2. Fußball-Bundesliga 23 Tore in drei Spielen – Heidenheim und Hamburg mit wichtigen Siegen

5:4, 4:4 und 4:2: Der Samstag in der zweiten Liga bot großes Spektakel. Auch der HSV durfte einen Erfolg feiern – und geht nun auf einem direkten Aufstiegsplatz in die lange WM-Pause.
Hamburgs Ludovit Reis (l.) traf einmal, Robert Glatzel gleich doppelt gegen Sandhausen

Hamburgs Ludovit Reis (l.) traf einmal, Robert Glatzel gleich doppelt gegen Sandhausen

Foto: Marcel von Fehrn / Eibner / IMAGO

Im letzten Spieltag vor der WM-Pause lieferten sich die Fußball-Zweitligisten am Samstag drei spektakuläre Spiele mit insgesamt 23 Treffern.

Der Hamburger SV gewann 4:2 (1:0) gegen den SV Sandhausen und überwintert damit auf Rang zwei.

Der 1. FC Heidenheim besiegte Jahn Regensburg 5:4 (3:2) und steht weiter auf Platz drei, während Regensburg als Zehnter den Blick nach unten richten muss.

Der Karlsruher SC und der FC St. Pauli trennten sich 4:4

Der Hamburger SV war von Beginn bemüht, sich nicht mit zwei Pleiten in Folge in die Winterpause zu verabschieden. Die Hamburger setzten Sandhausen früh unter Druck, Robert Glatzel schaffte aus kurzer Distanz das 1:0 (27. Minute).

Sandhausen gelang wenig, ehe die Gäste nach der Halbzeitpause wie aus dem Nichts ausglichen. Cebio Soukou setzte sich im Strafraum gegen den viel zu zögerlichen Ransford-Yeboah Königsdörffer durch und erzielte das 1:1 (49.). Der HSV ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, spielte weiter nach vorne und kam durch Ludovit Reis zum schnellen 2:1 (56.).

Durch einen dicken HSV-Fehler kam Sandhausen zurück ins Spiel. Miro Muheim spielte einen viel zu kurzen Rückpass. Sandhausens Christian Kinsombi ging dazwischen und machte das 2:2 (56.).

Es entwickelte sich ein Spiel fast ohne Ruhepausen. Durch ein Eigentor ging der HSV wieder in Führung. Jean-Luc Dompé flankte scharf nach innen, wo Aleksandr Zhirov den Ball aus rund zehn Metern ins eigene Tor köpfte (74.). Sechs Minuten später sorgte Glatzel dann mit seinem elften Saisontor für das 4:2 (80.). Danach spielte der HSV die Partie souverän zu Ende.

Das Kellerduell begann mit rund 15 Minuten Verspätung, weil KSC-Fans vor Spielbeginn mit Pyrotechnik zündelten und das Wildparkstadion in dichten Nebel einhüllten.

Als es dann losging, bestimmte der FC St. Pauli das Spiel – und lag dennoch schnell 0:2 zurück. Fabian Schleusener brachte den Karlsruher SC mit der ersten Chance in Führung (12.), Marvin Wanitzek legte nach einem Konter das schnelle 2:0 nach (16.). Dann gelang dem FC St. Pauli etwas Zählbares: Lukas Daschner wollte aus der Drehung aufs Tor schießen, traf den Ball aber nicht richtig. Am zweiten Pfosten schaltete Johannes Eggestein am schnellsten und verwandelte zum 1:2 (24.). Bis der Treffer jedoch Anerkennung fand, vergingen fast vier Minuten Überprüfung durch den Videoschiedsrichter.

Lange dichter Nebel in Karlsruhe

Lange dichter Nebel in Karlsruhe

Foto: IMAGO/Jan Huebner

Kurz darauf schlug wieder der KSC zu. Nach einem Einwurf kam der Ball über Wanitzek zu Schleusener, der aus rund fünf Metern gegen die zu passive Abwehr der Gäste aus Hamburg keine Mühe hatte (31.).

St. Pauli blieb danach die aktivere Mannschaft und kam durch einen Treffer von Eggestein wieder auf 2:3 heran (35.). Karlsruhe versuchte danach, die Führung bis zur Halbzeitpause zu retten – ohne Erfolg. In der 43. Minute gelang Eric Smith nach einer Ecke der Ausgleich zum 3:3.

Auch die zweite Hälfte startete wild: Mikkel Kaufmann brachte die spielerisch deutlich schwächeren Karlsruher mit einem präzisen Schuss erneut in Führung (50.). Dennoch bestimmte St. Pauli weiter das Spiel und kam in der 61. Minute nach einer sehenswerten Kombination durch Daschner zum 4:4.

Danach ging es weiter hin und her, am Ende wurde Karlsruhe sogar noch mal stärker, ein Treffer fiel aber nicht mehr.

Der 1. FC Heidenheim und Jahn Regensburg lieferten sich ein unterhaltsames Spiel mit dem besseren Ende für Heidenheim. Stefan Schimmer (90.+4) setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt, zwei Minuten zuvor hatte Regensburgs Aygün Yildirim (90.+2) das 4:4 erzielt.

Zuvor hatten Tim Kleindienst (21./39.), Adrian Beck (36.) und Denis Thomalla (76.) für Heidenheim sowie Prince Osei Owusu (14.), Charalambos Makridis (45.+1) und Nicklas Shipnoski (55.) für den Jahn getroffen.

Regensburg hatte vor 9695 Zuschauern noch weitere große Chancen: Doch Blendi Idrizi (60.) traf nur den Pfosten. Makridis schoss aus sechs Metern am leeren Tor vorbei.

kjo/dpa
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