichtige Zähler im Abstiegskampf. Vor 14.096 Zuschauern erzielten Sandro Wagner (17.) und Cedrick Makiadi (63.) mit seinem 15. Saisontor die Treffer für die Gastgeber. Wagner hatte dabei allerdings die Hand zur Hilfe genommen. Für die ersatzgeschwächten Gäste trafen Zoltan Stieber (30.) per Kopf nach Flanke von Marko Lomic, Manuel Fischer (71.) und Du-Ri Cha (90.+1).

fpf/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.