Wechselstreit Ex-Spieler Naki erhebt Vorwürfe gegen St. Pauli

Deniz Naki wollte zurück zum FC St. Pauli, doch offenbar lehnte der Verein ab. Der Publikumsliebling machte nun Details aus den Verhandlungen öffentlich - und beklagt schlechten Stil.

Ehemaliger St.-Pauli-Spieler Naki: "Kein guter Stil"
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Ehemaliger St.-Pauli-Spieler Naki: "Kein guter Stil"


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Beim FC St. Pauli gibt es Streit um einen ehemaligen Spieler, der offenbar vor seiner Rückkehr zum Fußball-Zweitligisten stand. Der vereinslose Deniz Naki erklärte auf Facebook, dass ihm der Verein abgesagt habe, und berichtete über den Verlauf der Verhandlungen mit St. Pauli.

Naki zeigte sich "enttäuscht" und klagte, es sei "kein guter Stil, mir über mehrere Wochen hinweg zu suggerieren, man habe Interesse an einer Verpflichtung, und andererseits Dritten gegenüber ohne mein Wissen das Gegenteil zu erklären". Der FC St. Pauli kündigte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE an, sich gegen Mittag zu den Vorwürfen des Angreifers zu äußern, der von 2009 bis 2012 für den Verein gespielt hatte und als Publikumsliebling gilt.

Nakis Darstellung zufolge war er, nachdem er den Wunsch geäußert hatte, wieder für St. Pauli zu spielen, im November zu einem Gespräch eingeladen worden. Gegenstand der Unterhaltung, offenbar mir Präsident Oke Göttlich, seien entgegen Nakis Erwartung nicht sportliche oder vertragliche Einzelheiten gewesen, sondern eine mögliche distanzierte Haltung der aktuellen Spieler gegenüber Naki, da seine Verpflichtung von den Fans gefordert worden sei.

Offizielle Facebook-Seite von Naki: Mein Herz gehört Euch und dem FC St. Pauli

Offizielle Facebook-Seite von Naki: Mein Herz gehört Euch und dem FC St. Pauli

Naki absolvierte nach eigener Darstellung einen Fitnesstest beim FC St. Pauli und sollte einen Fragebogen zur Vorbereitung eines Gesprächs mit Vizepräsident Joachim Pawlik ausfüllen. Die Bearbeitung des Fragebogens lehnte Naki ab, "da dies im Fußballbusiness nach meiner Kenntnis nicht üblich ist", schrieb er bei Facebook.

Der 25-Jährige, der zuletzt bei Genclerbirligi Ankara unter Vertrag gestanden hatte, zeigte sich enttäuscht über die Absage des FC St. Pauli und darüber, dass der Verein während der angeblichen Gespräche mit dem Angreifer gegenüber der Presse erklärt habe, "Naki sei kein Thema". Die Situation beim FC St. Pauli ist ohnehin angespannt: Das Team ist nach 17 Spieltagen Tabellenletzter der zweiten Bundesliga.

buc



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Seite 1
wolchow 16.12.2014
1.
Dass man deniz naki glauben darf, kann man auch daran erkennen, dass der Sportchef des FC St. Pauli seine Sachen packen darf! Warum? Eben wegen der unehrlichkeit + sachliches Unverständnis. Mit meggle als Sportchef sehe ich Naki wieder beim fcsp spielen. Die frage nur... In welcher Liga
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