2. Fußball-Bundesliga Hertha gewinnt Spitzenspiel gegen Fürth

Hertha BSC ist nicht zu stoppen: Die Berliner gewannen gegen die SpVgg Greuther Fürth und bauten ihre Tabellenführung aus. Aufsteiger VfL Osnabrück holte gegen Cottbus den dritten Saisonsieg, Augsburg bezwang Union Berlin durch ein Tor kurz vor Spielende.

Jubelnde Berliner: Torschütze Domowtschiski (2.v.l.) feiert mit seinen Kollegen
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Jubelnde Berliner: Torschütze Domowtschiski (2.v.l.) feiert mit seinen Kollegen


Hamburg - Hertha BSC ist in der Zweiten Liga weiter auf dem Durchmarsch. Auch der Tabellenzweite SpVgg Greuther Fürth musste in Berlin eine Niederlage hinnehmen. Das 2:0 (0:0) war für das Team von Trainer Markus Babbel der siebte Sieg im neunten Saisonspiel. Mit 23 Punkten führt Hertha die Tabelle deutlich vor Fürth (19) und dem MSV Duisburg (18) an, der den Rückstand auf die Berliner am Sonntag gegen den Karlsruher SC noch auf zwei Punkte verringern kann. Der andere Zweitligist aus der Hauptstadt, Union Berlin, unterlag in Augsburg 1:2 (1:0). Osnabrück schlug Energie Cottbus 2:0 (1:0).

Waleri Domowtschiski ebnete Hertha BSC Berlin im Spitzenspiel den Weg zum Sieg. Der Bulgare erzielte in der 76. Minute den wichtigen Führungstreffer beim 2:0 (0:0) gegen Verfolger SpVgg Greuther Fürth. Raffael sorgte in der Schlussminute für die Entscheidung (90.).

Lange sah es vor 39.274 Zuschauern nach einem torlosen Remis im Olympiastadion aus. Die Berliner vergaben gegen die defensivstarken Fürther zunächst viele gute Torchancen. Vor allem Adrian Ramos ließ mehrere Möglichkeiten ungenutzt. So traf der Kolumbianer in der 42. Minute die Latte. Auch nach einem Schuss von Raffael und einer Abwehr von Verteidiger Thomas Kleine auf der Linie hatte Ramos Pech: Der Ball traf ihn an der Brust und sprang dann knapp neben den Pfosten (69.).

Fürth konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Defensive und brachte das Tor von Hertha-Schlussmann Marco Sejna kaum in Gefahr. Die deutliche Überlegenheit der Gastgeber zahlte sich erst in der 76. Minute aus. Nach einem Flankenlauf von Lewan Kobiaschwili und einer verunglückten Abwehr der Fürther traf Domowtschiski aus der Distanz. Erst danach verstärkten die Gäste ihre Angriffsbemühungen, bis Raffael zum 2:0 traf.

Augsburg und Osnabrück verschaffen sich Luft

Der FC Augsburg stoppte beim glücklichen 2:1 (0:1) gegen den 1. FC Union Berlin seine Talfahrt. Stephan Hain sorgte mit seinem Siegtor in der Nachspielzeit für den ersten Augsburger Sieg nach zuletzt vier Niederlagen in Serie. Nach der Berliner Führung durch Karim Benyamina (33.) hatte FCA-Kapitän Uwe Möhrle (69.) vor 14.694 Zuschauern den Augsburger Ausgleich erzielt.

Mit fünf Änderungen in der Aufstellung, einer defensiveren Ausrichtung als zuletzt und viel Glück gelang dem FCA nach fünf Spielen ohne Sieg der erhoffte Befreiungsschlag. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay wirkte aber gegen einen aggressiven Gegner verunsichert. Ein Glückstor von Möhrle, der Union-Torwart Jan Glinker mit einem Schuss aus 50 Meter Entfernung überraschte, und der Kopfball von Hain Sekunden vor dem Schlusspfiff sorgten in Augsburg für Erleichterung. Benyamina hatte die Berliner nach Zuspiel von John Jairo Mosquera in Führung geschossen.

Der VfL Osnabrück hat seine Negativserie ausgerechnet gegen seinen Ex-Trainer Claus-Dieter Wollitz beendet. Der Aufsteiger gewann gegen Energie Cottbus nach zuvor drei Niederlagen in Folge 2:0 (1:0). Alexander Schnetzler (24.) und Nicky Adler (66.) trafen für den VfL, der erstmals in dieser Saison ohne Gegentor blieb. Durch die drei Punkte verschaffte sich Osnabrück im Abstiegskampf etwas Luft, während die Gäste durch die dritte Saisonniederlage den Sprung auf Platz drei verpassten. Wollitz, der die Osnabrücker fünf Jahre trainiert hatte, musste wegen Reklamierens die letzten Minuten auf der Tribüne verbringen.

Vor 15.000 Zuschauern an der Bremer Brücke gingen beide Teams von Beginn an ein hohes Tempo. Die verdiente Führung fiel nach einem schönen Spielzug über Björn Lindemann, der mit einer präzisen Hereingabe die Energie-Abwehr aushebelte und damit Schnetzlers Führungstreffer vorbereitete. Cottbus drängte kurz nach dem Seitenwechsel auf den Ausgleich, spielte aber ab der 56. Minute in Unterzahl. Nach einer Notbremse gegen Adler sah Uwe Hünemeier die Rote Karte. Matthias Heidrich setzte den fälligen Foulelfmeter jedoch neben das Tor (58.). Für die Entscheidung sorgte schließlich Adler, der nach einem erneuten Abwehrfehler nur noch einschieben musste.

ulz/sid/dpa



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