2. Fußball-Bundesliga Sieg in Bielefeld - Lautern vor dem Aufstieg

Zurückgelegen, ausgeglichen, gewonnen: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich im Montagsspiel der Zweiten Liga bei Arminia Bielefeld durchgesetzt. Durch den Erfolg dürfte dem Team von Trainer Marco Kurz der Aufstieg in die Bundesliga kaum noch zu nehmen sein.

Lauterns Lakic (l.): Jubel über den Siegtreffer in Bielefeld
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Lauterns Lakic (l.): Jubel über den Siegtreffer in Bielefeld


Hamburg - Der 1. FC Kaiserslautern steht ganz dicht vor der Rückkehr in die Bundesliga: Durch das Siegtor von Angreifer Srdjan Lakic in der 86. Minute siegte der Tabellenführer 2:1 (0:1) bei Arminia Bielefeld - und kann den direkten Aufstieg bei acht Punkten Vorsprung und einer um zehn Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem Dritten FC Augsburg in den letzten drei Spielen nur noch theoretisch verspielen. Bereits mit einem Heimsieg am Freitag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen den Drittletzten Hansa Rostock können die Pfälzer die letzten Zweifel an der Erstliga-Rückkehr nach vier Jahren beseitigen.

"Die Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie hier nicht nur einen Punkt mitnehmen, sondern das Spiel gewinnen wollte. Das hat sie sich verdient", sagte FCK-Trainer Marco Kurz. U21-Nationalspieler Sidney Sam (48.) hatte für Lautern den Rückstand durch das Elfmeter-Tor von Chris Katongo (42.) ausgeglichen.

Aufgrund des Vier-Punkte-Abzugs am Saisonende wegen eines Verstoßes gegen die Bestimmung der Lizenzierungsordnung ist der Aufstieg für Bielefeld damit auch rechnerisch nicht mehr möglich. Arminia-Trainer Frank Eulberg hatte mit einer Überraschung aufgewartet. Auf der rechten Abwehrseite kam Marcel Appiah zu seinem ersten Profi-Einsatz. Der 22-Jährige aus dem Reserveteam war im Stadionheft nicht einmal im 28-köpfigen Kader aufgeführt worden, auch ein Foto für die Anzeigentafel beim Verlesen der Aufstellung konnte nicht rechtzeitig aufgetrieben werden. "Die Truppe hat heute super gefightet, dann wird man auch nach einer Niederlage mit Applaus verabschiedet", sagte Eulberg. "Wir wollten mit Leidenschaft und Kampf Fußball spielen - deshalb hätte meine Mannschaft heute auch ein Unentschieden verdient."

Kuriose Szene gleich zu Beginn

12.700 Zuschauer sahen bereits nach wenigen Sekunden eine kuriose Szene: Arminia-Torhüter Dennis Eilhoff trat beim Abstoß in den Boden, der Treffer von Erik Jendrisek zählte jedoch zurecht nicht, da Jiri Bilek den Ball noch im Strafraum aufgenommen hatte. Danach entwickelte sich eine etwas zähe Partie. Lautern kontrollierte das Geschehen über weite Strecken, wagte sich aber ebenso wenig entscheidend aus der Deckung wie die durchaus eifrige, aber spielerisch limitiertere Arminia.

Nachdem FCK-Keeper Tobias Sippel nach einem Schuss von Andre Mijatovic aus kurzer Distanz mit einer Glanzparade den Rückstand verhindert hatte (18.), war er kurz vor der Pause gleich zweimal machtlos. Katongo verwandelte den von Verteidiger Martin Amedick an Pavel Fort verursachten Strafstoß zunächst rechts unten, die Wiederholung - Mijatovic war zu früh in den Strafraum gerannt - dann ebenso sicher links.

Die Pfälzer wirkten aber nicht schockiert, nur drei Minuten nach der Pause verwertete Sam eine Hereingabe von Florian Dick aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Die große Chance zur Führung vergab danach zunächst Lakic, der Eilhoff aus vier Metern in die Arme köpfte (66.). Vier Minuten vor dem Ende saß der Kopfball von Lakic dann.

wit/sid/dpa



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Justitia 21.04.2010
1. .....
Zitat von sysopZurückgelegen, ausgeglichen, gewonnen: Der 1. FC Kaiserslautern hat sich im Montagsspiel der Zweiten Liga bei Arminia Bielefeld durchgesetzt. Durch den Erfolg dürfte dem Team von Trainer Marco Kurz der Aufstieg in die Bundesliga kaum noch zu nehmen sein. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,689954,00.html
Na hoffentlich bleibt es auch dabei. Abstieg aus der 1. Buli im Jahr 2006, weiterer Niedergang des Vereins daraufhin mit dem "Höhepunkt" der dritten Liga im Jahr 2008 gerade noch mal so von der Schippe gesprungen zu sein, größte finanzielle Probleme, dann wollte 2009 keiner der etablierten Trainer nach Lautern, es kam fast als Notnagel ein Trainerlehrling, den man bei den 60er nicht mehr wollte und nach all dem und unter diesen Umständen nun doch wieder am Eingangstor zur 1. Buli, ausgerechnet mit dem Trainer, dem so gut wie niemand dies zugetraut hatte. Wer mir das vor zwei Jahren genauso prophezeit hätte, den hätte ich sofort in die Klapse einliefern lassen. Klasse Arbeit Stefan Kuntz und Marco Kurz! Nun macht auch noch in den letzten drei Spielen den Sack zu, damit der Traum Wirklichkeit wird! Der FCK lebt wieder!!!!
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