Tor in der 94. Minute HSV steht in der 2. Bundesliga wieder an der Spitze

Arminia Bielefeld hat die Tabellenführung in der 2. Bundesliga nach einem Spiel schon wieder abgegeben. Der Hamburger SV ist nun wieder vorn, weil er in letzter Sekunde das Siegtor erzielte.

Christoph Moritz (HSV) und Jannik Müller (Dynamo) im Luftduell
Christian Charisius DPA

Christoph Moritz (HSV) und Jannik Müller (Dynamo) im Luftduell


Hamburger SV - Dynamo Dresden 2:1 (0:1)

Last-Minute-Jubel beim Hamburger SV: David Kinsombi (90.+4) hat den Aufstiegsanwärter zum 2:1 (0:0) gegen Dynamo Dresden und damit an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga geschossen. Das Team von Trainer Dieter Hecking ist punktgleich mit Arminia Bielefeld, weist aber die bessere Tordifferenz auf.

Der HSV geriet kurz nach der Pause in Rückstand: Eine Hereingabe von Niklas Kreuzer (47.) flog an Hamburgs Torhüter Daniel Heuer Fernandes vorbei ins Netz. Sonny Kittel (67.) gelang der Ausgleich - wenig später jubelte der HSV über den vermeintlichen Führungstreffer: Doch Martin Harnik (71.) stand bei seinem Abschluss knapp im Abseits. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten nahm Schiedsrichter Marco Fritz den Treffer zurück. Auch ein Treffer von Aaron Hunt (83.) zählte wegen einer Abseitsstellung nicht - dann schlug Kinsombi spät zu.

Arminia Bielefeld - SV Sandhausen 1:1 (1:1)

Ob es der Druck als Spitzenreiter war? Arminia Bielefeld hat sich beim 1:1 gegen den SV Sandhausen sehr schwergetan und die Tabellenspitze dadurch wieder räumen müssen. Keeper Stefan Ortega verhinderte gleich zu Beginn der Partie einen Rückstand, indem er einen Foulelfmeter, geschossen von Kevin Behrens, parierte (9.). 17 Minuten gelang Bielefeld selbst kein Torschuss, dann kam Jonathan Clauss und erzielte das 1:0. Nur zehn Minuten später glich Behrens aus - damit waren die Höhepunkte der Partie fast schon erzählt. Kurz vor Schluss traf Arminia noch die Querlatte.

Wehen Wiesbaden - Holstein Kiel 3:6 (2:4)

Acht Tore und drei Eingriffe des Videoschiedsrichters in den ersten 60 Minuten: Der SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel sorgten für ein Fußballspektakel. Letztlich unterlag das Tabellenschlusslicht aus Wiesbaden vor 4053 Zuschauern gegen die Kieler 3:6 (2:4). Dabei hätten noch deutlich mehr Tore fallen können. Denn die Akteure beider Teams ließen gegen schwache Abwehrreihen zahlreiche Chancen ungenutzt.

Manuel Schäffler brachte die Gastgeber zwar mit 1:0 in Führung (5. Minute/Foulelfmeter), doch im Anschluss zog Kiel davon. Emmanuel Iyoha (8.), Alexander Mühling (21., 27./Handelfmeter) und Janni Serra (29.) sorgten noch in der ersten halben Stunde für eine komfortable 4:1-Führung. Salih Özcan (50.) erhöhte nach der Pause zum 5:2, ehe Schäffler erneut verkürzte (52.). Den 6:3-Endstand besorgte Jonas Meffert (90.+4).

aha/sid/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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mirage122 23.11.2019
1. Heckings harte Hand
Mit seinen knallharten Ansagen und ohne unnötiges Kuschel-Programm sollte es eigentlich gelingen, den HSV wieder fit für die 1. Liga zu machen. Für eine Stadt wie Hamburg ist das einfach Pflicht-Programm. Bayern München will doch auch mal wieder auf den Kiez (Reeperbahn) und so was wie die ELPHI haben die in ihrem Hinterwald-Dorf doch sowieso nicht zu bieten.
zehwa 23.11.2019
2. Acht?
Wiesbaden - Holstein Kiel 3:6 (2:4) Acht Tore und drei Eingriffe des Videoschiedsrichters in den ersten 60 ... Was stimmt jetzt nicht?) Schøne Gruesse aus der Klugscheisserkurver!
appenzella 23.11.2019
3. Oh weh, Wiesbaden!
Wenn die Abwehr löchelt, hilft manchmal die Flucht nach vorn. So viele Tore, und ein Tor wurde unterschlagen - acht Tore und 3:6 als Endergebnis - hat der Videoschiedsrichter am Ende noch ein Tor abgezogen?
jean-baptiste-perrier 23.11.2019
4. Acht Tore in 60 Minuten plus das Neunte!
Zu Wehen Wiesbaden vs Kiel: Die Aussage im Artikel ist korrekt, dass innerhalb von 60 Minuten 8 Tore fielen. Es waren sogar nur knapp 52 Minuten bis es 3:5 stand. Und dann erzielte Meffert für Kiel in der 94. Minute noch das neunte Tor zum 3:6! Wenn man bedenkt, dass Schäffler von 2014 bis 2016 selbst noch ein Storch war, dann könnte man auch sagen, dass 8 der 9 Tore durch Kieler (inklusive einem ehemaligen) erzielt wurden. Bei Wehen Wiesbaden trifft Schäffler im Schnitt mittlerweile fast in jedem zweiten Spiel und spielt persönlich erfolgreicher bezogen auf die Torausbeute als bei allen Vereinen zuvor.
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