Weitere Zweitligasaison droht Das Murmeltier grüßt den Hamburger SV

Die Konkurrenz um den Aufstieg siegt. Der HSV verspielt aber mal wieder seine Chancen auf die erste Liga, wenn auch kurios. In Darmstadt wurde derweil nicht nur erfolgreich Schnee geschippt.
Der Hamburger SV liegt bereits neun Punkte hinter dem Relegationsrang

Der Hamburger SV liegt bereits neun Punkte hinter dem Relegationsrang

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Cathrin Mueller / Getty Images

Der 28. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga hatte für den Hamburger SV eine erneute Enttäuschung parat. Gegen den SC Paderborn verlor der HSV 1:2 (0:1). Im Kampf um den Aufstieg gewann Darmstadt 98 3:1 (2:0) gegen Holstein Kiel und setzt sich zumindest bis zum St.-Pauli-Spiel am Abend bei Hansa Rostock (20.30 Uhr, TV: Sky) an die Tabellenspitze. Und Hannover 96 kam trotz langer Überzahl nicht über ein 1:1 (1:1) gegen Jahn Regensburg hinaus.

Seit seinem Abstieg im Jahr 2018 versucht der Hamburger SV in jedem Jahr mit einer neuen Mannschaft, einem neuen Trainer den Aufstieg. In den vergangenen Jahren scheiterte der einstige Bundesliga-Dino dramatisch in den letzten Spielen, diesmal grüßt das Murmeltier schon früher: Nach der Pleite gegen Paderborn, dem fünften sieglosen Spiel in Folge, liegen die Hamburger sechs Spieltage vor Schluss nun bereits neun Punkte hinter dem Relegationsrang. Die Niederlage gegen Paderborn kam schon fast kurios zustande. Bereits nach 45 Sekunden war der Ball im Tor – durch einen traumhaften Schuss.

Nach einem Ballgewinn reagierte Dennis Srbeny gedankenschnell und schoss aus 40 Metern über den im Ballbesitz zumeist hoch stehenden HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes hinweg zur Führung (1. Minute). Der HSV erholte sich zwar von dem Schock, Gästekeeper Jannik Huth parierte jedoch einen Elfmeter von Robert Glatzel stark (57.), ehe Srbeny wenig später mit seinem zweiten Treffer, diesmal aus moderater Entfernung, zur Vorentscheidung traf (61.). Zum hanseatischen Unglück wurden auch noch zwei Treffer wegen Abseits zurückgenommen. So gelang durch einen Torwartfehler lediglich der Anschluss durch Giorgi Chakvetadze (90.+5).

Wegen einer frischen Schneedecke kamen Fans bereits am Samstagmorgen mit Schneeschippen ins Stadion am Böllenfalltor, damit das Spiel stattfinden konnte. Immerhin haben die Darmstädter anders als der HSV noch beste Chancen im Kampf um den Aufstieg. Und so spielten die Hessen auch gegen Kieler, die noch nicht den Klassenerhalt sicher haben. In einer starken Anfangsphase, in der gleich mehrere Treffer für die Darmstädter hätten fallen können, war es Matthias Bader, dessen Flankenversuch an Freund und Feind vorbei ins lange Eck fiel (10.). Kurz vor der Pause erhöhte mit Aaron Seydel ein ehemaliger Kieler (45.+1).

Im zweiten Durchgang wurde es wenige Sekunden spannend, nachdem Kwasi Okyere Wriedt zum Anschluss getroffen hatte (49.). Im direkten Gegenzug stellte Braydon Manu den alten Abstand wieder her (50.). Weil Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen statt des Balls lediglich den Kopf von Benedikt Pichler faustete, bekamen die Kieler zwar die Chance zum erneuten Anschluss. Wie in Hamburg behielt aber der Torhüter die Oberhand: Schuhen parierte gegen den eigentlich als sicherer Schütze geltenden Alexander Mühling (60.). Laut dem Statistikportal transfermarkt.de  war es im 19. Versuch im Profifußball erst der zweite Fehlschuss für Mühling.

Hannover bleibt trotz eines Punktes in Abstiegsangst. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie hatte Klubboss Martin Kind zwei Siege aus den Partien gegen Regensburg und in Aue gefordert. Danach sah es jedoch zunächst nicht aus: Nach einer Ecke köpfte Regensburgs Andreas Albers am zweiten Pfosten zur Führung (23.). Wenige Minuten später sollte sich die Partie jedoch drehen: Carlo Boukhalfa sah Rot, weil er Hannovers Dominik Kaiser mit der offenen Sohle oberhalb des Knies erwischte (27.). In Überzahl gelang 96 in der restlichen mehr als einer Stunde aber lediglich der Ausgleichstreffer durch Sebastian Stolze (39.).

hba
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