2. Fußball-Bundesliga Köln kann mit Daum nicht gewinnen

Selbst gegen neun Kaiserslauterer verspielte der 1. FC Köln zuhause einen Vorsprung. Am Ende gab es in der umkämpften Partie vier Platzverweise und einen stinksauren Trainer. Ein Aufsteiger peilt langsam den nächsten Aufstieg an.


Hamburg - Trainer Christoph Daum hat mit Fußball-Zweitligist 1. FC Köln auch im dritten Spiel keinen Sieg geschafft. Die Rheinländer verspielten beim 2:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern eine sichere Pausenführung durch einen "Doppelpack" von Matthias Scherz (14. und 36.), denn die Pfälzer kamen nach dem Anschluss durch Tamas Hajnal (60.) sowie Gelb-Roten Karten gegen Azar Karadas und und Balazs Borbely (beide 65./jeweils wegen wiederholten Foulspiels) durch Steffen Bohl (83.) noch zum verdienten Ausgleich.

Trainer Daum: Führung verspielt
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Trainer Daum: Führung verspielt

Daums Spieler, die mit zehn Punkten Rückstand auf die vorübergehend auf einen Aufstiegsplatz gekletterten Lauterer in dei Winterpause gehen, ließen ihrem Frust nach dem verdienten Ausgleich freien Lauf und schafften durch Ampelkarten für Peter Madsen (85.) und Bernt Haas (89.) den Ausgleich bei der zahl der Gelb-Roten karten. Die Gastgeber zeigten sich im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen unter Daum idennoch deutlich verbessert, auch wenn Vieles Stückwerk blieb. Vor allem die Rückkehr von Regisseur Thomas Broich nach abgelaufener Rotsperre machte sich bei den Kölnern bemerkbar. Der Ex-Gladbacher brachte wieder mehr Ordnung ins Spiel.

Allerdings hatten die Lauterer auch Pech, dass sie Mitte der ersten Halbzeit beste Möglichkeiten nicht nutzen konnten, als Sven Müller sowie Hajnal (jeweils 30.) und Joshua Simpson (34.) gute Chancen nicht nutzen konnten. Im zweiten Durchgang warf der FCK trotz Unterzahl alles nach vorne und verdiente sich damit das Remis.

Fußball-Zweitligist Carl Zeiss Jena muss auf einem Abstiegsplatz überwintern. Die auf eigenem Platz weiter sieglosen Thüringer kassierten im Aufsteiger-Duell mit dem FC Augsburg durch das 0:1 ihre dritte Heimniederlage und konnten nach dem vierten Spiel in Folge ohne Sieg die Gefahrenzone nicht verlassen. Die Gäste dagegen festigten durch ihren zweiten Auswärtserfolg nach den Treffern von Mourad Hdiouad (66., Handelfmeter) und Axel Lawaree (90.) ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte. Zu einem Aufstiegsplatz fehlen den Schwaben nur noch sechs Punkte.

6316 Zuschauer erlebten eine überwiegend schwache Begegnung. Nachdem vor der Pause Chancen auf beiden Seiten Mangelware gewesen waren, hatten die Platzherren unmittelbar nach Wiederbeginn bei einem Schuss von Tobias Werner ans Außennetz (46.) ihre beste Gelegenheit. Augsburg reagierte prompt und verzeichnete fast im Gegenzug einen Lattentreffer durch Patrick Pircher (47.). Nach Hdioudads Elfmeter, dem ein Handspiel von Toni Wachsmuth vorausgegangen war, kam Jena trotz einer druckvolleren Spielweise nicht mehr heran.

Hansa Rostock bleibt in dieser Saison ungeschlagen, darf den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters aber noch nicht feiern. Die Mecklenburger kamen bei der SpVgg Unterhaching nur zu einem 0:0 und können mit 37 Punkten nach zehn Siegen und sieben Unentschieden am Sonntag noch durch den Karlsruher SC von der Tabellenspitze verdrängt werden. Die Badener empfangen die SpVgg Greuther Fürth und wären im Falle eines Sieges Herbstmeister. Hansa ist das erste Team nach dem 1. FC Köln vor vier Jahren, das die Hinrunde ohne Niederlage beendete. Unterhaching blieb zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen ohne Tor.

3700 Zuschauer sahen eine langweilige erste Halbzeit. Beide Teams trauten sich nicht aus der Reserve. Die beste Gelegenheit hatte Hachings Robert Lechleiter, der in der 16. Minute nach einem Solo knapp neben das Tor schoss. Dass die Partie nach dem Wechsel etwas lebhafter wurde, lag vor allem an den Gastgebern und ihren wesentlich stärkeren Offensivbemühungen. Der eingwechselte Miroslav Spizak hatte die große Chance zur Führung, doch Hansa-Keeper Mathias Schober parierte nach seinem Kopfball glänzend.

all/sid/dpa

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