Nach Wurfattacke Teilausschluss für Cottbusser Fans

Energie Cottbus ist nach der Wurfattacke auf einen Schiedsrichter-Assistenten vom DFB bestraft worden. Im nächsten Heimspiel gegen den FC St. Pauli bleiben drei Blöcke gesperrt. Zudem muss der Club eine hohe Geldstrafe zahlen und einen Spielertunnel errichten.
Pyrotechnik im Block: Cottbus-Fans waren diese Saison schon häufiger auffällig

Pyrotechnik im Block: Cottbus-Fans waren diese Saison schon häufiger auffällig

Foto: Thomas Eisenhuth/ dpa

Hamburg - Im kommenden Heimspiel gegen den FC St. Pauli am 17. April muss Energie Cottbus auf die Unterstützung eines Teils seiner Zuschauer verzichten. Das DFB-Sportgericht verurteilte den Tabellenletzten der zweiten Bundesliga zur teilweisen Sperrung des Stadions, weil in zwei Heimspielen Gegenstände von den Rängen auf die Schiedsrichter geworfen worden waren.

Drei Blöcke der Nordtribüne werden gesperrt, zudem muss Energie Cottbus eine Strafe von 10.000 Euro zahlen und bis zur neuen Saison einen Tunnel zum Schutz der Spieler, Schiedsrichter und Verantwortlichen errichten. Der Verein akzeptierte das Urteil. "Wir haben uns mit dem Verband auseinandergesetzt und ein weitaus drastischeres Strafmaß verhindert, auch ein Geisterspiel stand im Raum", sagte Geschäftsführer Normen Kothe.

Bei der Partie gegen Dynamo Dresden am 4. April war Schiedsrichter-Assistent Thomas Stein sogar zu Boden gegangen, nachdem ihn wahrscheinlich eine Münze am Kopf getroffen hatte. Der 31-Jährige hatte behandelt werden müssen. Die Ärzte klammerten eine Platzwunde an Steins Kopf.

Bereits im Februar hatte es harte Sanktionen gegen die Cottbusser gegeben. Damals hatte das DFB-Sportgericht den Club mit einer Rekordstrafe von 40.000 Euro belegt. Der Verband hatte auf das Abbrennen von Pyrotechnik und grob unsportliche Rufe reagiert. Für Cottbus war dies die höchste Strafe der Vereinsgeschichte.

tpr/dpa/sid