Zweite Bundesliga Kaiserslautern gewinnt Südwestderby gegen Karlsruhe

Der SC Paderborn hat im Spiel gegen Bielefeld einen frühen Platzverweis kassiert und das dritte Spiel in Folge verloren. Kaiserslautern ist nach dem Sieg über Karlsruhe auf dem Weg nach oben.
Matchwinner im Derby: Kaiserslauterns Terrence Boyd nach seinem Tor

Matchwinner im Derby: Kaiserslauterns Terrence Boyd nach seinem Tor

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Uwe Anspach / dpa

Der SC Paderborn rutscht in eine Krise. Gegen den Tabellenletzten Arminia Bielefeld verloren die Paderborner am 16. Spieltag der Zweiten Bundesliga 0:2. Es war bereits die dritte Pleite in Folge für den SCP, der auf Platz fünf abrutscht.

Im Südwestderby besiegte der 1. FC Kaiserslautern den Karlsruher SC 2:0 (1:0) und steht auf Platz sieben. Karlsruhe ist Zehnter.

Im Verfolgerduell setzte sich Hannover 96 2:0 (2:0) gegen Fortuna Düsseldorf durch und rückt damit auf Platz vier vor. Die Fortuna rutscht auf Rang sechs ab.

Keine Tore gab es beim Nordduell zwischen dem FC St. Pauli und Holstein Kiel.

Paderborn startete schlecht ins Spiel. Nach acht Minuten kam Keeper Jannik Huth aus seinem Tor und pflückte den Ball vor Bielefelds Robin Hack runter. Dabei stand Huth aber knapp außerhalb des Strafraums. Schiedsrichter Martin Thomsen übersah das Handspiel erst, stellte den Keeper aber nach Eingriff des Videoassistenten vom Platz.

Trotz der Überzahl agierte Bielefeld als Tabellenletzter lange zu zaghaft. Erst kurz vor der Pause spielte die Arminia mal einen Angriff sauber aus. Masaya Okugawa spielte Janni-Luca Serra frei, der aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte (40. Minute). Danach wirkte Paderborn vollkommen verunsichert und Bielefeld erhöhte durch Sebastian Vasiliadis auf 2:0 (45.).

Das Nachbarschaftsduell war in der zweiten Hälfte nicht hochklassig, aber weiter umkämpft. In der 70. Minute sah Bielefelds Lukas Klünter in einer unübersichtlichen Situation Gelb-Rot und musste ebenfalls vorzeitig runter. Am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Karlsruhe war im Südwestderby am Anfang die aktivere Mannschaft, Malik Batmaz etwa schoss frei stehend aus elf Metern knapp übers Tor (23.). Die Heimelf war dagegen effizienter: Kaiserslautern spielte über vier Stationen nach vorne, wo Angreifer Terrence Boyd an den Ball kam und aus spitzem Winkel die Führung erzielte (34.). Für Boyd war es bereits sein achtes Saisontor.

Auf dem stimmungsvollen Betzenberg machte Karlsruhe danach das Spiel, während Kaiserslautern leidenschaftlich verteidigte. Für den 2:0-Endstand sorgte Kenny Prince Redondo kurz vor Spielende nach Zuspiel von Aaron Opoku (86.).

Beide Teams waren im Verfolgerduell zunächst darauf bedacht, möglichst wenig Fehler zu machen. Richtig gefährlich wurde Hannover erst in der 34. Minute – und ging prompt in Führung. Nach einem langen Einwurf kam der Ball zu Håvard Nielsen, der direkt abzog.

Düsseldorf tat danach viel für den schnellen Ausgleich, aber Hannover konterte eiskalt. Ein langer Ball gelangte zu Hendrik Weydandt, der auf Cedric Teuchert querlegte, der ohne Mühe verwandelte (43.).

Danach spielte Düsseldorf gut mit, ging aber zu fahrlässig mit seinen Chancen um.

Beide Mannschaften fanden nur schwer ins Spiel, erst gegen Ende der Hälfte erspielten sich sowohl St. Pauli als auch Kiel ihre ersten Möglichkeiten. In der zweiten Hälfte war Kiel die bessere Mannschaft, während sich St. Pauli hinten verschanzte. Am Ende reichte es aber für Kiel nicht zum Sieg, auch weil Jann-Fiete Arp einen Freistoß am Tor vorbeischoss (90.+1.).

kjo
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