2. Fußball-Bundesliga St. Pauli gewinnt bei Hansa Rostock

Der FC St. Pauli hat das Nordderby in Rostock gewonnen und liegt in der Tabelle wieder auf Platz drei. Ein Traumtor von Matthias Lehmann sorgte für die Gästeführung, der eingewechselte Deniz Naki machte alles klar. Die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen blieben größtenteils aus.

dpa

Hamburg - St. Pauli kam in einer kampfbetonten Begegnung bei Hansa Rostock durch ein Freistoßtor von Lehmann (77.) und einen Kontertreffer von Naki (84.) zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg und verdrängte Aufsteiger Union Berlin wieder von Relegationsplatz drei. Rostock steckt nach der dritten Niederlage in Folge im unteren Tabellendrittel fest.

"Wir haben nicht gut gespielt. Wir hatten viele Ballverluste. Aber wir waren geduldig. Daher muss man auch so einen Sieg mitnehmen", sagte St. Pauli-Trainer Holger Stanislawski.

Vor 21.500 Zuschauern startete St. Pauli besser in die Partie. Doch Rostocks Torhüter Alexander Walke rettete gegen Carsten Rothenbach (4.) und Florian Bruns (21.). Bei Hansa hatte der 18-jährige Kevin Pannewitz bei seinem Zweitliga-Debüt mit einem Distanzschuss an die Latte Pech (36.). Auch nach dem Wechsel blieb die Begegnung zunächst arm an Höhepunkte. Bei St. Pauli verpasste Marius Ebbers knapp (51.), auf der anderen Seite scheiterte Kevin Schöneberg am Hamburger Torwart Mathias Hain (59.). Pannewitz vergab zudem freistehend per Kopf (72.). Dann sorgten Lehmann und Naki für die späte Entscheidung.

Die Partie war von der Polizei als "Spiel mit erhöhtem Risiko" eingestuft worden, die befürchteten Ausschreitungen blieben aber bis zum Anpfiff aus. "Die Strategie der strikten Fan-Trennung ist vor dem Spiel voll aufgegangen", sagte Polizeisprecherin Dörte Lembke. Vier Festnahmen und ein durch einen Flaschenwurf leicht verletzter Kameramann lautete die Zwischenbilanz. Insgesamt sollten rund 1500 Polizisten und Ordnungskräfte vor Ort für Sicherheit sorgen. In der vergangenen Saison hatte es am Rande des Gastspiels von St. Pauli 15 Verletzte und 52 Festnahmen gegeben. Nach Lehmanns Führungstor wurden im Gästeblock allerdings Feuerwerkskörper gezündet, sodass die Begegnung einige Minuten unterbrochen werden musste.

Nach dem Spiel kam es dann doch noch zu Auseinandersetzungen zwischen randalierenden Fans und der Polizei. Einige Randalierer wurden in Gewahrsam genommen. Meldungen über Verletzte lagen nicht vor.

luk/sid/dpa

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