2. Liga Russischer Club veräppelt Dynamo Dresden

Es sollte ein Leistungstest in der spielfreien Zeit werden, doch das Testspiel von Dynamo Dresden gegen den russischen Erstligisten Rubin Kasan verkam zur Farce. Die Dresdner gewann 3:0 - doch ohne es zu wissen, hatten sie eine Hälfte lang gegen Zweitliga-Kicker gespielt.

Dynamo Dresden im Trainingslager: Sieg gegen Zweitliga-Fußballer
imago

Dynamo Dresden im Trainingslager: Sieg gegen Zweitliga-Fußballer


SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Sie hatten sich schon so gefreut über ihren Sieg - und dann war er doch nicht viel wert: Zweitligist Dynamo Dresden gewann gegen den früheren russischen Meister Rubin Kasan bei einem Testspiel 3:0, eine ordentliche Leistung. Doch dann stellte sich heraus, dass der russische Erstliga-Club zumindest in der ersten Halbzeit mit acht Spielern von Neftekhimik Nizhnekamsk aufgelaufen war, seines Zeichens Vorletzter der zweiten russischen Spielklasse. Das gab der Verein auf seiner Homepage zu.

Olaf Janßen, Trainer der Dresdner, fand den Schummel alles andere als lustig: "Es zeugt von keinem guten Stil des Gegners", sagte der 47-Jährige der "Bild"-Zeitung. "Veralbern können wir uns alleine."

Dabei hatte Rubin wohl gar nicht aus böser Absicht gehandelt, sondern aus Not: Der Test gegen den Europa-League-Teilnehmer im Trainingslager im türkischen Antalya war erst kurz zuvor vereinbart worden. Rubin Kasan aber hatte schon am Mittag des selben Tages ein Freundschaftsspiel gegen den türkischen Erstligisten Kayserispor absolviert - und nun, nur wenige Stunden später, zum Anpfiff nicht mehr genug einsatzbereite Spieler zur Verfügung.

Erst zur zweiten Hälfte wechselte Rubin seine Erstliga-Kicker ein, die gerade erst in Antalya gelandet waren und direkt vom Flughafen kamen. Trainer Rinat Bilyaletdinov rechtfertigte seine verwirrende Aufstellung: "Es war einfach ein Zeitproblem. Dieses Spiel war nicht eingeplant."

psk



© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.