Sieg gegen St. Pauli Der HSV kann doch noch Derbysieger

Nach fast drei Jahren hat sich der HSV mal wieder im Stadtduell durchgesetzt: Dank des Erfolgs gegen Zweitliga-Spitzenreiter St. Pauli kommt der HSV im Aufstiegsrennen einen großen Schritt nach vorn.
Sebastian Schonlau erzielte das 1:1

Sebastian Schonlau erzielte das 1:1

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ABS Michael Schwarz / imago images/Michael Schwarz

Der Hamburger SV darf über den ersten Derbysieg seit März 2019 jubeln. Zum Start des 20. Spieltags in der 2. Fußball-Bundesliga setzte sich der HSV 2:1 (0:1) gegen St. Pauli durch. Guido Burgstaller hatte die Gäste in Führung gebracht (30.), dann drehten Sebastian Schonlau (58.) und Bakary Jatta (70.) das Spiel. Damit kommt der vorübergehend drittplatzierte HSV (34 Punkte) Tabellenführer St. Pauli (37) wieder näher.

Unter der Woche hatten beide Teams den Einzug in das Pokal-Viertelfinale geschafft. St. Pauli schaltete überraschend Borussia Dortmund aus, der HSV kam beim 1. FC Köln nach Elfmeterschießen weiter.

Doch von Müdigkeit konnte keine Rede sein, besonders der HSV kam schwungvoll in die Partie. Ein abgefälschter Distanzschuss von Miro Muheim war dabei die erste spektakuläre Offensivszene (10.). Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel, immer wieder mal gute Gelegenheiten – und dennoch gelang St. Pauli das einzige Tor der ersten Hälfte. Nach einer von Etienne Amenyido zurück ins Zentrum geköpften Freistoßflanke schob Torjäger Burgstaller den Ball aus kurzer Distanz per Kopf über die Linie (30.).

Dann aber belohnten sich die Hamburger – und es schlug die Stunde von Schonlau. Im Pokalspiel gegen Köln hatte er in der Verlängerung unglücklich einen Strafstoß verschuldet, der die Hamburger anschließend zum Zittern im Elfmeterschießen verdammte. Nun traf Schonlau nach einem Eckball per Kopf zum Ausgleich (58.).

Knapp zehn Minuten später der nächste Torjubel: Mit einem sehenswerten Schuss in die linke Ecke brachte Jatta den HSV in Führung (70.), zuvor hatte ihn Sonny Kittel mit einem feinen Zuspiel bedient. Auch das 1:1 hatte Kittel bereits vorbereitet. Mit einer Parade gegen einen gefährlichen Schuss von Burgstaller rettete Daniel Heuer Fernandes den HSV-Sieg (82.).

Für Nürnberg begann die Partie in Düsseldorf mit einem Blitzstart: Lino Tempelmann zog aus der Distanz ab und hatte direkt Glück, noch leicht abgefälscht von einem Mitspieler landete sein Schuss aus etwa 20 Metern im Tor (2.). Und dieses eine Tor reichte dem FCN, der sich vorübergehend auf den vierten Platz geschoben hat. Düsseldorf bleibt im unteren Tabellendrittel.

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jan