2. Fußball-Bundesliga Von Ahlen trainiert Arminia Bielefeld

Arminia Bielefeld hat für die kommende Saison Markus von Ahlen als Coach verpflichtet. Unklar bleibt vorerst, in welcher Liga er den Club betreuen wird. Der finanziell angeschlagene Zweitligist muss der Deutschen Fußball Liga für mögliche Hilfsgelder weitere Unterlagen vorlegen.

Trainer von Ahlen: Ab der kommenden Saison bei Arminia Bielfeld
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Trainer von Ahlen: Ab der kommenden Saison bei Arminia Bielfeld


Hamburg - Über den Abstieg von Arminia Bielefeld ist noch nicht endgültig entschieden, der künftige Trainer steht aber schon fest: Markus von Ahlen tritt zur Saison 2011/2012 die Nachfolge von Ewald Lienen an. "Ich freue mich riesig auf die Arbeit bei diesem Traditionsverein. Es wird eine schwierige, aber auch äußerst reizvolle Aufgabe", sagte der 40 Jahre alte ehemalige Profi von Bayer Leverkusen und des VfL Bochum bei seiner Vorstellung am Montag. Derzeit betreut von Ahlen die B-Jugend des Hamburger SV, davor war er in Leverkusen als Jugendtrainer angestellt.

Im Kampf um eine mögliche Kapitalspritze für Bielefeld ist dagegen noch keine Entscheidung gefallen. Der finanziell stark angeschlagene Zweitligist muss der Deutschen Fußball Liga (DFL) zum Erhalt von Geldern aus dem Sicherungsfonds weitere Unterlagen vorlegen. Die DFL teilte nach einer Sitzung des Ligaverband-Vorstands mit, dass man zusätzliche Informationen anfordere.

Bielefeld kam diesem Begehren umgehend nach. "Wir haben die Unterlagen bereits zusammengestellt und an die Geschäftsführung der DFL zur Weiterleitung an den Vorstand des Ligaverbandes geschickt", sagte Arminia-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier. Bielefeld hatte am Donnerstag einen Antrag auf Unterstützung in Höhe von 1,2 Millionen Euro gestellt.

"Vernünftig aus der Liga verabschieden"

Mit dem Sicherungsfonds soll klammen Clubs geholfen werden, kurzfristig Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Nimmt ein Club diese Finanzspritze in Anspruch, folgt ein sofortiger Punktabzug. Wären Bielefeld bei gewährter Hilfe zwei Zähler aberkannt worden, hätte dies schon jetzt den Abstieg bedeutet.

Vor den verbleibenden vier Spieltagen hat die Mannschaft als abgeschlagener Tabellenletzter (16 Punkte) nun zwar theoretisch noch die Chance, sich zu retten. Der Rückstand auf den VfL Osnabrück, der als 16. den Relegationsplatz einnimmt, beträgt nach dem 3:3 der Bielefelder am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten Rot-Weiß Oberhausen (25 Punkte) aber bereits elf Zähler.

In Bielefeld gilt der Abstieg denn auch schon als beschlossene Sache. "Wir wollen uns jetzt vernünftig aus der Liga verabschieden und dabei jede Chance nutzen. Allein schon deshalb, damit uns niemand Wettbewerbsverzerrung vorwerfen kann", ließ Lienen unlängst wissen. Er hatte bereits im März erklärt, die Arminia zu verlassen.

Vor der Spielzeit erhielt Bielefeld die Lizenz erst in letzter Sekunde. Nach der Sperrung eines Dispokredits durch die Arminia-Hausbank Anfang April drohte dem Verein sogar die Insolvenz. Die Verantwortlichen hoffen nun auf die Drittliga-Zulassung für die Saison 2011/2012 und auf den Abbau der Verbindlichkeiten, die bei rund 27 Millionen Euro liegen.

jar/dpa

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