2. Fußball-Bundesliga HSV geht 1:5 gegen Sandhausen unter - Heidenheim darf in die Relegation

Im Fernduell um die Relegation haben Heidenheim und Hamburg Nerven gezeigt, und wie: Der FCH konnte sich ein 0:3 in Bielefeld erlauben. Denn der HSV erlebte gegen Sandhausen ein Debakel.
Hamburgs Sonny Kittel: Verbleib in Liga zwei

Hamburgs Sonny Kittel: Verbleib in Liga zwei

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FOCKE STRANGMANN/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

Der Hamburger SV hat auch in seinem zweiten Zweitliga-Jahr den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verpasst. Am letzten Spieltag lieferte sich der HSV ein Fernduell mit dem 1. FC Heidenheim um den Relegationsplatz der zweiten Liga. Diese patzten zwar tatsächlich 0:3 (0:2) in Bielefeld. Doch diese Chance nutzte der HSV nicht: Er verlor sein Heimspiel gegen Sandhausen 1:5 (0:2) - dabei ging es für den Gegner um nichts Zählbares mehr.

Dafür hat Heidenheim nun die Gelegenheit, trotz der Niederlage bei den bereits als Zweitliga-Meister feststehenden Bielefeldern erstmals in der Klubgeschichte in die Bundesliga aufzusteigen.

Während dem einstigen Bundesliga-Urgestein Hamburg also ein drittes Jahr der Zweitklassigkeit bevorsteht, duelliert sich Heidenheim in der Relegation mit Werder Bremen. Die Bremer hatten sich am Sonntag in einem packenden Liga-Finish in die Relegation gerettet. Am kommenden Donnerstag und dem darauf folgenden Montag spielen beide Teams erst in Bremen, dann in Heidenheim um die Teilnahme an der Bundesliga-Saison 2020/2021 (jeweils 20.30 Uhr; Liveticker SPIEGEL.de; Stream: DAZN).

Der HSV zeigte gegen Sandhausen einen teils desolaten Auftritt. Rick van Drongelen per Eigentor (13. Minute) und Gäste-Angreifer Kevin Behrens (21.) sorgten für einen deutlichen Rückstand der Hamburger. Und der hätte zur Pause noch klarer ausfallen können, doch Behrens vergab zwei Großchancen auf das nächste Tor (40., 45.+5).

Nach der Pause schien sich der HSV zu fangen. Nach Eingreifen des Videoschiedsrichters gab es einen Foulelfmeter für die Hamburger, Aaron Hunt verwandelte zum 1:2 (62.). Doch in der Schlussphase waren die nun allzu offensiv spielenden HSV-Profis anfällig für Gegenstöße - und implodierten geradezu. Behrens erzielte zwei weitere Treffer (84./Elfmeter, 89.). Den Schlusspunkt setzte Dennis Diekmeier, der selbst von 2010 bis 2018 für den HSV gespielt hatte (90.+3). In dieser Zeit war Diekmeier übrigens nie ein Tor gelungen - seinen ersten Profitreffer hatte er erst kürzlich erzielt. Das 5:1 gegen den Ex-Klub war Nummer zwei.

In Bielefeld hätte Heidenheim ein Sieg den dritten Platz garantiert, von diesem waren die Gäste aber weit entfernt. Nach einer Ecke unterlief Tim Kleindienst ein Eigentor (13.), Andreas Voglsammer (17.) und Jonathan Clauss (54.) erzielten die weiteren Treffer für die Arminia.

KSC rettet sich, Nürnberg bangt

Auch im Abstiegskampf stand in der zweiten Liga eine enge Entscheidung aus. Dabei hat der 1. FC Nürnberg den sicheren Klassenerhalt verpasst - er kam bei Holstein Kiel nicht über ein 1:1 hinaus und wurde vom Karlsruher SC (2:1-Sieg bei Greuther Fürth) überholt. Die Konsequenz: Der Klub muss nun in die Relegation gegen den Dritten der 3. Liga. Wer das sein wird, ist noch offen. Derzeit belegt der FC Ingolstadt den vierten Platz, der Stand jetzt für die Relegation berechtigt, weil Tabellenführer Bayern II als Reserveteam nicht aufsteigen darf. Noch stehen dort aber zwei Spieltage aus.

Zweitligist Wehen Wiesbaden (5:3 gegen den FC St. Pauli) hatte schon vor dem Spieltag nur theoretische Chancen auf den Klassenerhalt, der Klub steht nun genau so als Absteiger fest wie Dynamo Dresden (2:2 gegen den VfL Osnabrück).

Mario Gomez verabschiedet sich standesgemäß

Der VfB Stuttgart stand bereits vor dem letzten Spieltag als fast sicherer Aufsteiger fest; nur bei einem unwahrscheinlichen Ausgang der eigenen Partie und der der Heidenheimer wäre der Klub von Platz zwei zu verdrängen gewesen. So ging es gegen Darmstadt vor allem um: Mario Gomez. Der Starstürmer stand letztmals für den VfB auf dem Platz, das Ende seiner Profifußballkarriere in Deutschland gilt als wahrscheinlich. Gegen Darmstadt verlor Stuttgart zwar 1:3 (1:1), aber Gomez gelang das anvisierte Tor, er traf in der 42. Minute zum 1:1. Später traf Gomez sogar erneut, das Tor wurde aber nach Eingreifen des Videoschiedsrichters aberkannt. Das hatte Gomez in dieser Saison schon häufiger erlebt.

Die weiteren Ergebnisse:
Hannover 96 - VfL Bochum 2:0 (1:0)
Jahn Regensburg – Erzgebirge Aue 1:2 (1:1)

mon
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